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Sind Sie auch entsetzt, wenn die frisch aus der Gärtnerei erworbenen Pflanzen schon nach ein paar Wochen die Flügel hängen lassen und Blüten und Blätter abwerfen. Das kann an zu wenig Wasser liegen – auch an zu salzigem Wasser. Garten-Expertin Karen sagt Ihnen hier, welche Pflanzen mit wenig Wasser auskommen – und sich auch nicht vom Salz schrecken lassen.

 

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Endlich Sommer! Wasser steht in den heißen Tagen hoch im Kurs, zumindest in Form von Pools, Eiswürfeln und sanften Mittelmeerwellen. Im Garten dagegen bereitet das „flüssige Thema“ oft Sorgen. Ohne eigenen Süßwasser-Brunnen ist die Bewässerung der Pflanzen ein teurer Spaß und sollte schon bei der Gartenplanung reiflich bedacht werden. In den ersten Monaten der Euphorie beim Anblick des sattgrünen Rasens rund um den Neubau dringt die Höhe der Wasserrechnung nur gedämpft ins Tagesbewusstsein. Aber spätestens im zweiten Sommer drängt es die Meisten nach Alternativen. Die Häuser auf der südlichen Hälfte Ibizas haben noch ein anderes Problem: Aus ihren Leitungen kommt salzhaltiges Wasser. Je mehr Abnehmer im Sommer an der Leitung hängen, um so salzhaltiger wird das Wasser. Duschen und Zähne putzen geht grade noch, aber für Kaffee und Kochtöpfe muss Wasser gekauft werden, wenn man sich den Genuss nicht verderben lassen will. Was man sich für den persönlichen Gebrauch gönnt, wird für den Garten teuer. Denn auch die Pflanzen leiden unter dem Salz, das über das Gießwasser an ihre Wurzeln kommt. Sie haben die gleichen Probleme wie die küstennahen Gärten, die durch die Gischt des Meeres unter versalzten Böden leiden: Die frisch gesetzten Pflanzen sehen ein paar Monate gut aus und verlieren dann nach und nach Blätter und Blüten, bis sie als kläglicher Stängel mit drei Blättern mitunter jahrelang ums Überleben kämpfen. Der Mensch fühlt sich nicht minder elend. Er hat immer wieder viel Geld in seinen Garten investiert; und solange der Regen das Salz im Boden verdünnt, wurde seine Hoffnung genährt, dass es dieses Jahr mit dem Garten klappt. Mit steigenden Temperaturen, ausbleibendem Regen und intensiver „Salzwasserbewässerung“ kommt dann die Stunde der Wahrheit. 

Der Sommer trennt die Spreu vom Weizen und sortiert erbarmungslos aus, wessen Wurzeln das Salz im Boden tolerieren und wer daran verbrennt. Damit sich das Drama – sei es der hohen Wasserrechnung oder des Pflanzensterbens – nicht jedes Jahr wiederholt, gibt es nur eine Lösung: die Umstellung auf salz– und trockenheitsresistente Pflanzen. Die unten aufgeführten Pflanzen haben sich in Küstenzonen und in den Gärten mit Salzwasser bewährt und den Wasserverbrauch der mit guten Brunnen gesegneten Gärten erfreulich niedrig gehalten. Um ihnen einen guten Start zu geben, ist die Pflanzzeit von Oktober bis April zu empfehlen. Gemäßigte Temperaturen und Regenwasser helfen den jungen Pflanzen sich zu adaptieren und mit dem steigenden Salzgehalt und der Trockenheit im nächsten Sommer zurecht zu kommen. Wichtig ist außerdem die ausreichende Versorgung mit organischem Dünger in Form von Humus, damit die wichtigen Nährstoffe für Blatt- und Blütenbildung zur Verfügung stehen. Von nichts kommt nichts. An dem Denkfehler, das robuste Pflanzen nichts brauchen, sind schon viele Gärten zugrunde gegangen. In einer professionellen Pflege ist immer ein Kübel mit Humus und einer mit mineralischem Dünger in Pelletform zur Hand. Beim Jäten und Lockern des Bodens kann immer wieder eine Handvoll im Wurzelbereich eingeharkt werden, das spart Zeit, hält die Erde weich und luftig und verbessert mit jedem Arbeitsgang die Bodenqualität. 

 

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Lavanda angustifolia – Lavendel

 

Leider halten viele Gärtner mehr vom Fegen, als vom Pflegen, wodurch die rote Erde zwar schön glatt und sauber, aber auch betonhart ist und den Wurzeln die Luft zum Atmen nimmt. Hilfreich ist das Mulchen der Erde mit Pinienrinde oder Kieseln. Die Feuchtigkeit bleibt im Boden und das Unkraut geht durch Lichtmangel ein. Für einen dauerhaften Erfolg sollten sie zuerst eine unkrautdichte Folie (mit Poren, damit das Wasser durch kann) auf die Erde um die Pflanzen legen und dann erst den Mulch oben drauf legen. Auch das Geheimnis des fantastisch blühenden Oleanders am Straßenrand, der keine päppelnde Gärtnerhand kennt, kann im eigenen Garten nachgeahmt werden. Unter dem Asphalt sammeln sich viel Feuchtigkeit und Mineralien. Der Oleander hat seine Wurzeln dorthin geschoben und wird so bestens versorgt. Einmal im Jahr schneiden die Gemeinden mit Motorsensen alles Grün an den Straßenrändern radikal runter, so dass der Oleander regelmäßig seinen Verjüngungsschnitt bekommt und im Frühjahr buschig nachtreibt. Das erklärt seinen dichten Wuchs. Pflanzbecken, umgeben von Terrassen, erfüllen den gleichen Zweck und lassen die Pflanzen auch mit wenig Wasser prächtig gedeihen. 

 

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Grevillea Genista – Ginster

 

Wenn Sie Wasser sparen möchten und sich die Harten in den Garten holen, sollten Sie eines wissen und beherzigen: Die Hauptblütezeit der Robusten ist von Oktober bis Mai. Danach ziehen sie sich auf ihr grünes Kleid zurück und halten Sommerruhe. Der wilde Lavendel Lavanda dentata zum Beispiel sieht im Sommer scheußlich aus, trocken und zerrupft erscheint er fast wie tot. Ist er aber nicht. Er schläft nur. Wenn sie ihn mit Wasser und Dünger antreiben wollten, wird er anfällig für Pilzkrankheiten – und nach und nach wegsterben. Lassen Sie ihn schlafen und entspannen Sie sich. Der nächste Herbst kommt bestimmt – und damit neue Blütenpracht.

 

Salztolerante Pflanzen  

Palmen 

Bäume: 

Ficus australis – kleinblättriger Gummibaum

Tamarix – Tamarinde            

Juniperus Olea europea sylvestris – Buscholive            

Pinus halepensis – gemeine Pinie            

Pinus pinea – Edelpinie            

Grevillea 

 

Büsche:

Artemisia

Atriplex halimus

Callistemon citrinus

Callistemon laevis

Ceanothus thyrsiflorus repens             

Cistus   Coprosma repens            

Coprosma kirkii             

Coronilla glauca Dorycnium hirsutum            

Eleagnus angustifolia             

Escallonia rubra

Echium fastuosum

Evonimus japonicus

Grevillea Genista – Ginster

Laurus nobilis

Lagunaria

Ligustrum japonicum            

Limoniastrum            

Metrosideros            

Myrtus communis

Nerium oleander – Oleander

Pistacea lentiscus – falsche Pistazie

Pittosporum tenuifolium            

Pittosporum tobira

Pittosporum tobira nana            

Retama            

Teucrium fruticans

Vitex agnus castus            

Westringia 

 

Stauden:

Agapanthus africanus – Nillilie

Asteriscus maritimus            

Ceratostigma plumbaginoides

Centaurea pulcherima            

Convolvulus cneorum

Convolvulus sabatius

Cortaderia Selloana – Pampasgras 

Echium candicans – Natternkopf

Eriocephalus africanus

Erica multiflora – Heidekraut

Eryngium maritinum – Edeldistel

Euryops chrysantemoides

Euryops pectinatus            

Frankenia laevis            

Gazania            

Hebe salicifolia – Veronika            

Hebe andersonii

Hellychrisum

Hypericum balearicum –  Balearenjohanniskraut

Lagunaria patersonii

Lampranthus

Lantana montevidensis – kriechendes Wandelröschen            

Lavanda angustifolia – Lavendel

Lavanda dentata – gezähnter Lavendel

Leonotus leonurus

Lotus berthelotti            

Lotus maculates             

Lotus creticus

Limonium vulgare

Myoporum parvifolium            

Olearia traversi

Phlomis fructicosa

Lippia (Phyla nodiflora)            

Plumbago – Bleiwurz

Paphiolepis

Rosmarinus officinalis – Rosmarin            

Rosmarinus officinalis Boule (Romero rastrero) – kriechender Rosmarin

Santolina chamaecyparis

Salvia candelabrum 

Scabiosa Senecio cineraria            

Thymus carnosus

Thymus vulgaris – Thymian            

Thulbalgia violacea Zoysia tenuifolia   

 

Kletterpflanzen:

Madreselva Lonicera japonica – Geißblatt

 

 

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