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Wenn Sie am Strand plötzlich im Schatten liegen, muss das nicht unbedingt an einer Wolke liegen, die sich vor die Sonne schiebt. Die Super-Yachten  geben sich jeden Sommer vor Ibiza und Formentera die Ehre. Und sie sind größer denn je. Der aktuelle Star trägt schon den passenden Namen: Eclipse – Verdunkelung! Der junge Yacht-Fotograf Ricardo Pilguj (19) hat die schwimmenden Paläste abgelichtet.

 

Die Eclipse vor Sant Antoni. Sie hat wirklich die Größe, um die Sonne zu verdunkeln


Als der Anker vor der Talamanca fiel, schauten die Menschen in der Bucht auf – ein Luxus-Kreuzfahrer in der Bucht? Nein, was da beinahe den Himmel verdunkelte, ist das neueste Spielzeug von Multi-Milliardär Roman Abramovich. Seine Eclipse (zu Deutsch: Verdunkelung) ist die zurzeit größte Privatyacht der Welt. Der 163-Meter-Riese wurde 2010 von der deutschen Blohm & Voss-Werft ausgeliefert. Und wer mag, kann sie sogar chartern, wenn der Eigner sie nicht nutzt. An Bord werden bis zu 30 Gäste von 92 Crew-Mitgliedern verwöhnt.

 

Nachts in der Bucht vor Talamanca. Die Beleuchtung sieht nicht nur schick und geheimnisvoll aus,

sie dient auch der Sicherheit. Unbemerktes Annähern über oder unter Wasser ist unmöglich

 

Am 2. Juli 2011 erreichte der 163-Meter-Stahlgigant die Bucht von Talamanca und blieb für insgesamt sechs Tage in den Buchten der Inseln, bis er am 7. Juli 2011 gegen 12 Uhr mit mächtiger Bugwelle von Sant Antoni in Richtung Antibes (Südfrabkreich, Côte d´Azur) abrauschte. Ob Eigner Roman Abramovich bei der Überfahrt an Bord blieb, können wir nicht sagen. Sein Privat-Jet, eine Boeing 767–300, die normalerweise als Langstrecken-Verkehrsmaschine Platz für 269 Passagiere bietet, stand am Flughafen auf jeden Fall bereit. Laut Gerüchten hat Abramovich inzwischen einen Airbus A 380 bestellt – das mit durchgehend zwei Stockwerken größte Passagierflugzeug der Welt. Natürlich als Privat-Luxusversion für 300 Millionen Dollar. Der Yachtliebhaber nennt neben der Eclipse auch die 115 Meter Explorer-Yacht Luna und eine weitere 50 Meter lange Yacht sein Eigen.

 

Abramovich reist gerne per Jet an und fliegt dann per Heli auf seine Yacht. Die Eclipse hat gleich zwei Heli-Landeplätze. Einen auf dem obersten der acht Decks, der für die schnelle An- und Abreise dient. Der zweite Helipad befindet sich am Bug. Er ist mitsamt Helikopter versenkbar. Ansonsten passiert der Landgang per Beiboot, auch Tender genannt. die Eclipse besitzt vier bis sechs solcher. Zwei dienen im Notfall auch als Rettungsboot und hängen an den Seiten der Yacht. Zu erkennen sind sie an der neongelben Lackierung. Die anderen beiden können sogar bei voller Fahrt in riesigen Garagen mit Toren oberhalb der Wasserlinie verstaut werden. Sonstige Besonderheiten, die an Bord sein sollen: Ein U-Boot , eine Rettungskapsel, ein elektronisches Anti-Paparazzi-System, eine klinik-gleichwertige Krankenstation, ein Kino, Indoor-Pool und Außen-Pool – je rund 16 Meter, Wellness-Bereich, eine Disco und ein komplettes Eignerdeck, dessen 465 Quadratmeter-Suite – ebenso wie die Kommandobrücke – gepanzert sein soll. Die Werft verpflichtete sich, genaue Angaben geheim zu halten.

 

Wie ein Hochhaus ragt die Yacht in den Himmel – acht Decks sind es insgesamt

 

Eine schwere Bewaffnung gibt es offiziell nicht, da Privatschiffe keine Waffen tragen dürfen.

 

Auch das 6000 Quadratmeter messende Interieur der Eclipse ist ein gut geschütztes Geheimnis. Bekannt ist nur, dass der englische Designer Terence Disdale hier verantwortlich war. Er hatte schon vorherige Yachten des Eigners gestaltet. Die Möbel wurden in Dubai gefertigt.

 

Zu sehen war die Superyacht während ihres Aufenthaltes auf den Pityusen meistens in der Bucht von Talamanca, wo sie oft nachts ankerte. Meist mit spektakulärer Unterwasserbeleuchtung. Nicht nur aus Gründen der Optik, sondern auch, damit Taucher oder Schwimmer vom Wachpersonal schnell entdeckt würden. Tagsüber lag sie vor Formentera. Zudem machte sie einen Abstecher in die Cala Jondal und am letzten Tag lag die Eclipse vor Sant Antoni. Hier bot sich Bewunderern auch die besondere Gelegenheit, die Yacht vor der untergehenden Sonne zu sehen.

 

 

Immer mehr Super-Yachten haben Ibiza und Formentera als Ziel!

Die Crème de la Crème der 100 größten Yachten der Welt kommen oder waren schon da. Eine Auswahl, neben der 163 Meter langen Eclipse: der 119 Meter Eye-Catcher A, Pelorus (115 Meter), die 105 Meter lange Lady Moura, Palladium (96 Meter) – in der neuen Marina Ibiza, dazu Phoenix 2 mit 85 Metern und noch viele mehr. Beliebte Ankerplätze sind Illetes auf Formentera, die Cala Jondal, ses Salines, die Bucht Talamanca und direkt vor der Festungsstadt Dalt Vila. Jetzt, wo mit Marina Ibiza der neue Yachthafen fertig gestellt ist, können auch deutlich größere Yachten den Hafen von Ibiza anlaufen und müssen nicht mehr im Fährhafen liegen. Zusätzliche Liegeplätze für Superyachten bietet Ibiza Magna (beim Obelisken in Eivissas Hafenviertel La Marina). Übrigens: Ibizas Marinas gehören zu den teuersten überhaupt und liegen im Ranking noch vor St. Tropez oder Monaco.

 

Eine Zeit zum Schauen und Staunen. Aber auch zum Träumen? Würden Sie so eine Yacht besitzen wollen? Abhängig von einer Heerschar von Personal, mit Energiekosten, die eine Kleinstadt versorgen könnten? Und Unterhaltskosten von rund 10 % des Neuwertes pro Jahr? Bei der „Eclipse“ also 50 Millionen Euro. Da wäre selbst das schottische Ehepaar, das am 12. Juli den Lotto-Euromillionen-Jackpot von 185 Millionen Euro geknackt hat, schnell wieder pleite…

 

 

 

Palladium

Länge: 96 Meter

Baujahr: 2010

Werft: Blohm & Voss Hamburg

Wert: ca. 160 Millionen Euro

Top-Speed: 22 Knoten

Platz für 16 Gäste und 24 Crew-Mitglieder

 

 

 

 

Stargate 2

Länge: 50 Meter

Baujahr: 2001

Werft: Oceano Holland

Wert: Keine Information

Top-Speed: 24 Knoten

Platz für 22 Gäste und 33 Crew-Mitglieder

 

 

 

 

Salute 

Länge: 56 Meter

Baujahr: 2008

Werft: Perini Navi Italien

Wert: Keine Information

Top-Speed: 15,6 Knoten

Segelfläche: 2910 Quadratmeter

 

 

 

 

Ariela

Länge: 54,3 Meter

Baujahr: 2011

Werft: Amels Holland

Wert: Keine Information

Top-Speed: 15,5 Knoten

Platz für 12 Gäste und 12 Crew-Mitglieder

 

 

 

 

A

Länge: 119 Meter

Baujahr: 2008

Werft: Blohm & Voss Hamburg

Wert: ca. 170 Millionen Euro

Top-Speed: 23 Knoten

Platz für 14 Gäste und 23 Crew-Mitglieder

 

 

 

Candyscape

Länge: 61,8 Meter

Baujahr: 2009

Werft: Viareggio Super Yachts Italien

Wert: ca. 65 Millionen Euro

Top-Speed: 17 Knoten

Platz für 12 Gäste und 15 Crew-Mitglieder

 

 

 

 

Coral Island

Länge: 72,54 Meter

Baujahr: 1994

Werft: Lürssen Deutschland

Wert: ca. 65 Millionen Euro

Top-Speed: 17 Knoten

Platz für 12 Gäste und 22 Crew-Mitglieder

 

 

Ein paar Fakten zum Yacht-Fotografen Ricardo Pilguj

 

Ricardo Pilguj stammt aus dem Norden Deutschlands, wurde 1992 geboren und kommt schon seit seinem dritten Lebensjahr nach Ibiza. Er sagt: „Die Insel gab mir auch den Startschuss für meine Yacht-begeisterung. Die schönen und schnittigen Yachten in der Marina faszinierten mich einfach. Immer wenn ich auf Ibiza war, musste ich auch in den Yachthafen und habe dort meine ersten Fotos aufgenommen. Nach und nach wollte ich einfach mehr über diese luxuriösen Schiffe wissen und kaufte mir mit 14 Jahren eine der teuren Yachtzeitschriften von meinem Taschengeld. Ich war beeindruckt von den Yachten im Magazin, die viel größer waren, als ich sie von Ibiza kannte. Ab diesen Zeitpunkt hat mich das Yacht- Fieber gepackt, ich fing an, selber welche zu zeichnen und designen. Heute habe ich mehrere Ordner von Entwürfen. Ich habe inzwischen auch Praktika bei einer richtigen Yachtwerft, die nur Yachten über 50 Meter baut, und bei Newcruise in Hamburg, die für das Design der Luxus-Yachten verantwortlich sind, gemacht. Mein Traum ist es, als Yachtdesigner zu arbeiten. Meinen Sportbootführerschein habe ich sogar noch vor dem für das Auto gemacht. Jetzt fehlt nur noch die eigene Yacht! Sie muss ja keine 163 Meter lang sein…

 

Die Fotos von der Eclipse entstanden bei einer Reise nach Ibiza, die er von seinem „Abi-Geld“ gezahlt hat, also dem Geld, das er zum bestandenen Abitur von Familie und Freunden bekommen hat. Eigentlich war der Trip gar nicht geplant; aber als er im Internet sah, welche Yachten sich gerade vor Ibiza befanden, musste er einfach den nächsten Flieger den es noch gab nehmen – um unter anderem die eindrucksvollen Fotos der „Eclipse“ zu schießen. Ricardo: „Ich muss sagen: Es hat sich wirklich gelohnt! Schade nur, dass ich meine Lieblings-Yacht ,A’ nur ganz kurz aus der Ferne vor die Linse bekommen habe, da sie am nächsten Tag Richtung Palma aufgebrochen war. Aber vor Ort waren ja noch all die anderen schönen Yachten.

 

 

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