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Ein Sommerspaziergang in der Natur ist romantisch und erholsam. Allerdings können „hinter jedem Busch“ auch Zecken lauern. Ein Biss von ihnen ist oft verantwortlich für Hirnhautentzündung – so befürchten viele. Aber wie sieht das Infektionsrisiko Borreliose nach einem Zeckenbiss wirklich aus? Und was ist zu tun, wenn es einen erwischt hat? Dr. Klaus Diller berichtet über neuartige Behandlungsstrategien.

 

Die gute Nachricht zuerst: Der Zeckenbiss und –stich führt in Mitteleuropa (neben dem regionalen und saisonalen Frühsommer-Meningoenzephalitis-Risiko, kurz FSME) nur etwa in 5 Prozent der Fälle zu einem tatsächlichen Borrelieninfekt. Die schlechte: Wird keinerlei Behandlung durchgeführt, kann sich die Lyme-Borreliose in eine chronische Infektion mit Neuroborreliose entwickeln. Dabei kann das Bakterium Borrelia oder verwandte Arten dieser Bakteriumgruppe jedes Organ befallen, speziell das Nervensystem, wie Hirnhautentzündung, und die Gelenke. In dieser Spätphase ist dann eine Therapie mit Antibiotika schwierig und kaum noch erfolgreich zu behandeln.

 

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Behandlungsmethoden

Um eine akute als auch chronische Infektion mit Borrelien nach einem Zeckenbiss zu verhindern, müssen saugende Zecken grundsätzlich schnellstmöglich entfernt werden. Glücklicherweise gehen die Erreger erst nach einer Latenzzeit von mehreren Stunden von der Zecke auf den Menschen über. Deshalb sollte man nach Aufenthalten im Grünen den Körper stets gründlich auf Zecken absuchen. Falls sich eine findet, nicht in Panik geraten, sondern die Zecke mit einer Pinzette unter leichtem Zug und Linksdrehung entfernen und die Stichstelle anschließend desinfizieren. Danach gibt es mehrere Alternativen, eine mögliche Infektion zu verhindern.

 

Der erste Weg: Die betroffene Hautstelle für zwei Wochen auf Bildung einer Wundrötung (Erythema migrans) zu beobachten und dann erst bei Krankheitserscheinungen einen Arzt für die intensivere Therapie aufzusuchen.

 

Der zweite Weg: Erst gar nicht zu warten, ob die Krankheit sich zeigt und etabliert, sondern direkt nach dem Zeckenbiss eine medikamentöse Prophylaxe zu starten. Hierbei gilt die Regel, dass bei jedem Zeckenkontakt eine 3-tägige Prophylaxe mit jeweils einer Tablette Doxycyclin 200 mg durchgeführt wird. (Bei Kindern alternativ drei Tage Azithromycin – alters- und gewichtsadaptiert.)

 

Eine dritte Alternative, sich gegen Borreliose impfen zu lassen, gibt es nicht. Bisher ist weltweit noch kein Impfstoff gegen Borreliose auf dem Markt. In naher Zukunft gibt es aber einen ganz neuen Weg, somit eine vierte Alternative.

 

Mit einem Spezialpflaster oder Gel soll man direkt nach einem Zeckenbiss die Hautstelle lediglich lokal, also äußerlich versorgen können. Diese Entwicklung ist aktuell in der Studien-Endphase und wird von Forschern aus Deutschland und der Schweiz betreut und entwickelt. Diese neuartige Behandlungsalternative durch ein antibiotikahaltiges Pflaster scheint für mich die beste – allerdings erst künftige Strategie. Alle bisherigen Versuche mit dieser lokalen Therapie haben bestens überzeugt, dass damit eine Infektion mit Borreliose ganz sicher zu verhindern ist. Die wissenschaftliche Erklärung diese Phänomens ist die Tatsache, dass die krankmachenden Keime, die so genannten Spirochäten, mindestens zwei Tage und auch länger am Infektionsort verbleiben, ehe sie sich im Organismus ausbreiten. Damit ist die Voraussetzung gegeben, dass eine Lokalbehandlung effektiv die Keime noch vor Ort eliminieren kann, bevor es zu einer systemischen Erkrankung kommt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer – natürlich ohne Zeckenbiss.

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