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Die aktuellen News von der Insel

Mehr Wärme – mehr Regen

Der Sommer ist auch kalendarisch da, die Hitze ist es schon längst. Seit der Sonnenwende am 22. Juni, exakt um 18.38 Uhr, hat die Sonne ihren nördlichsten Punkt erreicht und driftet langsam wieder in Richtung Süden. Der Sommer dauert bis zum 23. September genau 93 Tage und 15 Stunden. Und wie wird er, dieser Sommer auf Ibiza und Formentera? Heißer, befürchtet AEMET, die staatliche Wetter-Argentur, aber die Wetterfrösche sagen auch mehr Regen voraus – und den kann die Natur auch ganz dringend gebrauchen…

Immer mehr Boote vor Formentera

Ses Illetes, der Traumstrand von Formentera, ist seither beliebt bei Yachties. Das liegt an dem glasklaren Wasser, dem weißen Sandstrand und den Restaurants mit den beschatteten Terrassen. Doch dieses Jahr wird es wohl besonders eng für die vor Anker liegenden Schiffe. Die Küstenbehörde zählte im vergangenen Monat 100 Boote und Yachten mehr als vor einem Jahr. Die Schiffe werden auch zum echten Umweltproblem. Denn viele der Boote verfügen nicht über Schmutzwassertanks oder benutzen sie nicht. Da werden Abwässer – jeglicher Art – ins Meer entsorgt. Und bei auflandigem Wind treiben sie in Richtung der Schwimmer…

Neue Eidechsen-Art auf der Insel

Die Insel „Es Vaixel“ ist eigentlich nur ein großer Felsen gegenüber von Sant Antoni, auf dem niemand wohnt – und wohnen will. Außer ganz besonderen Eidechsen. Und die hat Professor Valentin Pérez Mellado von der Universität in Salamanca entdeckt. Der Zoologe versichert, dass es sich um eine neu entdeckte EidechsenArt handelt, die es sonst weltweit wohl nicht gibt. Jetzt wird die Suche nach den „neuen“ flinken Tieren auch auf „Dado Grande“ und „Dau Gros“ ausgedehnt, die sich gegenüber von Dalt Vila befinden. Insgesamt gibt es auf den Pityusen 23 verschiedenen Eidechsen-Arten.

Saftige Strafen für Drogenhändler

Zwei Drogenhändler auf Ibiza, die versucht haben, zwei Kilogramm Heroin zu schmuggeln, sind jetzt von einem Gericht in Palma zu Gefängnisstrafen von vier und fünf Jahren verurteilt worden. Drei Pakete mit der heißen Fracht hatten die Händler in dem Bezug eines Auto-Babysitzes versteckt. Sie wurden in Ibizas Hafen erwischt, als sie im März vergangenen Jahres mit ihrem Wagen die Fähre von Eivissa nach Denia nehmen wollten. Das Heroin hatte einen Wert von rund 80.000 Euro

Lebensmittelkontrollen in Strandnähe

Das balearische Gesundheitsministerium wird im Sommer die Lebensmittelkontrollen in den Geschäften in Strandnähe auf allen Inseln verstärkt überprüfen. Mitarbeiter der zur Behörde gehörenden Abteilung Verbraucherschutz haben dabei insbesondere Produkte im Visier, die ihr Haltbarkeitsdatum überschritten haben. Diese stellten eine Gesundheitsrisiko da, hieß es aus dem Ministerium. Man wolle u.a. verhindern, dass Touristen Lebensmittel minderer Qualität verkauft werden.

Can Misses wird bunt

Das neue Hospital Can Misses in Eivissa wird bunt. Schulkinder im Alter von zehn und elf Jahren haben für den Außenbereich des Krankenhauses Bilder gemalt, die den kühl wirkenden Zementbau fröhlicher und einladender aussehen lassen sollen. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem Inselrat von Eivissa und der Kunstschule Escola d'Arts entstanden.

Deixalles: Kostenlose Telefonnummer

Die gemeinnützige Organisation Deixalles hat die kostenlose Telefonnummer 900 772 211 bekannt gegeben. Der Anschluss ist rund um die Uhr erreichbar. Deixalles hat sich zur Aufgabe gemacht, Möbel und Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke, die sich in gutem Zustand befinden, abzuholen, unter Umständen aufzuarbeiten und zu reparieren, um sie dann an Bedürftige weiterzugeben. Bei Deixalles handelt es sich um eine Non-Profit-Organisation.

Super-Yacht kreuzt vor Ibiza

Die außergewöhnlich designte Luxus-Yacht "A" des russischen Milliardärs Andrei Igorewitsch Melnitschenko kreuzt derzeit in den Gewässern von Ibiza und Formentera. Das futuristisch anmutende, weiße Prachtstück ist ein Werk des weltberühmten französischen Designers Philippe Starck. Es handelt sich dabei um eine der größten Privat-Yachten der Welt. Sie ist 119 Meter lang, 18,14 Meter breit und hat drei Aufzüge an Bord. Der Preis für das Schiff soll bei 200 Millionen Euro gelegen haben.

Besseres Wasser für Sant Josep

Der neue Bürgermeister von Sant Josep, Josep Marí Ribas, hat als eine seiner ersten Amtshandlungen um einen Termin im zuständigen Umweltministerium in Madrid gebeten. Er möchte erreichen, dass seine Gemeinde mit Trinkwasser aus Entsalzungsanlagen auf Ibiza versorgt wird. Dafür sind allerdings noch einige Arbeiten erforderlich, um Sant Josep an das Netz anzuschließen. Diese Arbeiten ruhen seit vier Jahren. Das Trinkwasser in Sant Josep, mit dem ein großer Teil der Bürger versorgt wird, hat eine sehr schlechte Qualität, es ist salzig und zum Verzehr nicht geeignet. 

Ibizas Wirtschaft wächst

Die Wirtschaft auf Ibiza und Formentera nimmt an Fahrt auf. Im 1. Quartal 2015 konnte ein Wachstum von 3 Prozent verzeichnet werden. Zum Vergleich: Im 1. Quartal 2014 registrierte man noch 1,7 Prozent. Damit liegen die Pityusen deutlich über den Ergebnissen von Mallorca mit 2,1 Prozent und Menorca mit 2 Prozent Wachstum. Die Zahlen veröffentlichte jetzt das balearische Wirtschaftsministerium

Kreuzfahrtschiffe das ganze Jahr über

Die Kreuzfahrtschiffe in den Häfen der Pityusen werden größer und größer. Nun verhandelte Carmen Ferrer, Tourismusverantwortliche im Consell, und Joaquín Jiménez, Hafenchef von Eivissa, mit dem Kreuzfahrtriesen MSC über eine Verlängerung der Saison. MSC kündigte dabei an, dass ab 2017 richtig große Schiffe in der Größenordnung einer "Fantasia" oder "Splendida" in Ibiza anlegen sollen. Die Schiffe haben zwischen 3.274 bis zu fast 4.000 Passagiere an Bord.

Greenpeace bemängelt Spekulation

Greenpeace hat jetzt die Umweltzerstörungen besonders in Küstennähe auf den Balearen kritisiert, darunter auch auf Ibiza. Ein Dorn im Auge der Umweltschutzorganisation sind die Wärmekraftwerke auf Ibiza und Formentera, die Bodenspekulation in Meeresnähe sowie die mangelhafte Verwaltung der Küstenabschnitte. Als positiv hervorgehoben wurde die Einrichtung des Meeresschutzgebietes es Freus. Auch die Tatsache, dass rund 80 Prozent der Fischereiflotte aus kleinen Unternehmen bestehe und eben nicht industriell betrieben werde, wurde positiv hervorgehoben. 

König entzieht Schwester Titel

Der König von Spanien, Felipe VI., hat seiner Schwester Cristina de Borbón den Titel „Herzogin von Palma“ entzogen. Den Titel hatte sie seit ihrer Heirat im Jahr 1997 inne. Es ist eine Reaktion auf den Korruptionsskandal „Nóos“ auf Mallorca, der immer größere Ausmaße annimmt. Cristinas Ehemann, der ehemalige Handballspieler Iñaki Urdangarín, wird in diesem Zusammenhang schwer beschuldigt und muss mit einer hohen Gefängnisstrafe rechnen. 

 

Auch Cristina selbst wird ausgerechnet in Palma vor Gericht gestellt werden, voraussichtlich schon Ende dieses Jahres. Ihr wird in zwei Fällen Beihilfe zur Steuerhinterziehung vorgeworfen – ein Vergehen, für das bis zu acht Jahre Haft verhängt werden könnten. Titel wie „Duquesa de Palma“ werden normalerweise auf Lebenszeit verliehen.

Zwei Jahre Haft für Ohr-Biss

Teurer Streit: Ein 34-jähriger Mann ist jetzt von einem Gericht in Palma zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, weil er bei einer Auseinandersetzung in einer Bar in Platja d'en Bossa auf Ibiza seinem Widersacher ein Stück vom Ohr abgebissen hat. Die Schägerei hatte sich bereits im Mai 2011 zugetragen. Zudem muss er dem Opfer 24.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. 6.000 Euro hatte er bereits im Vorfeld der Urteilssprechung überwiesen, den Rest muss er in Raten begleichen. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich sogar fünf Jahre Haft für den Angreifer gefordert. 

Katalanisch wieder auf Vormarsch

Auf Ibiza sind die Eltern von Kindern ab drei Jahren in der großen Mehrheit dafür, dass Katalanisch an den Schulen die erste Unterrichtssprache ist. 71 Prozent sprachen sich jetzt dafür aus, dass mit der Einschulung im September hauptsächlich auf Katalanisch unterrichtet werden soll. Auf Formentera waren es sogar 79 Prozent der Erziehungsberechtigten. Die Werte liegen noch unterhalb des Votums, das auf Menorca und Mallorca abgegeben worden war, mit fast 91 bzw. 80 Prozent.

Netze gegen Quallen

In der Bucht der Cala Vedella ist neuerdings ein Netz gespannt, um die Badenden dort vor lästigen Quallen zu schützen. Das ist damit die zweite Bucht auf Ibiza nach es Jondal, wo man zu diesem Mittel greift. Zu der Maßnahme haben sich die Asociación de Comerciantes y Vecinos von Cala Vedella (Vereinigung der Kaufleute und Anwohner) und das Centro Superior de Investigaciones Científicas (Haupt-Zentrum für wissenschaftliche Forschung) entschlossen. Das Netz hat eine Länge von rund 200 Metern und wird u-förmig angebracht, so dass die Bucht quasi von Glibbertieren abgeschottet wird. Das Netz reicht nicht ganz bis zum Meeresboden, um die ökologisch wertvollen Seegraswiesen nicht zu beschädigen. 

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