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Nachmittags-Chillen am Meer unterm Sonnenschirm, ein gutes Buch auf der Strandliege – so lässt es sich aushalten! Gerne auch den ganzen Tag. Aber was kosten eigentlich Liege und Sonnenschirm. 40 Euro, wie der Vermieter am In-Strand Ses Salines unverschämt verlangte? Oder das, was auf der Preistafel am Strand steht? Und kann ein Liegen-Vermieter Sie eigentlich vertreiben, wenn Sie am Strand statt teurer Liege Ihr Handtuch ausbreiten? Das alles steht hier, damit Sie Preise und Rechte kennen…

 

Das Wichtigste gleich vorweg: In jeder Gemeinde gibt es festgelegte Preise für den Tagesverleih von Strandliegen und Sonnenschirmen. Außerdem dürfen Sie an öffentlichen Stränden Ihr Handtuch überall ausbreiten, nur nicht direkt im gepachteten Bereich der Liegen-Vermieter. Und: Vorsicht bei den Liegenpreisen in den Beach-Clubs. Die können richtig Geld kosten. Aber nun der Reihe nach:

Man möge meinen, auf einer solch kleinen Insel wie Ibiza gelten überall dieselben Gesetze. Doch dem ist nicht so. Die Vermietung von Strandliegen und Sonnenschirmen ist laut Inselrat „Sache der Gemeinden. Sie dürfen die Preise selber festlegen.“ Aber nicht willkürlich: „Die übergeordnete Küstenbehörde muss grünes Licht für die Preisgrenze geben“, so Josep Ripoll, Pressesprecher des Inselrates.

Zwar dürfen die Preise für Ihre Liege unter der Grenze liegen, keinesfalls aber darüber. Das ist verboten und wird mit hohen Geldstrafen geahndet. Die Preisgrenze gilt jeweils für alle Buchten einer Gemeinde. Außerdem dürfen die Preise nur alle vier Jahre (mit Ausnahme von Sant Josep, da sind es zwei) geändert werden. Für große „Bali-Betten“ gilt meistens der doppelte Liegen-Preis. Trotz dieser festen Preise wagen schlitzohrige Vermieter es, Liegen und Schirme teurer zu vermieten als erlaubt. Um das zu vermeiden, sind einige Strände der Insel mit Preis-Informationstafeln versehen.

Doch da ist noch eine Sache, die Rätsel aufwirft: In den vergangenen Wochen erreichten uns empörte Leserbriefe darüber, dass Liegen-Vermieter sagten: Entweder du mietest eine Liege, oder gehst hier weg! Einer der Briefe lautete:

„Seit über 20 Jahren besuchen wir regelmäßig Ibiza und wohnen in der Nähe der Cala Bassa. Es ist bisher immer beschaulich und erholsam gewesen. In diesem Jahr ist alles anders – sogar richtig unangenehm. Wir wollten uns mit einem Handtuch in den Sand legen, wurden aber sofort aufgefordert, einen Liegestuhl zu mieten oder den Strand zu verlassen. Wir waren entsetzt, sind sofort gegangen und werden uns im nächsten Jahr sicherlich ein neues Ziel suchen. Was ist da passiert? Die Cala Bassa ist doch ein öffentlicher Strand.“

Vom Liegen-Vermieter vertrieben

Wir forschten nach und befragten die Gemeinden, ob das „Verscheuchen“ durch die Liegen-Vermieter rechtens ist. Die Antwort lautet ganz klar: Nein – an öffentlichen Stränden. Es werden aber von den Gemeinden Konzessionen an Liegen-Vermieter vergeben – und die gepachteten Bereiche sind präzise definiert. An einigen Stränden der Insel stehen Schilder, auf denen die Bereiche der Vermietung markiert sind. Innerhalb dieses Bereiches dürfen die Gäste sich tatsächlich nur auf gemieteten Liegen ausbreiten – das Sonnen auf den eigene Handtücher ist hier tabu. Denn der Vermieter hat für den Strandabschnitt teuer bezahlt.

Strandliegen-Vermieter sind in dieser Zone durchaus berechtigt, Besucher zum Gehen aufzufordern, die keine Liegen in Anspruch nehmen. Andersrum gilt für die Betreiber der Liegen-Konzessionen: Sie dürfen die Liegen und Schirme nicht außerhalb des gepachteten Bereiches aufstellen und die Preisgrenze nicht überschreiten.

Am restlichen Strand aber darf man sich hinlegen, wo immer man möchte – Küsten und Strände zählen zum öffentlichen Bereich, und daher kann man sich problemlos auch gleich neben dem Liegenbereich niederlassen. Sollte jemand versuchen, Sie vom öffentlichen Bereich zu vertreiben oder Ihnen die Liege zu teuer vermieten wollen, können Sie sich an die Rathäuser oder die Lokalpolizei wenden. Wenn Sie das einem unverschämten Liegen-Verkäufern sagen, bekommen Sie mit Sicherheit den korrekten Preis genannt! Im Rathaus Santa Eulària gibt es übrigens ein zuständiges Büro für Küsten und Strände. Die Nummer lautet 971 31 94 07.

Die Grauzone: Beach Clubs

Vorsicht ist allerdings bei Beach Clubs geboten: Hier verbergen sich oft verdeckte Kosten! Viele angesagte Nobel-Adressen schlagen Extras auf den zugelassenen Liegenpreis auf. Zwar gilt dieser auch hier – aber dazu kommen eben noch Zuschläge wie beispielsweise für speziell komfortable Matratzen, Frottee-Handtücher, besonderes Ambiente durch den noblen Schliff oder DJs, Service am Strand, und so weiter und so fort. Das ist durch die Gemeinden erlaubt.

Wer sich also Liegen in einem Beach Club mieten will, sollte vorher lieber nach dem Preis fragen – manche Clubs verlangen bis zu 150 Euro für die „Liege“. Die Strandbetten sind an einen Gastronomie-Betrieb gekoppelt, der sich oftmals auf privatem Grund befindet. Zwar darf man sich offiziell auch eine Liege mieten, wenn man keine Gastronomie in Anspruch nimmt, doch trotzdem gilt hier: Wer es exklusiv mag, muss auch dafür zahlen – selbst wenn es eben „nur“ eine Strandliege ist.

Strenge Kontrollen angesagt

Doch die Gemeinden der Insel sind nicht zimperlich, wenn die Betreiber der Konzessionen gegen das Gesetz verstoßen – da werden auch bei exklusiven Beach Clubs keine Ausnahmen gemacht. Stellen die Kontrolleure fest, dass die Liegen da stehen, wo sie nicht stehen dürfen oder zu teuer sind, hagelt es Anzeigen. Dann gehen die Strafen von rund 2000 Euro bis zur sofortigen Schließung des Clubs.

 

 

Gemeinde            Liege oder Schirm        Liege und Schirm        Preisänderung z. Vorjahr

Santa Eulària                        6 €                                 12 €                                   5 €

Eivissa                                  6 €                                 12 €                          seit 2014 gleich

Sant Joan                             6 €                                 12 €                          seit 2015 gleich

Sant Antoni                          7 €                                  14 €                                   5 €

Sant Josep                           10 €                                 20 €                                  9 €

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