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Da drohen auf den Inseln teure Überraschungen:
Vorsicht Verkehrsregel-Fallen

Im Süden läuft vieles viel lockerer, denkt man. Doch für die Regeln im Straßenverkehr gilt das nicht. In Spanien, also auch auf Ibiza und Formentera, gibt es Vorschriften, die man aus der Heimat nicht kennt oder nicht vermutet. Und Verstöße können richtig teuer werden! Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

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Sieht lässig aus – sind aber gleich zwei Verstöße! Beide Hände gehören ans Lenkrad, sonst drohen 100 Euro Strafe – und der freie Oberkörper schlägt sogar mit bis zu 200 Euro zu Buche…

Wenn der Wind im Cabrio die Haare verweht, das Radio lautstark Ihr Lieblingslied spielt und Sie hupend einem Freund am Straßenrand zuwinken, ist das Freiheitsgefühl gewiss. Doch wussten Sie, dass Sie dieser Spaß gleich drei Verkehrsverstöße erfüllt und mit etwas Pech bis zu 600 Euro Strafe kostet? Wo lauern die Verkehrs-Sünder-Fallen auf den Inselstraßen, die man hier nicht erwartet oder von zu Hause so nicht kennt? Wir sprachen mit der Verkehrspolizei, drückten für Sie noch einmal die Fahrschulbank und fassen die wichtigsten, teilweise überraschenden und kuriosen Straßenregeln zusammen.

Wer auf Ibiza und Formentera im Straßenverkehr unterwegs ist, muss sich ganz schön umschauen… Blinken scheint hier überbewertet zu sein, Kreisverkehre sind die neuen Ampeln und Motorräder spielen Überhol-Slalom. Insgesamt wirkt der Verkehr typisch südländisch bis chaotisch, und es ist zu verlockend, sich dem Inselstil anzupassen… Vorsicht, lassen Sie sich nicht zu sehr davon hinreißen! Denn auch wenn der Verkehr teils so wirkt, als könne hier jeder machen, was er wollte – es gelten zum Teil strengere Regeln als in Deutschland & Co. Und die Strafen sind schmerzhaft! Wir sprachen mit denen, die es wirklich wissen müssen: Virginia Serrano und Jorge Torras der Fahrschule „S´Alamera“ in Santa Eulària und dem Verkehrspolizisten José López Muñoz. Hier unsere Top 15 der Regeln, die man so möglicherweise nicht auf dem Radar hat:

Wer beim Autofahren zum Beispiel den Arm aus dem Fenster hängen lässt, muss mit 100 Euro Strafe rechnen. Artikel 18 der Verkehrsordnung besagt, dass immer beide Hände am Lenkrad sein müssen. Auch alles andere, was eine freie Hand erfordert, ist verboten – wie Rauchen, Essen oder Trinken…

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Mit Flipflops oder barfuß fahren – das kann mal eben 200 Euro kosten, wenn Sie erwischt werden.

Die Ohren müssen frei sein – das Verbot gilt für alle Arten von Kopfhörern und auch für Headsets! „Belegte Ohren“ können bis zu 200 Euro kosten.

Das Thema Handy ist komplett tabu, außer man hat eine fest installierte Freisprechanlage. Ansonsten darf man es während der Fahrt weder in die Hand nehmen, noch damit telefonieren. Sonst kostet es schnell mal 200 Euro.

Es gibt einen „Dress-Code“! Wer barfuß, mit Flipflops oder freiem Oberkörper/Bikinitop fährt, muss mit 200 Euro Strafe rechnen, da man nicht „sicherheitsgemäß“ gekleidet ist. Begründung: Flipflops könnten sich in den Pedalen verhaken, barfuß kann man bei abruptem Bremsen nicht die nötige Kraft aufwenden oder rutscht vom Pedal ab – und bei unbedecktem Oberkörper drohen Schnitt- und Druckverletzungen bei Vollbremsungen…

Augen auf bei der Parkplatzwahl – wer illegal in Naturschutzgebieten parkt, kann mit Strafen bis 6000 Euro belangt werden! Auch Parken vor einem Zebrastreifen kann teuer werden. Wer in Fahrtrichtung in einem Abstand von weniger als 10 Metern vor dem Streifen parkt, muss mit einem saftigen Strafzettel rechnen. Das gleiche gilt für das Parken in Kurven – sind durch Linien keine Parkplätze eingezeichnet, ist das Parken dort streng verboten. In der Juli-Ausgabe der IbizaHEUTE hatten wir zusätzlich ein kleines „Park 1×1“ veröffentlicht, das unter anderem die Farb-Markierungen auf den Straßen erklärt.

Vorsicht auch, wenn Sie nicht fahren: Wer am Steuer die Wartezeit – zum Beispiel an der Ampel – nutzen möchte um kurz etwas zu essen oder sich im Spiegel nachzuschminken, den kann das 200 Euro kosten. Sie sind immer noch aktiver Verkehrsteilnehmer und haben beide Hände am Lenkrad zu lassen. Dazu kommt noch der Ablenk-Faktor…

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Küsse im Auto sind schön – aber leider auch Ablenkung. Und auch das kann mit 200 Euro geahndet werden. Also lieber erst parken, dann küssen…

Apropos Ablenk-Faktor: Für alle Arten der Ablenkung während des Fahrens können Sie belangt werden. Sei es ein Kuss oder ein Streit, Geschichten erzählen mit Gestikulieren, lauthalses Mitgrölen und Kopfwackeln zum Radio-Song oder der berühmte Stinkefinger für andere Verkehrsteilnehmer – wer sichtlich nicht auf den Verkehr konzentriert ist, muss je nach „Ablenkungsgrad“ 80 bis 200 Euro zahlen. „Das klingt im ersten Moment vielleicht lächerlich“, sagt Polizist José López Muñoz, genannt Pepe. „Aber die meisten Unfälle passieren wegen genau solcher Kleinigkeiten – bei einer Whatsapp Nachricht oder dem Versuch, eine Kaugummipackung zu öffnen.“

Drehen Sie das Radio in der Nähe von Krankenhäusern und in Wohngebieten lieber nicht zu weit auf – „Lärmverschmutzung“ kann sehr teuer werden! Von 80 bis zu mehreren tausend Euro!

Dasselbe gilt für Hupen – die Hupe darf nur in echten Warnsituationen und in Notfällen verwendet werden, mit der Intention, Unfälle zu verhindern. Wer hupt, zum Beispiel um Freunde am Straßenrand zu grüßen oder jemandem Bescheid zu geben, dass man vor der Tür ist, muss mit 80 Euro Strafe rechnen…

Auch hier gilt das Rechtsfahrgebot. Wer auf Landstraßen oder Autobahnen gerne auf der Überholspur unterwegs ist, könnte bald um 200 Euro ärmer sein… Denn wenn die rechte Spur frei ist, ist es laut Verkehrsordnung verboten, nach dem Überholen noch länger auf der linken Spur zu bleiben. Ausnahmefälle sind Staus, bei denen sich der Verkehr auf beide Spuren verteilt.

Wer an der Tankstelle ist, muss alle elektronischen Geräte an seinem Fahrzeug abschalten. Denn durch Kurzschlüsse besteht die Gefahr von Explosionen und Bränden. Wer Radio hört, den Motor laufen oder die Lichter brennen hat, muss mit 100 Euro Strafe rechnen.

Auf Ibiza und Formentera ist Straßenstaub ein ständiger Begleiter. Schnell ist das Auto von einer staubigen Schicht bedeckt. Achtung: Wenn Seitenspiegel, das Kennzeichen oder gleich die ganzen Scheiben dadurch undurchsichtig sind, kann das 200 Euro kosten – da ist eine Wäsche deutlich billiger…

Stress-Thema Motorräder und Seitenstreifen: Als Autofahrer weiß man nie, wo sie gerade auftauchen oder sich durchdrängeln. Gerade das Rechtsüberholen auf dem Seitenstreifen scheint hier völlig normal. Aber: Rechts überholen ist streng verboten und kostet die Motorradfahrer 200 bis 500 Euro. Der Seitenstreifen ist für Fahrräder sowie Motorroller & Co. mit einer Maximalgeschwindigkeit von 50km/h vorgesehen. Übrigens dürfen auch diese nicht rechts überholen. Wenn ein Stau entsteht, dürfen sie nicht rechts daran vorbeifahren. Auch das kann 200 Euro kosten! Generell müssen beim Überholen 1,50 Meter Abstand eingehalten werden. Ist dieser kleiner, wird das mit einer Strafe von bis zu 200 Euro geahndet.

Vorsicht Spielstraße – konkretes Beispiel ist die Hauptstraße durch Santa Eulària. Spielstraßenschilder haben hier eine andere Bedeutung. Im Gegensatz zu Deutschland liegt das Tempolimit für Spielstraßen in Spanien zum Beispiel nicht bei 5 km/h, also Schrittgeschwindigkeit, sondern bei 20 km/h. Gehen Sie hier als Fußgänger also auf keinen Fall unachtsam über die Straße und nutzen Sie den Zebrastreifen!

Blinken im Kreisverkehr. Es scheint so exotisch… Hüben wie drüben. Denn mal ehrlich: Wie oft sehen Sie daheim, dass im Kreisverkehr korrekt geblinkt wird. Und überhaupt, was ist korrekt. In Spanien gelten dieselben Regeln wie zum Beispiel in Deutschland, aber da sie nirgends so richtig angekommen zu sein scheinen, bringen wir’s hier noch mal auf den Punkt: Der Verkehr im Kreisverkehr hat Vorfahrt, wenn Schilder und Straßenmarkierungen nichts anderes vorgeben. Beim Einfahren in den Kreisverkehr wird nicht geblinkt. Beim Fahren im Kreisverkehr auch nicht (auch wenn es manchmal hilfreich wäre). Erst vor der Ausfahrt, an der man den Kreisverkehr verlassen möchte, wird rechts geblinkt. „Das bringen wir den Schülern gewissenhaft bei“, versichern Virginia Serrano und Jorge Torras der Fahrschule „S´Alamera“. Doch mit der Zeit verliert sich diese Angewohnheit offenbar. Trotzdem sollten Sie sich das Blinken nicht abgewöhnen – das „Weglassen“ kann bis zu 100 Euro Strafe kosten.

Je nach Schwere des Vergehens werden die Fälle in „leichte und schwere Ordnungswidrigkeiten“ eingeteilt. Erstere kosten zwischen 80 und 100 Euro, letztere 200 Euro aufwärts. Oftmals werden gleich mehrere Widrigkeiten zusammen begangen – die Höhe der Strafe hängt dann von der jeweiligen Situation ab.

„Natürlich sind unsere Augen nicht überall und wir können nicht alles kontrollieren“, sagt Polizist Pepe. „Aber wir verteilen jeden Tag Strafen“. Also: Schonen Sie den Geldbeutel und machen Sie es nicht so „wie alle anderen ja auch…“

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