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Möchten Sie Salat und Gemüse, das ohne Chemie gewachsen ist? Beißen Sie gern in Obst, das von ungespritzten Bäumen geerntet wurde? Wie wäre es mit Käse von Ziegen aus natürlicher Haltung, mit Eiern von glücklichen Hühnern, mit Wein aus ökologischem Anbau? Wir stellen Ihnen hier Öko-Produkte mit dem Markenzeichen „angebaut auf Ibiza“ vor – und sagen, wo Sie diese Produkte für die gesunde Ernährung kaufen können. Unsere Reporterin Wiltrud Schwetje hat für Sie und uns wochenlang recherchiert.

 

 

Bio-Bauern verhelfen uns nicht nur zu gesünderen Nahrungsmitteln, sie machen auch einen großartigen Job für die Umwelt. Hinter ihrem Engagement steht weniger der Profitgedanke als die Philosophie, dass ein Boden, der nicht von Chemie kontaminiert ist, eine Investition in die Zukunft der Menschheit ist. In Nord- und Mitteleuropa ist Bioware längst etabliert, auf Ibiza leisten Bio-Bauern weiterhin visionäre Basisarbeit. Aus Überzeugung und nach der Devise: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ Erste Erfolge haben sich eingestellt, die Anzahl der Bio-Bauern ist gestiegen. Aber lesen Sie selbst.

 

 

Can Muson – Bio-Bäuerin aus Leidenschaft

„Can Muson“ ist ein Vorzeige-Bauernhof. Auf 65.000 Quadratmetern kultiviert Maria Marí Colomar, die Präsidentin des Biobauernverbandes Ibiza, das Land ihrer Familie. Mit viel Einsatz, Enthusiasmus und Elan – und hundert Prozent ökologisch. Kein Wunder, dass ihr Bauernhof aussieht wie aus dem Ei gepellt. Neben dem Gemüseanbau widmet sie sich der Züchtung reinrassiger Ziegen, Kaninchen und Hühner. In „Can Muson“ wird ausschließlich mit dem Mist der eigenen Tiere gedüngt, sogar die Pflanzsetzlinge werden selbst gezogen. Bei Maria fängt das Thema Ökologie schon beim Samen an. In ihrem Hofladen gibt es außer Gemüse und Obst frische Landeier, dazu Ziegenkäse, Brot, getrocknete Feigen oder eingekochte Tomaten aus der eigenen Herstellung. Auch Tiere aus ökologischer Haltung können erworben werden

 

 

Can Muson

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11.30 bis 14 Uhr. 

Auf der Straße Santa Eulària-Eivissa kurz hinter der Tankstelle links Richtung Cala Llonga abbiegen und der Ausschilderung folgen. Telefon: 699 05 44 46

 

Sa Torre des Xebel.lins

Guillermo Ferrer, Fotograf und Biobauer aus Überzeugung, ist ein alter Hase in der ökologischen Landwirtschaft. Er war einer der ersten, der sich auf Ibiza für einen sanfteren Umgang mit Pflanzen und Boden entschied. Auf dem Ackerland seiner Familie, der Finca „Sa Torre des Xebel.lins“ an der Straße zwischen Eivissa und Santa Eulària, zieht er erfolgreich Biogemüse und -obst. Mittlerweile hat er an die hundert Stammkunden, die er regelmäßig mit seinen Waren beliefert. Aufgrund der langen Kundenliste hat Guillermo den Hofverkauf Ende letzten Jahres eingestellt. Zusätzliche Kunden kann er zur Zeit nicht bedienen, deshalb hier auch keine weiteren Infos. Aber sein Beispiel zeigt die gute Nachricht: Bioprodukte kommen beim Verbraucher gut an. Jetzt aber weitere Adressen, wo Sie diese gesunde Produkte erwerben können.

 

Sa Posta – Hühnerstall mit Meerblick

Eier von glücklichen Hühnern, auf der Finca von Maria Marí Torres in der Cala Tarida sind das keine leeren Worte. Vor drei Jahren startete Maria mit vierhundert Hennen in ihr unternehmerisches Pilotprojekt. Ob sie mit ihrer Geschäftsidee Erfolg haben würde, stand in den Sternen, aber heute ist klar, dass sie eine Marktlücke entdeckt hat. Ihre Eier finden fast überall auf der Insel guten Absatz. Auf den verschiedenen Terrassen ihrer Finca tummeln sich heute etwa 800 Legehennen, sie bescheren ihrer Besitzerin täglich um die 500 Eier. Ihre Legehennen integriert Maria schon im Alter von zwölf Wochen in ihre Bio-Hühnerfarm ein. Bevor sie zwei Monate später ihre ersten Eier legen, haben sie sich schon reichlich gesundes Futter einverleibt, dazu viel Freilauf, frische Luft – und einen großartigen Meerblick genossen. Den Großteil ihrer Produktion überlässt Maria den Bioläden „Cana Rica“ in Jesús, „Can Oliver“ in Santa Gertrudis, „Herbasana“ in Santa Eulària, „Savia“ in der C/ Aragon in Eivissa und „Rosmarinus“ in Sant Antoni. Zudem gibt es die Eier auf dem alten Markt in Eivissa (Sa Fruitera) und bei Mercedes auf dem Markt Clot Marés in Sant Antoni. Außerdem in den Supermärkten „Can Xicu“ und „Can Jordi“ in Sant Josep und „Can Pascual“ in Jesús.

 

 

 

 

Can Fruitera

Die Äste der Kaki-, Granatapfel-, Kiwi- und Avocadobäume biegen sich unter der Last ihrer Früchte. In diesem Obstgarten gedeiht alles prächtig. Das liegt vor allem am grünen Daumen seines Besitzers. José Tragueña ist Hobby-Biobauer aus Leidenschaft. Bäume liebt er seit seiner Kindheit. Deshalb hat er auf seiner Finca „Can Fruitera“ schon vor mehr als 25 Jahren die ersten Exemplare gepflanzt. José hat zu jedem seiner Bäume eine persönliche Beziehung, er ist stolz auf die Vielfalt in seinem kleinen Garten Eden. „Es gibt das ganze Jahr über irgendeine Frucht“, erzählt er. Im Herbst und Winter dürfen sich seine wenigen Kunden auf Khakis, Granatäpfel, Kiwis, Avocados, Walnüsse, Mandarinen, Quitten, Orangen und Zitronen freuen. Den Rest des Jahres gedeihen Mispeln, Aprikosen, Mandeln, Datteln, Äpfel, Pflaumen, Kirschen, Maulbeeren und einiges mehr. Die Kenntnisse über ökologischen Anbau hat sich José schon vor fast einem Vierteljahrhundert selbst angeeignet – ein Trendsetter.

Can Fruitera Sant Llorenç 

An der Hauptstraße Richtung Sant Joan beim Restaurant Es Caliu links in Richtung Santa Gertrudis abbiegen. Nach einigen hundert Metern auf der linken Seite.

 

 

Ca na Berri

Ökologische Landwirtschaft hat Zukunft, davon ist Jordi Serra überzeugt. Vor fünf Jahren hat er sich der Aufgabe verschrieben, den Bauernhof Ca na Berri auf der Venda es Racó in Sant Jordi auf Öko zu trimmen. Landwirtschaft hat in seiner Familie Tradition, sein 80-jähriger Vater packt auch heute noch gerne mal mit an, wenn Not am Mann ist.Jordi verkauft an seinem Verkaufsstand, der direkt am Hof aufgebaut ist, ausschließlich das, was auf seinem Acker gedeiht. Waren vom Festland importiert er nicht.

Kartoffeln und Zwiebeln gibt es fast das ganze Jahr über, ansonsten wachsen auf etwa 1,5 Hektar fruchtbarem Ackerland allerlei Gemüse und Obst der Saison. Darunter Knoblauch, Salat, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Artischocken, Auberginen, Melonen, Süßkartoffeln, Aprikosen, Pfirsiche, Feigen, Orangen und Zitronen. Manchmal hat Jordi auch einige Überraschungen zu bieten, also einfach nachfragen, was er sonst noch auf Lager hat. Auf einer anderen Finca der Familie in Puig d’en Valls baut Jordi Getreide an. Geliefert wird nur auf Bestellung. Seine Felder bewässert Jordi Serra mit dem Wasser aus der eigenen Quelle, der Font de Paredada.

Ca na Berri

Hofmarkt von Dienstag bis Samstag jeweils 10 -14 Uhr. Ab Oktober nur noch samstags.

Auf der Straße nach Sant Josep bei km 4 (nach dem „Naif“) an der nächsten asphaltierten Straße rechts abbiegen. Nach 2,5 km auf der rechten Seite. 

 

 

Can Martí

Romantisch gelegen, dieses Prädikat kann man dem Landhotel Can Martí in Sant Joan ohne weiteres bescheinigen. Neben den fünf Zimmern, die an Gäste vermietet werden, und einem Haman, in dem sich jeder nach vorheriger Reservierung entspannen kann, bietet der Schweizer Peter Brantschen auf seinem Hofmarkt am Freitag auch Gemüse und Obst von den eigenen Feldern an. Je nach Saison zum Beispiel Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten, Zucchini, Paprika, Salate, Auberginen und vieles mehr. Da nur die eigenen Produkte in den Verkauf kommen und die landwirtschaftlichen Erträge beschränkt sind, ist es empfehlenswert, vorher anzurufen, um sich über das Warenangebot zu informieren. Spezialisiert hat sich „Can Martí“ übrigens auf Erdbeeren. Bei alten Bauern aus der Umgebung hat Peter eine heimische Sorte entdeckt, die absolut köstlich ist. Die Früchte sind winzig, aber zuckersüß. Ein Geheimtipp, den Sie sich unbedingt für die Erdbeersaison 2012 merken sollten. Je nach Ernte wird außerdem Öl gepresst oder eigener Wein hergestellt.

Can Martí

Kurz vor dem Dorf Sant Joan rechts der Ausschilderung folgen (gleich hinter der Abzweigung nach Portinatx). Hofmarkt: Freitags von 10 -14 Uhr. Telefon: 971 33 35 00

 

Can Toni Beya

Toni Torres Clapés steuert auf die Zielgerade zu. Innerhalb des nächsten Jahres hofft er auf die offizielle Aufnahme in den Club der ibizenkischen Ökobauern. Über zwei Jahre kann es dauern, bis dieser offizielle Segen von der Umweltbehörde erteilt wird. In der Probezeit wird der Hof regelmäßig von Agrartechnikern besucht und auf Chemiefreiheit kontrolliert. Die endgültige „Adelung“ mag Toni noch fehlen, aber auf seinem 8000 Quadratmeter großen Grundstück gedeiht das Gemüse und Obst der Saison bereits bestens. Ebenso wie Erdnüsse und thailändische Spezialitäten. Seine Samen und Pflänzchen zieht er selbst. Zudem ist seine Tierzucht eine echte Pracht: Er besitzt einheimische Hühner- und Kaninchenarten, Ziegen – und sogar eine sympathische Eselin. Ganz speziell ist sein Brutkasten, in dem er heimisches Federvieh züchtet. Toni ist von ökologischer Landwirtschaft absolut überzeugt. Viele Jahre arbeitete er als Gärtner für das Rathaus Santa Eulária, eine Tätigkeit, die ihn zum Umdenken bewegte; denn nicht selten musste er die öffentlichen Blumenbeete und Grünflächen mit chemischen Mitteln behandeln. Das reichte ihm irgendwann. Heute arbeitet er auf dem Recyclinghof der Gemeinde – und natürlich mit Begeisterung auf seinem Stück Land.

Can Toni Beya, zwischen Santa Eulària und Sant Carles.

 

 

Can Parades

Als Toni Riera sich entschied, seinen Bauernhof in der Nähe von Sant Miquel auf Öko umzustellen, hatten die Nachbarn vor allem Spott für ihn übrig. „Das wird nie funktionieren“, unkten sie. Doch Tonis Konzept ging auf, inzwischen sind sieben Jahre vergangen, die Finca Can Parades existiert immer noch. Ganz ohne Chemie. Durch die Vielfalt der Pflanzensorten bleibt das ökologische Gleichgewicht weitestgehend in Balance. Auf seinem Markt, den er jeden Dienstag und Samstag von 9–14 Uhr auf seinem Hof organisiert, bietet er vor allem das Obst und Gemüse der Saison an, das auf seinen Feldern wächst. Zudem finden sich einige vom Festland importierte Produkte. Der Bio-Markt auf seinem Hof erfreut sich bei seinen Stammkunden großer Beliebtheit. Auffällig ist, dass vor allem ausländische Kunden bei ihm einkaufen. Weil es auf der Insel nur wenig Bioobst gibt, hat Toni längst die ersten Bäume gepflanzt. Er wählte vor allem Sorten, die auf Ibiza gut gedeihen: Darunter Zitrusfrüchte, Feigen, Avocados, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche oder Aprikosen.

Biomarkt Can Parades: Jeden Dienstag und Samstag von 9–14 Uhr. Von Sant Miquel in Richtung Sant Mateu fahren, links in den Camí de Pla Roig einbiegen und der Ausschilderung folgen.

 

 

Sa Font

„Die Bevölkerung der Insel muss mentalisieren, dass es bei der ökologischen Landwirtschaft nicht um Kommerz geht, sondern um den Schutz der Umwelt“, erklärt Joan Torres aus Sant Mateu. Auf seinem Hof „Sa Font“ baut er zwar kein Gemüse an, aber auf seine Felder kommt nur Naturdünger, was zur Folge hat, dass sich die Erträge seiner Weinpflanzen, seiner Johannisbrot- und Mandelbäume mit dem Titel Öko schmücken dürfen. Es gehe darum, einen Kreislauf zu schließen, verrät der engagierte Öko-Fan. Seine Johannisbrotschoten verkauft er zum Beispiel an andere Biobauern, die sich mit Tierzucht beschäftigen. Das Biofutter für ihre Tiere müssten diese Landwirte sonst vom spanischen Festland beziehen. Ibiza müsse sich unabhängig machen, meint Joan. Was Joan Torres nicht an andere Biobauern weitergeben kann, überlässt er der landwirtschaftlichen Kooperative in Sant Antoni.

Sa Font in Sant Mateu

 

 

 

Can Rich

Einige Mitglieder des Biobauern-Verbandes Ibiza haben sich spezialisiert, dazu gehört auch das Weingut Can Rich in der Nähe von Sant Antoni. Wo früher Getreide angebaut wurde, wachsen seit 1997 auf 17 Hektar Land Rebsorten wie Monastrell, Tempranillo, Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah, Chardonnay und Malvasía. Herz und Seele der Weinproduktion ist der Winzer Toni Costa. Pro Jahr werden auf dem Weingut Can Rich etwa 100.000 Flaschen abgefüllt, zwei Drittel davon sind Rotwein. Ein Teil dieses Weins reift über mehrere Monate in amerikanischen Eichenfässern, bis er auf den Markt kommt. Alle Weine können sich mit dem Titel Biowein schmücken, denn auf chemische Pestizide wird völlig verzichtet. Außerdem gibt es auf der Finca Can Rich Oliven aus biologischem Anbau.

Can Rich, Camí de Sa Vorera s/n in Sant Antoni

 

Can Truy

Joan vom Bauernhof „Can Truy“ in Sant Miquel wartet zurzeit noch auf eine Genehmigung der Behörden, aber in Kürze wird er einen Stand an der Straße zwischen Sant Llorenç und Santa Gertrudis eröffnen, wo er die vielfältigen Bio-Produkte anbieten wird, die auf seinen Feldern wachsen. Wir werden Sie informieren, sobald es soweit ist.

 

 

Jetzt bleibt uns nur noch guten Appetit oder auf echt ibzenkisch bon profit mit Ihren Bio-Produkten zu wünschen.

 

 

 

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