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Terror-Razzia auf Ibiza: Der Iman der Mochee Masllid al Fath in Sant Antoni de Portmany und sein Assistent wurden im Rahmen einer großen Polizeiaktion in Sant Antoni am Dienstagmorgen (25.10.) wegen Terrorverdachts festgenommen und nach siebenstündigem Verhör nach Madrid geflogen. Die beiden gebürtigen Marokkaner sollen nach Angaben des spanischen Innenministeriums den Djihadismus und die radikal-islamistische Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) unterstützt sowie Gewalt verherrlicht haben. U.a. sollen sie einer Gruppe in Sant Antoni angehört haben, die radikalisierte Kämpfer aus Ibiza in den so genannten Heiligen Krieg nach Syrien geschickt haben. Um wie viele Männer es sich dabei handelt, ist noch unklar. Offenbar ist aber bisher keine dieser Personen aus Syrien zurückgekehrt.

Die beiden 31 und 35 Jahre alten Männer wurden in ihren Wohnungen in dem Ort im Westen Ibizas festgenommen. Ein Großaufgebot der Polizei von rund 100 Beamten einer Spezialeinheit der Guardia Civil aus Madrid, Valencia und Palma hatte die Apartments der beiden gestürmt. Die Männer sollen heute (Freitag, 27.10.2016) einem Richter des Staatsgerichshofes in Madrid vorgeführt werden.

Die Geheimdienste waren auf die beiden aufmerksam geworden, nachdem besonders der Assistent des Imans seine Aktivitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook in der vergangenen Zeit verdoppelte, Hasstiraden gepostet und Progandainhalte des IS verbreitet haben soll. Der Iman selbst verhielt sich laut bisheriger Erkenntnisse in seinen Predigten in der Moschee moderat, soll aber beim Islam-Unterricht von Kindern radikalere Töne angeschlagen und Hassgefühle geschürt haben.

Die beiden Männer waren bereits im Jahr 2010 schon einmal auf Ibiza festgenommen worden. Der Iman soll Gewalt gegen Kinder ausgeübt und sie mit einer Gerte gezüchtigt haben. 2012 war dann das spanische Innenministerium auf die Männer aufmerksam geworden, nachdem sie sich zu radikalisieren begannen. Die Festnahmen jetzt waren u.a. auch durch die gute Kooperation mit der AntiTerror-Direktion des Königreichs Marokko möglich geworden.

iman-diario-de-ibizaDer Sprecher der muslimischen Gemeinde auf Ibiza, Salahuddin Costa, zeigte sich überrascht über die Festnahme des muslimischen Vorbeters und seines Assistenten. Er habe dieses „zweite Gesicht“ dieser Männer nicht gekannt. Man dürfe nun nicht alle Muslime auf Ibiza verdächtigen, Terror in irgendeiner Form zu unterstützen. Am Abend nach den Festnahmen hatten sich rund 300 Personen vor der Mochee des Ortes versammelt, um die Freilassung der Festgenommenen zu fordern. „Sie sind unschuldig“, war auf den Plakaten zu lesen.

VIDEO: der wohnungsstürmung

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