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Die Sonne im Mittelmeer kann gefährlich sein. Sonnenbrand, Hautkrebsgefahr – das sind Worte, die erschrecken. Aber die Sonne hat auch ihre positive Wirkung, denn sie fördert die Bildung von Vitamin D – das Sonnen-Hormon. Es ist eines der wichtigsten Hormone; denn Mangel an Vitamin D ist gefährlich für die Gesundheit – vom Kleinkind bis ins hohe Alter. Doktor Klaus Diller berichtet.
Ein wichtiger Schlüssel, um gesund alt zu werden mit entsprechend verlängerter Lebenserwartung geht an den Erkenntnissen über die Funktion und Wirkweise von Vitamin D nicht vorbei. Mittlerweile ist bekannt, dass Vitamin D eine Art Schutzhormon ist, und dass es wohl bis zu tausend Gene steuert und damit ein unglaublich wichtiges Hormon unseres Zellstoffwechsels darstellt. Über die Hälfte unserer mitteleuropäischen Bevölkerung soll vom Vitamin D-Mangel betroffen sein. Nach langen Jahren kontroverser Diskussionen scheint nun eine relative Einigkeit darüber zu herrschen, dass für die allgemeine Gesundheit eine Vitamin-D-Konzentration im Blut von mindestens 30 bis 40 ng/ml ausreichend ist.


Wofür ist nun das Vitamin D von elementarer Bedeutung:

1. Bei Kindern spielt zu wenig Vitamin D bei der Entstehung einer Anämie (Blutarmut) eine Rolle. Untersuchungen zeigten, dass Kinder mit Vitamin-D-Werten unter 20 ng/ml ein um 50 Prozent höheres Risiko für eine Anämie haben.
2. Vitamin D-Mangel führt zu einer steigenden Zahl von Hüftgelenks- und Oberschenkelhals-Frakturen bei älteren Menschen. Die Gefahr, an Osteoporose (Knochenschwund) zu erkranken, trifft vor allem Frauen ab dem 60. Lebensjahr.
3. Ein Vitamin-D-Mangel stört den Muskelaufbau und führt deshalb zu Muskelschmerz, –schwäche und –funktionsverlust.
4. Menschen mit Vitamin-D-Mangel haben auch vermehrt Erkältungskrankheiten.
5. Eine amerikanische Studie ergab, dass Menschen mit Vitamin-D-Mangel eine erhöhte Sterberate aufgrund von Herzerkrankungen haben.
6. Rheuma, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Krebserkrankungen, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes, also die ganze Palette der Krankheiten der modernen Industrie-Gesellschaft, gehen oft einher mit Mangel an Vitamin D. In einer Schweizer Studie wiesen sogar 84 Prozent aller Patienten einer Rheumaambulanz einen Vitamin-D-Mangel auf.
7. Mangel an Vitamin D soll auch verantwortlich für schlechte Hirnleistung und damit ungünstig für das alternde Gehirn sein.



Fazit:
Die wichtige Botschaft zum Thema Volkskrankheiten heißt daher: an Vitamin D denken und den Vitamin D-Spiegel kontrollieren lassen, weil das Vitamin D ein umfassendes und ganzheitliches Konzept für eine gesunde Lebensführung darstellt.


Wie kann ich einen Vitamin D-Mangel therapieren?

Um ausreichend Vitamin D in den Körper zu bekommen, sind die Methoden, sowohl über natürliche oder künstliche UV-Bestrahlungen oder durch pharmazeutische Präparate möglich.

Es besteht relative internationale Einigkeit darüber, dass eine Vitamin D-Prophylaxe mit einer Tagesdosis zwischen 800 und 1000 Mikrogramm ausreichend ist. Um jedoch einen Tageswert von 800 Mikrogramm mit der Nahrungsaufnahme zu erreichen, müsste man bis zu 40 Eier täglich essen oder ein Sonnenbad nehmen. Wie lange man sich in der Sonne aufhalten muss, um einen Vitamin-D3-Serum-Spiegel aufzubauen, der 1000 IE entspricht, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören der Hauttyp, die Jahreszeit und der geografische Breitengrad. Im Hochsommer auf Ibiza wäre eine ca. 15-minütige Sonnenbestrahlung bereits dafür ausreichend. „Auf die Dosis kommt es an.“ Dieser Satz wurde bereits vom alten Naturforscher und Arzt Paracelsus (1493 – 1541) ausgesprochen und hat auch heute noch einen großen Stellenwert. Also hat Sonnenbaden in der richtigen Dosierung reichlich positive Eigenschaften für unsere Gesundheit, da durch das UVB-Licht das wichtige Hormon Vitamin D in der Haut auf natürliche Art gebildet wird. Wir dürfen also nicht vor lauter Angst vor Hautkrebs die positiven Eigenschaften der Sonnenstrahlen vergessen.

Eine medikamentöse Versorgung für Erwachsene, falls die Sonne nicht zur Verfügung steht, kann mit 0,025mg Cholecalciferol, das entspricht 1000 IE Vitamin D3 den notwendigen Schutzaufbau erzielen. Jetzt sollte aber nicht gleich ein Übereifer zu unkontrollierter Vitamin-D-Einnahme führen. Zwar ist zu wenig schlecht für unsere Gesundheit, aber auch zu viel könnte negative Auswirkung auf unsere Gesundheit haben. Also gehört auch hier zum Prinzip, dass eine medikamentöse Substitution von Vitamin D unter ärztlicher Kontrolle stattfinden sollte. Reden Sie mit Ihrem Arzt darüber.

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