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Editorial der Juli-Ausgabe 2010 von IbizaHEUTE

Liebe Leser,

freuen Sie sich auf den Juli. Denn dann zeigen sich Ibiza und Formentera von ihrer schönsten Sommer-Seite: Das Meer ist herrlich warm zum Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen… Es ist herrlich, am Strand im weichen Sand oder auf der Liege im Schatten des Sonnenschirms zu träumen und dem Spiel der Wellen zuzuschauen… Dazu kommen die schönen Abende in den Restaurants am Strand oder in den Gärten der Landgasthöfe. Dann haben die Inseln wirklich den Namen „glückliche Inseln“ verdient. Wir zeigen Ihnen in diesem Heft besondere Strände, besondere Restaurants, besondere Plätze zum Genießen.

Doch auch – und besonders – im Juli haben die Pityusen (den Namen gaben die Römern „unseren Inseln“ wegen der vielen Pinien) mehr als Sonne, Meer und Strand zu bieten. Es gibt eine Reihe von Veranstaltungen: Live-Konzerte zum Sonnenuntergang in Sant Antoni. Die Präsentation von Adlib, der Ibiza-Mode, an der Burgmauer. Zwei klassische Konzerte mit Oper und Chopin im „Kongress-Palast“ von Santa Eulària. Den Sonntag der Kunst auf der Plaza del Parque in Eivissa. Eine Menge Vernissagen und Ausstellungen in den schönsten Galerien der Insel. Dann dazu noch die Clubs und Discos von Pacha bis Amnesia. Außerdem natürlich unser IbizaHEUTE-Feinschmecker-Treff. Dieses Mal als Sonntagnachmittags-Gartenparty im „Casa Colonial“ am 18. Juli, um 13.30 Uhr.

Eigentlich könnte man glücklich sein, auf Ibiza und Formentera. Einige werden es nicht sein. Wieder wird es die Klagen von Restaurantbesitzern und Hoteliers geben, dass Stühle und Zimmer leer bleiben. Wieder wird man die Schuld bei der internationalen Krise suchen. Das ist richtig, doch nur die halbe Wahrheit. Wie jeden Sommer werden die guten Restaurants abends voll sein. Restaurants, in denen Qualität, Service und Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen. Es werden jedoch auch Restaurants leer bleiben. Oft sind es die, in denen für schlechte Leistung, mäßige Küche und unhöflichen Service überhöhte Preise aufgerufen werden. „Früher war das ganz anders“, so höre ich schon wieder die bekannten Klagen.

Ja, früher haben die Menschen sorglos mehr Geld ausgegeben. Heute achten immer mehr Urlauber darauf, dass sie für gutes Geld auch gute Qualität bekommen. Kurz gesagt: Die unkritischen Urlauber sind weniger geworden, die kritischen Urlauber mehr. Eigentlich ist das doch eine positive Entwicklung – eine Belohnung für Restaurants, Hotels und Co, die schon immer gute Leistungen lieferten – und ein Ansporn für die anderen, besser zu werden – oder sich vom Markt zu verabschieden, so bitter das auch klingt. Gleiches gilt für die Blender in jeder Branche. Die Menschen und Urlauber auf den Inseln lassen sich nicht mehr so leicht Mogelpackungen andrehen.

Der neue Trend zu mehr Qualität ist auch eine Chance für alle, die im Tourismus Verantwortung tragen. Ibiza hat noch immer auf der ganzen Welt einen großen Namen. Doch dieser Name muss weiter mit Leben gefüllt werden. Von der Vergangenheit kann man zwar träumen – aber nicht leben. So jedenfalls sehe ich das. Ich wünsche Ihnen einen glücklichen Juli auf diesen Inseln.

Ihr Dieter Abholte


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