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Persönliche Favoriten von Urlaubern und Insulanern
Der Strand Ihrer Wahl
Ibiza hat über 50 Strände und Buchten – vom romantischen Geheimstrand bis zur Beach mit Action fast rund um die Uhr. Jeder findet hier seinen Favoriten. Und auch wir sind an den Strand gegangen. Aber nicht mit Sonnenschirm und Luftmatratze sondern mit Kamera und Notizblock zur Vor-Ort-Reportage. Reporterin Witrud Schwetje fragte: Warum ist das Ihr Lieblingsstrand?
Cala d´en Serra Fee, 27, Deborah, 31, und Marya, 34, aus Hannover kommen jeden Tag in diese Bucht. In der Cala d’en Serra finden sie genau das, was sie suchen: Ruhe, schöne Landschaft – und natürlich Sonne. Fee ist auf Ibiza aufgewachsen, gemeinsam mit ihren Freundinnen, die zum ersten Mal auf der Insel sind, verbringt sie eine Woche Urlaub bei den Eltern. „Wir wollen keinen Trubel, keine Partys, wir möchten einfach nur abschalten. Deshalb kommen wir gerade hier her“, sagen die Mädels. Strände, die mit Hotels zugebaut sind, sind für sie ein absolutes No-Go. Die Cala d’en Serra, östlich von Portinatx gelegen, ist ein kleines Paradies. Aufgrund des etwas beschwerlicheren Anfahrtswegs, blieb sie von der Vereinnahmung der Massen verschont. Der Sandstrand ist winzig, der Blick auf die raue Felsküste ist wunderbar. Tretboote oder Jet-Skis gibt es nicht. Ein kleiner Kiosk, einige Sonnenschirme und Liegen – das war’s! Mit ein wenig Glück kann man hier sogar Delfine sichten. Und wer den Schnorchel einpackt, taucht ab in eine großartige Unterwasserwelt. Neben der Cala d’en Serra begeistert sich Fee auch noch für die Cala d’ Hort. Denn: „der Blick auf den magischen Felsen Es Vedrà, der hat was…“
So kommen Sie hin: Von Portinatx aus Richtung Sant Joan fahren. Dann nach einigen Kilometern links der Ausschilderung folgen. Oder über Sant Joan.
Cala Llenya Die Bucht ist gut geeignet für Familien, aber auch junge Menschen mögen sie. Die Studentinnen Cristina, 18, und Cristina, 19, aus Barcelona haben sich diesen Strand schon vor ihrer Ankunft auf Ibiza im Internet ausgespäht. Die Fotos gefielen ihnen: Ein Meer, das in allen Blautönen schimmert, ein breiter Strand mit fast weißem Sand. Die Bucht liegt geschützt, der Weg ins Meer ist seicht. Oberhalb der Bucht einige Apartmentkomplexe, Häuser und Villen. Aber das tut dem landschaftlichen Charme der an der Ostküste gelegenen Cala Llenya kaum einen Abbruch. Am kleinen Strandkiosk gibt es Snacks, Getränke und Eis. Wer möchte, kann Strandliegen und Sonnenschirme mieten. Die jungen Mädchen kamen Ende April und verbringen drei Monate auf der Insel. Im Zentrum von Eivissa haben sie ein Apartment gemietet. „Leicht ist es nicht gewesen, eine passende Bleibe zu finden. Viele Apartments sind zu teuer und in schlechtem Zustand“, sagt Cristina. Die Studentinnen wollen arbeiten und relaxen, wobei es ihnen egal ist, ob in einer Disco oder einer Boutique. Arbeit hatten sie bei unserem Interview zwar noch nicht gefunden, aber so hatten sie mehr Zeit, die schönen Strände der Insel zu erkunden. Bisher waren sie in der Cala Bassa, Aigües Blanques, Talamanca, Cala Llonga und der Platja d’en Bossa. Die Cala Llenya ist ein klarer Favorit. Wasser, Strand – fast wie auf Formentera. An Ibiza gefällt den Mädchen das Ambiente, die Musik, die Landschaft, die Strände. Einige Ecken finden sie allerdings zu touristisch, das mögen sie gar nicht. Da nehmen sie auch die Fahrt in den Nord-Osten Ibizas in Kauf, um ihren perfekten Strand zu finden. Schon heute überlegen sie, wie sie im nächsten Jahr ihren Aufenthalt auf Ibiza organisieren können.
So kommen Sie hin: Von Sant Carles aus der Ausschilderung folgen.
Aigües Blanques Der helle Sand am Meeresgrund lässt das Wasser fast wie Luft erscheinen, so klar ist es – das verlieh der Bucht an der Nordostküste Ibizas den Namen Aigües Blanques (weiße Wasser). Der Sandstrand ist schmal, aber relativ lang. Wer es mag, sich ohne Badehose oder Bikini in die Fluten zu stürzen oder in der Sonne zu aalen, der ist hier goldrichtig. Ob alt oder jung, ob Single oder Pärchen, ob mit Kindern oder ohne – an diesem Strand fühlen sich alle wohl. Wer hierher kommt, der will vor allem Freunde treffen oder die wilde Landschaft und authentisches Ibiza-Ambiente genießen. Für die Japanerin Yoshi hat Aigües Blanques magisches Flair. Auch sie mag das bunt gemischte Publikum – und natürlich die Natur. Die 35-Jährige kam vor zehn Jahren nach Ibiza. Seitdem ist sie in die Insel und in diesen Strand verliebt. Gibt es für sie überhaupt ernst zu nehmende Alternativen? „Vielleicht Benirràs oder die Cala Comte“, meint Yoshi. Auch alle anderen, die wir an diesem Tag in Aigües Blanques antreffen, sind absolute Fans der Bucht. O-Ton: Es gibt nichts Schöneres!
So kommen Sie hin: Zu erreichen über Sant Carles Richtung Sant Vicent, oder über die kurvenreiche Straße von Sant Joan. Der Ausschilderung folgen. Parken Sie rechtzeitig, auf der schmalen Straße geht schnell nichts mehr, wenn sich mehrere Autos treffen!
Cala Benirràs Noch nichts von der Cala Benirràs gehört? Wohl kaum! Denn nationale und internationale Reiseführer und Medien verhalfen der Bucht an der Nordküste Ibizas in den vergangenen Jahren zu einigem Bekanntheitsgrad. Wer auf der Suche nach letztem Hippie-Flair war, der kam an Benirràs nicht vorbei. Besonders an Sonntagabenden zogen die Trommel-Sessions zum Sonnenuntergang Besucher an, wie das Licht die Motten. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Aber auch an allen anderen Tagen lohnt die schöne, von Pinien gesäumte Bucht einen Besuch! Für Vanessa, 19, aus Sant Miquel und Jaione, 19, aus dem Baskenland ist das jedenfalls eine klare Angelegenheit. Vanessa kennt die Bucht seit ihrer Kindheit, und obwohl sie mittlerweile in Barcelona studiert und seltener auf der Insel ist, nutzt sie jeden Besuch bei der Familie, um einige Stunden an ihrem Lieblingsstrand zu verbringen. Ihre Stu-dienkollegin Jaione ist zwar zum ersten Mal mit dabei, aber sie ist ebenso begeistert. „Der Strand ist sauber, die Landschaft ist toll, die Bucht ist ruhig und nicht durch Hotels verbaut. Besser geht es doch nicht“, sagen die Mädchen wie aus einem Mund. Und auch das Trommeln zum Sonnenuntergang findet Vanessa super. Allerdings ist sie in den Sommermonaten auch inzwischen sehr gut besucht. Abgesehen von Benirràs mag sie die Strände Ses Salines, Cala Bassa, Cala Salada und Saladita.
So kommen Sie hin: Auf der Strecke von Sant Miquel nach Sant Joan. Dann der Ausschilderung folgen.
Sant Miquel Am Strand treffen wir zwei englische Familien mit kleinen Kindern: Barry, 27, und Hailey, 26, aus Nottingham sind mit ihrem 3 Monate alten Baby Nathan Alex auf die Insel gekommen. Conny, 25, und John, 29, kommen aus Preston und haben ihre Söhne Jack and Comran dabei. Beide Paare sind zum ersten Mal auf der Insel und wohnen in einem der Hotels oberhalb der Bucht. Und sie sind sich einig: „Der Strand ist zwar schön, aber es ist ein wenig zu ruhig.“ Gerne wären sie an einem Ort mit mehr Einkaufsmöglichkeiten, mit mehr Trubel. Viele Briten mögen etwas mehr Action als die Deutschen. Der Puerto Sant Miquel, im Norden der Insel, bietet Urlaubern neben touristischer Infrastruktur – wie Hotels, Kioske, Restaurants, Autovermietung, Supermarkt und Wassersportangeboten – auch noch einiges an landschaftlicher Schönheit. Der Sandstrand ist klein aber gepflegt. Der Strand fällt seicht zum Meer ab, perfekt für Kinder. Ganz in der Nähe liegt die Tropfsteinhöhle Can Marçá, die zu Fuß erreichbar ist. Einfach an den Hotelkomplexen vorbei die Straße Richtung Benirràs hinauflaufen. Auf der linken Seite der Bucht schlängelt sich ein schmaler Pfad an der Küste entlang bis zur Cala des Moutons. Ein schöner Spaziergang unter schattigen Pinien. Conny und John haben bei organisierten Ausflügen Es Canar und Sant Antoni kennen gelernt. Wenn sie das nächste Mal auf Ibiza Urlaub machen, würden sie wahrscheinlich gerne dort wohnen.
So kommen Sie hin: Sant Miquel ist zu erreichen über die Cala Benirràs oder den Ort Sant Miquel.
Cala Sant Vicent Vor allem für Familien mit kleinen Kindern hat der Strand viele Annehmlichkeiten zu bieten. Das finden auch die Holländer Inge, 37, und Chris, 36. Sie sind mit der neun Monate alten Tochter Liv und Sohn Toby, 5, zum zweiten Mal auf der Insel. Vor zwei Jahren hatten sie mit Freunden ein Haus auf der Punta Grossa gemietet, dieses Mal entschieden sie sich für ein Apartment in Sant Carles. Sie haben die Platja d’en Bossa gesehen, auch alle Strände an der Nordküste kennen gelernt, aber die Cala Sant Vicent ist ihr Favorit. „Man kommt leicht ins Wasser, es gibt keine Steine“, gibt Inge als familienfreundlichen Hauptgrund an. Aber das ist längst nicht alles: Zur Linken liegen einige romantische Fischerhütten, darüber der Villenhügel Punta Grossa, in der Ferne inmitten der azurblauen Fluten die Felseninsel Tagomago. Die Cala Sant Vicent an der Nordküste hat trotz der wenig schönen Hotelbunker, die vor einigen Jahrzehnten lieblos in die Bucht gesetzt wurden, einiges an landschaftlichen Reizen bewahrt. Der Strand ist sauber, es gibt Duschen, Liegen und Sonnenschirme. An der gepflegten Promenade warten ein Supermarkt, verschiedene Bars und Restaurants mit abwechslungsreichen Speisekarten. „Ibiza bietet ein perfektes Ambiente für einen Familienurlaub“, stellt Inge fest. Neben dem tollen Wetter reizt sie, jenseits ihrer Mutterrolle, vor allem die Kombination aus netten Bars, guter Musik und schönen Buchten. Betrunkene am Strand mag die Familie gar nicht, deshalb fühlt sie sich wohl in der Cala Sant Vicent. „Es ist recht ruhig und familiär, so können die Kinder rumtoben, ohne andere Strandgäste zu stören.“
So kommen Sie hin: Zu erreichen über die kurvenreiche Straße von Sant Joan aus oder über Sant Carles.

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