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Hilfe mein Lavendel stirbt!“ „Iiih, die Bougainvillea wird schwarz!“ Schreckensrufe und Enttäuschung! Dabei wollten Sie eigentlich Ihren Garten im Sommer genießen und ob der lähmenden Hitze einmal gar nichts tun. Und dann das! Die Schreckensrufe die aus den Gärten des Südens in den blauen Juli-Himmel hallen, haben alle den gleichen Auslöser. So unterschiedlich die Symptome bei den Pflanzen auch aussehen, der Urheber ist in den meisten Fällen gleich: ein Pilz. Unsere Garten-Expertin Karen weiß, wie man Pilzen im Garten keine Chance gibt. Fotos von Christine Abholte.

Pilze lieben Wärme und Feuchtigkeit und finden in den bewässerten Gärten in der Sommerhitze einen idealen Nährboden. Das Gemeine: Lavendel und Rosmarin, die als robuste Pflanzen gelten, sind im Sommer besonders anfällig.

In der „freien Wildbahn“ müssen die Pflanzen ohne Wasser über die Trockenzeit kommen. Sie leben in dem Rhythmus des Südens, bilden ätherische Öle in den Blättern um sich gegen Schädlinge zu schützen und ziehen sich im Sommer auf wenige Blätter und spärliche Blüte zurück, um keine Energie zu vergeuden. Doch setzen wir Rosmarin in unsere Gärten, wünschen wir uns rund ums Jahr saftiges Grün. Dafür wird gedüngt und gewässert. Durch die regelmäßige Wasseraufnahme sinkt der Gehalt an ätherischen Ölen in den Blättern, der natürliche Schutz verschwindet, und die Pflanze wird anfälliger für Pilze. Gleichzeitig wird das Pilzwachstum im Boden durch Wärme und Feuchtigkeit gefördert – schon ist der tödliche Kreislauf im Gange.

Erschwerend kommt hinzu, dass uns Lavendel, Rosmarin und Konsorten nicht mit typisch fleckigen Blättern oder schmierigen Belägen den Pilz verkünden, und wir so schnell einschreiten können. Nein, der Pilz zerstört unsichtbar für uns die wasserführenden Gefäße, so dass die Pflanze Trieb für Trieb vertrocknet. Es bietet sich einem dann das klassische Bild, das eine Hälfte des Lavendels grün ist und die andere trocken. Man selbst denkt, dass die arme Pflanze nicht genug Wasser bekommt, gießt noch mehr. Der Pilz freut sich darüber und tötet auch den Rest…

Was tun? Wichtig ist, den Befall rechtzeitig mit den ersten trockenen Trieben zu erkennen und ein Mittel gegen Pilzbefall, (z.B. Phytophtorapilze) zu spritzen. Die trockenen Äste müssen komplett entfernt und verbrannt werden. Das Beste ist immer noch die Vorbeugung. Wir spritzen alle Pflanzen ab Mai im Abstand von 2 Wochen mit Niem-Öl und dem Moosextrakt „Lebermooser“. Dadurch wird zum einen die Blattstruktur gestärkt, so dass Pilze und alle anderen Schädlinge nicht mehr zubeißen mögen, und vorhandene Pilze werden abgetötet.

Anders und viel deutlicher erkennbar präsentiert sich der „Schwärzepilz“, der vor allem Bougainvilleen und alle hartlaubigen Pflanzen, wie Lorbeer und Zitrusbäume, befällt. Er überzieht die Oberseite der Blätter mit einem schwarzen, rußigen Belag, der kaum zu entfernen ist. Vorweg ging allerdings immer ein Befall mit Schildläusen (braune knopfartige Punkte an der Blattunterseite), Blattläusen oder Woll- und Schmier-Läusen (weiße watteartige Nester). Sie produzieren einen zuckerhaltigen „Honigtau“, der ein guter Nährboden für den Schwärzepilz ist.

Behandelt werden müssen also immer beide Schädlinge, sonst ist es nicht in den Griff zu bekommen. Da Lorbeeren und Bougainvilleen dichtes Blattwerk haben, das selten so gut zu spritzen ist, das alle Schädlinge erreicht werden, ist es bei starkem Befall anzuraten, die Pflanze stark zurückzuschneiden und die Äste zu verbrennen oder entsorgen zu lassen. In der Regel treiben die Pflanzen und Bäume schnell wieder aus und man kann die neuen Blätter vorbeugend behandeln.

Also, lassen Sie sich nicht von Pilz und Co. ärgern, genießen Sie Ihren Garten trotzdem – und beugen Sie im nächsten Jahr vor. Viel Spaß im Sommer auf den Inseln wünscht

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