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Liebe Leser!

Die Saison auf Ibiza und Formentera ist fast vorbei. Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen. Ich muss gestehen, ich reibe mir – wie wohl viele unserer Leser auch – etwas erstaunt die Augen. Hatten wir doch den totalen Kollaps der Inseln befürchtet. Mit noch mehr Staus auf den Straßen, mit noch volleren Stränden, mit noch mehr Gästen in den Restaurants inklusive überforderter Küche und genervtem Service-Personal. Die ersten Buchungszahlen hatten all das auch vorhergesagt. Zehn Prozent Steigerung der Buchungen – so hatten Reiseunternehmen schon im Frühjahr gemeldet. Ein Passagier-Rekord auf dem Flughafen und an den Fähr-Terminals jagte den nächsten. Und voll wurde es auch – bis Juni.

Doch dann kam plötzlich ein Knick. Von erstaunlich ruhig bis katastrophal wenig meldeten diverse Restaurant-Chefs die Zahl ihrer Gäste. Viele leere Zimmer, keine Spur von ausgebucht, kam von den Hoteliers. Was war denn da passiert? Ich denke, es ist gar nicht so schwer, diese Frage zu beantworten. Vor allem ein Wort steht dafür, das es wert ist, mehrmals wiederholt zu werden: Preise, Preise, Preise. Viele Restaurants und Hotels witterten nach dem Super-Jahr 2016 ihr großes Geschäft und langten in Sachen Preisen kräftig zu.

Da mussten Gäste am Strand für ihre Flasche Wein oder das Menü mal eben 30 bis 50 Prozent mehr auf den Tisch des Hauses blättern. Und Leser, die im vergangenen Jahr 150 Euro für das Doppelzimmer gezahlt hatten, und plötzlich 360 Euro zahlen sollten, wunderten sich nicht nur, sondern sagten gleich „ohne uns!“ – und buchten lieber Griechenland. Dort kostete die Luxus-Suite weniger, als ein Zimmer im Billighotel auf Ibiza. Und die hohen Preise sprachen sich schnell rum – auch in Deutschland. So witzelten die Moderatoren zahlreicher Radio-Stationen bei Urlaubs-Sendungen mit Sätzen wie diesen über Ibizas Preise: „Was fangen Sie auf Ibiza an, wenn Sie 18 Euro übrig haben?“ Antwort: „Nicht viel, denn das reicht mal gerade für ein Glas Wasser im Beach Club!“

Das Signal war klar: Ein Teil von Ibizas Hoteliers und Gastronomen setzen zu sehr auf Gäste, denen egal ist, ob sie (zu zweit) 80 Euro oder auch mal gleich 200 für die Strandliege plus Sonnenschirm zahlen, oder für die Nacht – je nach Hotel – 350, 600 oder sogar 1500 Euro ausgeben. Und Hotels, die sich mit der höchsten Sterne-Klasse schmücken, haben wir auf der Insel fast so viel, wie Sand am Meer. Gefühlt gibt es, wenigstens für mich, inzwischen mehr Fünf-Sterne-Hotels als Familien-Pensionen. Ähnlich die Situation am Strand. Da werden die einfachen Strandbars, die Chiringuitos, von Investoren aufgekauft und zum ebenso schicken wie teuren „Beach Club“ umfunktioniert.

Nicht viel anders in der Gastronomie-Szene. Da schießen teuerste Restaurants wie Pilze aus dem Boden. Inzwischen ist es schick, dass Sportler, Schauspieler und Fußballstars zusammen mit Investoren ihr Luxus-Restaurant eröffnen. Verstehen Sie mich nicht falsch: Luxus gehört genau so zu Ibiza wie die Milliardärs-Yachten oder die Hippiemärkte. Die Mischung macht den Spirit der Insel aus. Aber, wer soll die Luxus-Hotels, die teuren Beach Clubs und Nobel-Restaurants füllen, wenn sie in dieser Menge daherkommen. Die Super-Reichen? Klar. Aber viele von denen mieten lieber ihre Luxus-Villa nebst Küchen-Personal, oder tafeln gepflegt auf der gecharterten Luxus-Yacht, statt inmitten des (fast) normalen Volks im Beach Club. Und dieses Klientel wird nicht endlos mehr!

Ich denke, der Einbruch in diesem Sommer ist ein Warnschuss für zu viel Luxus – und teuer um jeden Preis. Ich denke aber auch, nicht viele, die dafür verantwortlich sind, werden den Schuss gehört haben. Ein Gastronom, der den Trend nicht mitmacht, hat einen Satz gesagt, der so lautet: „Wie viele der überteuerten Adressen sind im nächsten Jahr wohl noch da…?“ Eine gute Frage…

Ich wünsche Ihnen einen tollen Oktober, denn unsere Inseln sind jetzt besonders schön. Wie schön, das sehen Sie auch in dieser IbizaHEUTE.

Ihr

Dieter Abholte, Chefredakteur

 

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