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Zu Fuß ist das Inselerlebnis besonders intensiv – der Luxus der Langsamkeit …
Wir haben zwei wunderschöne und interessante Touren für Sie zusammengestellt – als Anregung, denn Ibiza bietet unzählige tolle Spazier- und Wanderwege.

 

 

Ses Salines – Wichtiger Natur-Park mit großer Geschichte

Bunte Vögel – davon hat Ibiza nicht nur in der Saison reichlich… Nur wenige wissen, dass die Insel wichtiger Anflugplatz seltener und gefährdeter Vogelarten ist. Die Naturschutzgebiete, vor allem die Salinen, sind wichtige Rückzugsorte im Winter. Die Inselregierung hat gerade eine Karte für Ornithologen herausgebracht, die neben interessanten Informationen die besten Beobachtungspunkte auf der Insel zeigt. Erhältlich ist sie im Tourismusbüro am Paseo Vara de Rey in Eivissa, im Tourismusbüro im Flughafen und im Informationszentrum Ses Salines.

Ein tolles Erlebnis für die ganze Familie ist die Entdeckung der Salinen mit der spannenden Geschichte des Salzes, toller Landschaft und der Beobachtung der Vögel: Von der Verbindungs-Straße Eivissa-Flughafen fahren Sie an der Abfahrt „Sa Canal“/„Ses Salines“ ab und weiter Richtung Ses Salines. Nach zwei Kilometern erreichen Sie rechts die alte Salzarbeiter-Kirche. Die Salzarbeiter waren damals monatelang von ihren Familien getrennt, die schwere Arbeit und das Salz zehrten an ihren Körpern. Hier suchten sie Trost und Kraft. Ein Denkmal erinnert an ihr Leid. Im Gebäude der Kirche befindet sich auch das Informationszentrum „Lebensraum Ses Salines“. Darin finden Sie die Geschichte der Salzgewinnung ebenso wie die Bedeutung der Salinen als Lebensraum für Flora und Fauna. Der Eintritt ist kostenlos.

Von der Kirche aus haben Sie einen hervorragenden Blick über die Salinen. Zur Vogelbeobachtung wurde ein Aussichtspunkt errichtet, Ferngläser gibt es gratis im Informations-Zentrum. Die Salinen haben sich zum beliebten Ziel für Flamingos entwickelt. Sie sind die auffälligsten gefiederten Exoten. Mit Glück können Sie auch die Arbeiter bei der Salzernte beobachten. Die Ernte beginnt im August – und dauert mehrere Wochen an.

Ihre Tour geht weiter, 1,6 Kilometer entlang der Salzbecken. Stellen Sie den Wagen beim Supermarkt „Can Pep Tixedo“ ab. Von dort aus geht es zu Fuß zum riesigen Salzberg. Hier wartet das frisch geerntete „weiße Gold“, das Ibiza vor dem Tourismus reich machte, auf die Verladung in alle Welt.

Lassen Sie den Salzberg rechts neben sich liegen und gehen Sie zwischen den Salinenbecken den unbefestigten Weg entlang parallel zur Hauptstraße. Die kleinen Gräben entlang der Salinenbecken sind übrigens Ablaufbecken für Regenwasser, damit Süßwasser, das von Straßen und Hügeln kommt, das konzentrierte Salzwasser nicht wieder verdünnt. Alte und moderne Befestigungen wechseln sich hier ab. Entlang der Hauptstraße geht es in das pittoreske Verladedörfchen Sa Canal. Unterwegs findet man noch Reste von Eisenbahnschienen. Hier fuhr einst Ibizas einzige Bahn, die Waggons voller Salz zur Verladestation brachte.

Eine alte Lok empfängt Sie dann auch am Ortseingang. Sa Canal besteht nur aus wenigen, dafür sehr schönen Häusern. Hier dreht sich alles ums Salz. Damals mit großen Ladekähnen zu Frachtern gerudert, die in der Bucht vor Anker lagen, wird heute über den alten Anleger mit moderner Technik und Fließband beladen. Tipp: durchs Dorf, den Weg runter zum Meer gehen. Hier liegen noch Reste der alten Ladekähne. Zurück zum Auto geht es immer der Hauptstraße entlang. Der gesamte Rundgang ist rund 4,2 Kilometer lang. Wer mag, fährt jetzt noch mit dem Wagen am Salzberg vorbei – diesmal lassen Sie ihn links liegen – zum Cap d’es Falcó. Hier, am Kies-Strand, wird das Meerwasser in die Verdunstungsbecken geleitet.

Wandernd entdecken…
Für Wanderer modifizieren und erweitern wir die Entdeckungsreise um ein echtes Highlight: Die Steilküste vom Cap d’es Falcó.

Der Weg führt streckenweise über unbefestigte Geröll-Pfade, mit zum Teil starken Steigungen und Gefällen. Festes Schuhwerk und Kondition sind also Grundvoraussetzungen, genau wie guter Sonnenschutz und ausreichend Wasser im Rucksack. Teile des Weges gehen dicht entlang der Steilküste, an der oft böige Winde herrschen. Halten Sie daher ausreichend Abstand. Aber es lohnt sich, die Ausblicke sind fantastisch!

Es ist eine Rundstrecke, Start- und Endpunkt sind daher frei wählbar. Wir empfehlen aber Sa Canal selbst. Die Gesamt-Länge beträgt rund 7,5 Kilometer.

Folgen Sie, vorbei an der Verladestation, dem Pfad hinunter zu den Bootswracks und Slipanlagen. Von dort führt der Trampelpfad weiter die Küste entlang. Er führt Sie vorbei an Fischerboots-Garagen und kleinen Buchten, bevor der Anstieg zur Steilküste des Caps beginnt. Nochmals Achtung: Halten Sie ausreichend Abstand zur Steilküste! Der Blick von hier oben gehört zu den schönsten der gesamten Insel. Bei guter Sicht können Sie sogar das spanische Festland sehen.

Der Pfad führt automatisch übers Cap und dann hinunter zur Kies-Küste mit dem Restaurant. Beim Abstieg haben Sie einen tollen Blick auf die Salinenbecken und den Flugplatz.

Vom Restaurant-Parkplatz aus folgen Sie der unbefestigten Straße entlang der Salzbecken zum Salzberg. Ab hier sind Sie auf den oben beschriebenen Wegen, zurück zum Auto.

 

Sand unter den Füßen, Pinienduft in der Nase: Spaziergang zum Piraten-Wachturm

Einfach mal die Seele baumeln und die Gedanken schweifen lassen – dieser Spaziergang ist wie ein kleiner Urlaub im Urlaub. Im Winter ist dieses Erlebnis besonders schön…

Sie Parken auf dem Parkplatz vom Ses Salines Strand. Sie spazieren die Bucht hinauf zum alten Wehrturm. Rechts von Ihnen das Meer und der Blick über S’Espalmador nach Formentera, links die unter Naturschutz stehenden Dünen.

Die Landschaft verändert sich sehr charmant: Vom Wind geformte Sträucher und Pinien links; rechts kleine, in der jetzt schrofferen Küste verborgene Nischen am Wasser. Immer wieder haben kreative Besucher und Einheimische Skulpturen in den Sandstein geschnitzt. Dazwischen Zeugnisse der Inselgeschichte: Geometrische Formen und Quader verraten, wo der Stein für den Bau der Inselhäuser abgebaut und mit Kähnen und Karren abtransportiert wurde. Ein guter Teil der Altstadt Eivissas ist aus diesen Steinen entstanden.

Ihr Wendepunkt ist der alte Wehrturm. Hier wurde nach Piraten und Eroberern Ausschau gehalten. Die Wehrtürme Ibizas und Formenteras sind immer in Sichtweite voneinander errichtet worden, so konnte man per Rauch- oder Feuersignal extrem schnell Warnungen bis in die Stadt senden – ein lückenloses Frühwarn-System. Die Türme selbst haben meterdicke Mauern, die winzigen Eingänge sind meistens erhöht angebracht. Es waren fast uneinnehmbare Mini-Festungen. Um einige von ihnen herum soll man bis heute Musketen-Kugeln finden…

Am Turm ist der Blick besonders schön. Alte Fischerboots-Garagen säumen die Küste, vor Ihnen liegt die Meerenge nach Formentera mit der Insel der Gehängten mit dem schwarz-weißen Leuchtturm. Laut Erzählungen hat die Insel ihren Namen, weil es auf Ibiza keine Todesstrafe gab. Eine Gruppe von Männern hat aber so großes Unrecht begangen, dass sie ihr Leben verwirkt hatten. Und so wurden die Männer auf die kleine Insel gebracht, wo ihre Galgen warteten. Da es keinen Henker gab, sollte einer der Männer seine Kameraden erhängen und dafür begnadigt werden. Als man am nächsten Morgen kam, um nach der Vollstreckung zu sehen, hingen alle, auch der auserwählte Henker. Er folgte den anderen in den Tod…

Zurück geht es noch ein Stück weiter die Küste entlang, mit Blick auf die Festung Eivissas und entlang weiterer Sandstein-Steinbrüche am Ufer. Biegen Sie aber nach ein paar hundert Metern in die Busch- und Pinienlandschaft ein. Sie ist durchzogen von kleinen Pfaden, der Duft der Pinien und des Wacholders ist allgegenwärtig. In den Wäldchen finden sachkundige Spaziergänger Pilze und Naturliebhaber in den Frühjahrsmonaten wilde Orchideen.
Selten findet man den Kontrast zwischen Küste und Waldlandschaft so dicht beieinander. Wahrscheinlich kommen Sie auch an dem alten Brunnen mit dem angeschlossenen Trog vorbei, der einst den Tieren hier als Tränke diente.

Der Weg führt Sie automatisch zurück zum Parkplatz. Selbst wenn Sie kreuz und quer gehen – links wird der Salinas-Strand Sie einfangen, rechts die Küste und die Salinenbecken. Nur wenn Sie rechts auf den Strand treffen – diesem nicht folgen, denn das ist schon Es Cavallet. Und der Strand ist der einzige „falsche“ Weg, der Sie nicht automatisch zum Parkplatz zurückbringt.

Die gesamte Tour dauert, gemütlich gegangen und inklusive ausgedehnter Genießer-Pausen, um die zwei Stunden und hat weder größere Steigungen noch anspruchsvolle Hindernisse. Je nach dem, wie weit am Anfang der Salinas-Bucht Sie parken, beträgt die Gesamt-Strecke zwischen 4 und maximal knapp 5 Kilometern.

 

Zu Fuß auf Ibiza – hier gibt es mehr:

www.ibiza.travel – Rubrik “Sport”, dort “Wandern”

Buchtipp: “Geheime Pfade” von “Secret Seeker”, 2 Ausgaben: “Ibiza Nord” und “Ibiza Süd”

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