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Den Palmen auf Ibiza und Formentera geht es schlecht. Schuld daran, ist der von Asien und Afrika eingeschleppte Palmenrüssler. Wir müssen uns darauf einstellen, dass es in wenigen Jahren vielleicht keine Palmen mehr auf Ibiza geben wird. Unsere Gärten, Parks und Hotelanlagen ohne Palmen? Furchtbar. Aber wir müssen uns wohl Alternativen einfallen lassen, wenn wir unseren Garten verändern oder neu anlegen. Garten-Expertin Karen sagt, wie Gärten auch ohne Palmen tropisch sein können.

Der Palmrüssler (Picudo Rojo) ist nicht mehr zu stoppen. Man kann nur versuchen, seine Ausbreitung unter Kontrolle zu halten! So lauten die neusten und beunruhigenden Nachrichten vom Umweltamt an die Gartencenter und Profigärtner Ibizas. Im Klartext bedeutet das: Wer seine Palmen nicht präventiv behandelt, wird bald keine Palmen mehr im Garten haben. Selbst die vorbeugenden Spritzungen mit Insektiziden sind kein Garant mehr dafür, dass die Palmen nicht befallen werden, da der gefräßige Käfer schon Resistenzen gegen bestimmte Mittel entwickelt hat, die immer wieder eingesetzt werden – und die Plage eher verschlimmern.

Das Problem ist von den Gärtnern verursacht worden, die sich nicht an die vom Umweltamt empfohlenen wechselnden Einsätzen von Insektiziden gehalten haben – teils aus Unkenntnis, teils aus Ignoranz. Frei nach dem Motto: Viel hilft viel, Hauptsache schön giftig! Deswegen an dieser Stelle noch einmal meine Bitte: Schicken sie Ihren Gärtner zum Consell Insular, Abteilung „Agricultura“, damit er einen Kursus belegt und per E-Mail regelmäßig über die Bekämpfung des Palmenrüsslers informiert wird.

Mittlerweile ist man sich einig: Dauerhaften Erfolg zur Eindämmung verspricht die biologische Methode mit den Pilzsporen Beauveria bassiana. Die Sporen werden alle 3 Monate in die Krone gegossen. Falls der Rüssler Eier abgelegt hat und Larven schlüpfen sollten, um den Fraß in die Palme zu beginnen, werden sie von den Pilzsporen befallen und getötet. Der erwachsene Käfer verbreitet die Sporen weiter und gräbt seinen Nachkommen selbst das Grab.

Da diese Maßnahmen mit monatlichen Kosten verbunden sind, verzichten viele jetzt bei der Neuanlage von Gärten auf Palmen. Dabei taucht immer wieder die Frage auf: Was denn dann? Vor allem bei den Gartenbesitzern, die tropisches Flair lieben und beim Kauf ihres Hauses im Süden von Palmen geträumt haben.

Bevor ich Ihnen Alternativen vorschlage, hier noch mal die wichtigsten Palmensorten, die auf dem Speiseplan des Rüsslers stehen – in der Reihenfolge von Lieblingsfutter bis hin zu „Nehm’ ich auch, wenn’s sein muss“: Phoenix canariensis (Königspalme), Phoenix dactylifera (Dattelpalme), Washingtonia (Fächerpalme), Kokospalme, Chamaerops (Buschpalme).
Zuerst die schlechte Nachricht: Nur sehr wenige alternative Bäume erreichen die Höhe von ausgewachsenen Palmen. Und man muss sehr viel länger warten, bis sie 4 oder 5 Meter und mehr erreichen und eine volle Krone haben. Die Einzigartigkeit, die Palmen einem Garten verleiht, ist nur schwer zu toppen. Aber wir versuchen es trotzdem…

Nun zu den pflegeleichten und bewährten Alternativen.

Tropisches Flair, immergrün, Höhe 4 Meter und mehr!
Da schlage ich vor:
Yucca elegans, Strelitzia augusta, Bambus, Drago,
Ficus nitida und rubiginosa,
Mediterranes Flair, immergrün, Höhe 4 Meter und mehr!
Da bieten sich an:
Olive, Algarobo, Pfefferbaum Schinus molle, Mimosen,
Zypressen, Pinien
Mediterranes Flair, laubabwerfend im Herbst,
Höhe 4 Meter und mehr. Da kommen infrage:
Tipuana, Jacaranda, Robinien, Melia, Platanen,

Tropisches Flair, immergrün, Höhe 1 bis 3 Meter.
Mein Vorschlag:
Cyca revoluta, Strelitzia reginae, Alocassia

Mein Tipp: Umdenken lohnt sich, spart Pflegekosten, nimmt die Angst vorm Sterben Ihrer Palmen – und sieht dazu auch noch toll aus!

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