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Die Atomkatastrophe in Japan hat die Diskussion rund um den Einsatz erneuerbarer Energien wieder entfacht. Eine langfristige Umstellung des Energiemix erscheint sinnvoll.


Noch spielen erneuerbare Energien eine Nebenrolle im Energiemix. Gemäß der internationalen Energiebehörde werden aktuell rund 87 % des globalen Primärenergiebedarfs über fossile bzw. nukleare Energiequellen gedeckt. Hauptenergieträger ist weiterhin Erdöl, gefolgt von Kohle und Erdgas. In Deutschland liegt der Anteil an der Stromerzeugung mit 41 % bei Kohle, 23 % bei Kernenergie und 14 % bei Erdgas. Trotz der endlichen Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe besteht kein akuter Versorgungsengpass. Die Erdölreserven reichen noch für rund 50 Jahre.


Nachteile der gegenwärtigen Energiepolitik

Umweltkatastrophen wie im Golf von Mexiko oder Japan verdeutlichen die Risiken der derzeitigen Energiepolitik. Der Ölpreisanstieg infolge des politischen Umbruchs in Nordafrika und im Mittleren Osten zeigt einmal mehr die politischen Risiken der fossilen Energieversorgung. Gemäß dem Energiekonzern BP wird sich der Energiebedarf in den nächsten 20 Jahren um jährliche 1.7 % erhöhen. Auch wenn genügend traditionelle Energieträger zur Verfügung stehen, wird sich deren Preis aufgrund der steigenden Nach-frage und höherer Förderkosten nach oben bewegen. In Klimaabkommen haben sich zu guter Letzt die führenden Industrie- und Schwellenländer verpflichtet, klimaschädliche Emissionen zu reduzieren.

Viele Länder planten bisher den Bau neuer Atomkraftwerke. Diese Pläne stoßen nun auf zunehmende Ablehnung in der Bevölkerung. Trotz des hohen Gefahrenpotenzials ist eine sofortige Abkehr von der Atomenergie aufgrund fehlender Alternativen derzeit nicht möglich. Ein Ersetzen der Atomenergie durch Strom aus fossilen Quellen würde zu einem Anstieg des CO2-Ausstoßes führen und hätte somit negative Konsequenzen für die Um-welt. Erneuerbare Energien sind noch nicht in der Lage, die Atomenergie, die rund 18 % zur weltweiten Stromproduktion beisteuert, zu ersetzen.


Erneuerbare Energie im Vergleich

Bislang dominiert bei erneuerbaren Quellen die Wasserkraft. Andere alternative Energieformen wie Solar- und Windkraft sind für die weltweite Stromerzeugung derzeit unbedeutend, weisen aber hohe Wachstumsraten auf.

Die einzelnen Ansätze unterscheiden sich hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und weiterer Wachstumsaussichten. Die amerikanische Energy Information Administration geht für 2016 von einem deutlichen Kostenvorteil für Windkraft auf Landflächen aus. Bei der Gewinnung von Solarenergie sowie Windparks im Meer besteht noch Verbesserungspotenzial durch eine Steigerung des Wirkungsgrades.


Investieren in erneuerbare Energien

Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Nur mit ihnen ist es möglich, die Klimaziele trotz steigender Energienachfrage zu erreichen. Diese guten Wachstumsaussichten bedeuten jedoch nicht automatisch lukrative Investitionschancen. Zwar besteht erhebliches Potenzial für erneuerbare Energietechnologien, doch es gibt auch schwergewichtige Herausforderungen:
• Noch ist unklar, welche Technologien sich langfristig durchsetzen und welches Unternehmen sich innerhalb einer Technologie durchsetzt.
• Die Unsicherheit über die zukünftigen Gewinne ist höher als bei den «etablierten» Unternehmen, welche die bekannten Aktienindizes dominieren. Auf Basis der aktuellen Gewinne sind die Unternehmen meist überdurchschnittlich bewertet und somit korrekturanfällig.
• Die Erzeuger von erneuerbaren Energien haben zu hohe Kosten. Sie sind daher in der Regel auf staatliche Unterstützung angewiesen, solange ihre Preise nicht wettbewerbsfähig sind. Angesichts hoher Staatsschulden drohen bei den Subventionen allerdings Kürzungen.
• Durch den Wandel vom Nischen- in den Massenmarkt steigen zwar die Absatzvolumina, es nimmt aber auch der Wettbewerb unter den Unternehmen zu, die Margen dürften sinken.

Dies führt dazu, dass die sogenannten «grünen Aktien» rund doppelt so stark schwanken wie der Gesamtmarkt. Investoren sollten sich zudem bewusst sein, dass sich der Aktien-kurs nicht immer parallel zum Geschäftsverlauf entwickelt. Obwohl die Industrie auch während der Finanzkrise gewachsen ist, büßten ihre Aktien überproportional ein. Der etablierte Global Clean Energy Index von S&P verlor während der Finanzkrise zwischen September 2008 und März 2009 rund 60 % an Wert – deutlich mehr als der Gesamtmarkt mit 45 %. Eine klare Erholung analog zum Gesamtmarkt blieb bisher aus. Der Index notiert weiterhin rund 70 % unter seinem Höchststand im Jahr 2007; angesichts des hohen Risikos eine sich nicht lohnende Anlage.


Fazit

Die Diskussionen rund um erneuerbare Energien gewinnen an Bedeutung. Die Notwendigkeit einer veränderten Energiepolitik besteht, ein schneller Wandel ist jedoch unrealistisch. Investoren sollten sich nicht nur vom bestehenden Wachstumspotenzial blenden lassen. Derzeit verfügen die herkömmlichen Energieformen noch über einen klaren Kostenvorteil. Solange die erneuerbaren Energien Kostennachteile haben, weisen die Aktien von Betreibern, Herstellern und Zulieferern der grünen Industrie etliche Risiken auf.

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