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Die aktuellen News von der Insel

Bergauf im Tourismussektor

Grüne Welle für einen wichtigen Wirtschaftsfaktor! Das hat es in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr gegeben: Kaum fing 2012 an, sicherten sich bereits die großen internationalen Reiseveranstalter per Exklusivverträge Übernachtungskapazitäten für den Sommer 2013 auf den Balearen. Ein gutes Signal für die Inselgruppe. Offensichtlich setzen die Touristikunternehmen nach den Revolutionen im Rahmen des „arabischen Frühlings“ in Nordafrika, wie etwa in Ägypten und Tunesien, weniger auf diese Länder als vielmehr auf die „sichereren“ spanischen Mittelmeerinseln.

Trend „Mutter und ledig“

Vier von zehn Kindern auf den balearischen Inseln werden von ledigen Müttern zur Welt gebracht. Das ist nach den Kanaren die zweithöchste Rate ganz Spaniens, wie das Nationale Statistikamt mitteilte. Das bedeutet allerdings nicht unbedingt, dass die Damen in instabilen Beziehungen leben. Sie haben lediglich auf den Gang zum Standesamt verzichtet. Interessant: Mittlerweile bringen mehr Frauen spanischer Nationalität ohne Trauschein ihre Babys zur Welt als Ausländerinnen. Die Zahl der Frauen, die unverheiratet Nachwuchs bekommen, nimmt stetig zu. So waren im Jahr 2002 „nur“ 28 Prozent der Mütter ledig, 2010 waren es bereits 41 Prozent.

Schneeschauern auf Ibiza

Es ist heute, Samstag, 4. Februar, kalt auf Ibiza und Formentera. Beim morgentlichen Blick aus dem Fenster drückte der Wind Schneeschauern gegen die Fenster. Da bleibt nur Heizung aufdrehen, Kamin an und einen gemütlichen Tag im Haus zu verbringen. Die Kälte soll übrigens die nächsten Tage noch anhalten. Doch auch die Sonne wird sich wieder zeigen. Also, alles halb so schlimm …

Erst entkront, dann gefällt …

Nachdem die Bäume am Hafen am Plaza Riquer erst entkront wurden – mussten sie im Auftrag des Stadtrates nun doch „dran glauben“. Die 13 Bäume wurden komplett gefällt. Ursprünglich ging es um Vogelkot, den die brütenden Pieper dort gerade im Winter im großen Maße produzieren. Dass allerdings die Bäume jetzt radikal weggenommen wurden, löste bei einigen Gruppen und Bürgerinitiativen heftige Diskussionen und Kritik – auch an der Bürgermeisterin Marienna Sánchez-Jáuregui – aus. Seit fast 40 Jahren standen diese Bäume auf besagtem Platz. Weg sind sieben stolze Plantanen, die zu den ältesten Exemplaren der Insel gehörten und sechs Akazien- sowie Johannisbrotbäume, die etwa 10 Jahre alt waren.

Kältewelle wie vor 56 Jahren

Laut den balearischen meteorologischen Aufzeichnungen regnete es im Februar 1956 auf den Balearen unwahrscheinlich viel, wie sich auch der Historiker Felip Cirer erinnert. Gefolgt von drei sibirischen Kältewellen, die über die Inseln fegten und damit auch Schnee hinterließen. Die Ähnlichkeit zwischen diesen und der jetzigen Kältewelle, die Ibiza und Formentera seit gestern heimsucht, ist laut Amt bemerkenswert. Da die Pityusen prinzipiell trockener als der Rest der Balearen sind, wird der meiste Schnee diese Woche auf Menorca und Mallorca erwartet. Am 12. Februar im Jahr 1956 wurde als niedrigste Temperatur in der Gegend Codolar auf Meereshöhe -3 ° C gemessen und verzeichnet. Übertroffen um ein, zwei Grad im Minus wurde sie sogar noch in anderen Gegenden der Insel, wie in Sant Joan.

Baleària reagiert auf Spanair

Die Reederei Baleària reagiert jetzt auf die Spanair-Pleite mit günstigen Schifffahrtstarifen als klare Transport-Alternative zum Fliegen. So bietet sie spezielle Preise für die Fluggäste an, die von der Schließung der Fluggesellschaft Spanair betroffen sind. Für die Passagiere, die die Balearen verlassen möchten oder vom Festland zum Archipel müssen, und ein noch nicht angetretenes Spanair-Ticket vorweisen, für die ist bei der Überfahrt das Auto kostenlos. Reservierungen können per Baleària-Call Center (Telefon: 902 160 180) oder direkt an den Kassen der Reederei im Hafen vorgenommen werden.
Mögliche Routen: Barcelona – Ibiza/Ibiza – Barcelona, Valencia – Ibiza/Ibiza – Valencia, Denia – Ibiza/Ibiza – Denia, Barcelona – Palma/Palma – Barcelona, Valencia – Palma/Palma – Valencia, Denia – Palma/Palma – Denia.

Die neue IbizaHEUTE ist da!

Wer noch kein Abonnent ist, aber trotzdem gut über Ibiza und Formentera  informiert sein möchte, Servicethemen als auch Hintergrundinformationen sowie spannende Reportagen schätzt, der sollte sich jetzt zum Kiosk aufmachen.

Denn die neue IbizaHEUTE-Ausgabe für Februar ist da!

Wieder mit vielen interessanten Reportagen, Tipps und Hintergründen über die Geschehnisse der Pityusen.

Herzlichst

Ihr Redaktions-Team

Umwelt – Meer im „guten Zustand“

Die Gewässer rund um die Balearen sind in einem „guten und gesunden Zustand“. Dieser Meinung ist zumindest die Vereinigung der balearischen Fischer. So gingen ihnen im Jahr 2011 rund 3,5 Prozent mehr Fisch und Meeresfrüchte in die Netze als noch 2010. Im Vergleich zu 2009 konnte sogar ein Zuwachs von 8,6 Prozent verzeichnet werden. In ganz besonderem Maße fingen die Fischer Sardinen und Holzmakrelen. Aber auch rote Gambas, Langustinen sowie Llampugas – Goldmakrelen –, holten sie in großem Umfang aus dem Meer.

Spanair – und trotzdem kein Ende

Durch die Pleite der Fluggesellschaft Spanair sind nicht nur allgemein viele Fluggäste betroffen, auch verliert Ibiza insgesamt bis zu 13 Prozent seiner sowieso schon wenigen Flugverbindungen in diesem Winter. Besonders sind die Verbindungen in den ersten und letzten Stunden des Tages Richtung Madrid und Barcelona betroffen. Momentan gibt es keine Fluggesellschaft, die sich bereit erklärt, diese Flüge zu ersetzen, so die Balearen-Regierung.

Wachstum im Schiffsnahverkehr

Mit den Schiffslinien zwischen den Pityusen Ibiza und Formentera fuhren letztes Jahr  über 1,2 Millionen Passagiere. Das sind im Vergleich drei Prozent mehr als im Jahr 2010, wie das balearische Hafenamt berichtet. Resümierend hat die Aktivität vom Schiffsnahverkehr zugenommen: 22 Prozent mehr Anleger im Hafen von Ibiza als noch im Jahr 2010. Im Gegensatz dazu sei die Anlegerzahl der Kreuzfahrtschiffe um zwei Prozent zurückgegangen. Genauso wie die Verschiffung des Güterverkehrs. Demnach seien 2011 im Hafen von Ibiza insgesamt 1.936.415 Tonnen verladen worden, ein leichter Rückgang, wenn auch ein minimaler, als im Jahr zuvor.

Befürchtung einer Ölverschmutzung

Die Anwohner, die am Flussgebiet von Santa Eulària wohnen, haben nun Alarm geschlagen. Grund der Besorgnis: Öl am Grund des Flusses. Nämlich dort, wo die Straße Vila (Ibiza-Stadt)-Santa Eulalia die Ortschaft Can Xiquet Pou kreuzt. In der Nähe findet sich auch ein Rohr mit industriellen Abwässern, die ebenfalls in den Fluss geleitet werden. Ob diese Abwässer Schuld an der Ölverschmutzung sind, bleibt abzuwarten. Die Anwohner befürchten jedoch, dass aufgrund des Fundes das Grundwasser betroffen ist.

Hilfe für Spanair-Passagiere

Wer von der Spanair-Pleite als Passagier betroffen ist – und auf seinen Rückflug wartet, liest mit Fragezeichen solche Sätze wie: Das für den Luftverkehr zuständige Ministerium forderte die Fluggesellschaft auf, “ihrer Verantwortung gegenüber den Passagieren” gerecht zu werden. Insbesondere müsse sie Ticketpreise erstatten und alternative Beförderungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen.

Was heißt das nun? Wie kommt derjenige wieder zurück?

Wer seine Internetagentur oder sein Reisebüro anruft, bekommt im Moment auch nur ratlose Antworten bzw. es wird auf andere Fluglinien verwiesen, “die derzeit relativ günstige Flüge anbieten” würden …

IbizaHEUTE hat nachrecherchiert und Folgendes für die Betroffenen herausgefunden:

Unter der angegebenen Hotline von Spanair 900 13 14 15 hört der Anrufer, dass Spanair mit den Airlines Iberia, Vueling und Europa Sonderabkommen geschlossen hat. In den nächsten drei Tagen sollen die betroffenen Passagiere zu diesen Airlines mit ihren Spanair-Tickets gehen und sie erhalten zu Sonderkonditionen (bis zum 3. Februar) Inlandsflüge zu 60 Euro und internationale Flüge zu 100 Euro.

Doch Vorsicht: Dazu kommen noch die Flughafen- und Ausstellungsgebühren für’s Ticket sowie sonstige Gebühren, die die Fluglinien erheben. Da kommen bei einem internationalen Flug schnell über 200 Euro zusammen, wie wir bei unseren Recherchen feststellen mussten.

Rückerstattung der Flugkosten laut Spanair-Hotline:

Wer über Kreditkarte den Flug bezahlt hat, möge sich an seine Bank wenden. Wer eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen hat, der möge sich an die jeweilige Versicherung wenden. Wer über ein Reisebüro gebucht hat, der solle sich in jedem Fall auch an dieses wenden.

 

 

 

Fluggesellschaft Spanair ist pleite

Die spanische Fluggesellschaft Spanair hat ab sofort den Flugbetrieb eingestellt. Der Grund: Die spanische Provinz Katalonien, die wichtigster Anteilseigner der Fluggesellschaft ist, sieht sich wegen der Krise in Spanien nicht in der Lage, Spanair erneut einen Millionenkredit zu gewähren. Schon im Januar 2011 hatte Katalonien Spanair einen Notkredit von 10,5 Millionen gewährt. Betroffen von den sofortigen Flugeinstellungen sind 22.000 Passagiere. Sie stehen nun ratlos vor geschlossenen Schaltern. Das Ministerium für Infrastruktur und Transport erklärte, Spanair sei verpflichtet, sich um die betroffenen Passagiere zu kümmern. Eine der Lösungen: Passagiere sollen auf andere Airlines umgebucht werden. Spanair flog auch regelmäßig Ibiza an.

Neue Clowns-Schule

Der inzwischen als Clown und Künstler international be- und anerkannte Eric de Bont, hat eine neue Clownsschule auf Ibiza ins Leben gerufen: „Bont’s República Independiente del Fracaso“, zu Deutsch: Bonts unabhängige Republik des Scheiterns. Seine erste Talentschmiede, Bonts Internationale Clowns-Schule in Sant Josep, läuft seit Jahren mit großem Erfolg. Viele Künstler kommen von allen Kontinenten der Erde, um sich entweder professionell ausbilden zu lassen oder um entsprechend auszubilden. Sie ist mittlerweile eine weltweit anerkannte und geschätzte Referenz, so die Geschäftsleitung. Weitere Infos unter: www.bonts.com.

Eierei Teil 2

Die Gemüter sind nicht besänftigt. Die Deko “La Movida” muss nun doch wieder ab! Die Stadt Sant Antoni, die den Künstler Toni Riera extra beauftragte, das Wahrzeichen, das „Ei des Kolumbus“ zu dekorieren, muss heute dafür sorgen, dass die Veränderung wieder rückgängig gemacht wird. Besonders die Irokesenfrisur … Andernfalls drohen die drei Künstler, Antonio Hormigo, Luis Ojeda und Julio Bauzà vor’s Gericht zu ziehen. Sie haben die Skulptur Anfang der 90er Jahre geschaffen.

Ei, ei, ei …

… oder der Anfang eines Kunst-Klein-Krieges im übergroßen Ei-Format. Die Stadt Sant Antoni beauftragte den Künstler Toni Riera das Wahrzeichen, das „Ei des Kolumbus“ (katalanisch: Ou de Colom) zu schmücken und zu dekorieren. Die Skulptur steht in der Nähe der Hafenpromenade auf einer Verkehrsinsel am Passeig de ses Fonts. Anlass sind die Patronatsfestivitäten, die ab diesen Samstag, den 28. Januar, noch den ganzen Februar über andauern. Das Resultat der Verwandlung mit Schriftzug „La Movida“ („unterwegs, auf Piste“ frei übersetzt) und einem kecken Gesicht inklusive Irokesenfrisur fand nicht überall Zuspruch. Fürchterlich regten sich darüber die Künstler Antonio Hormigo, Luis Ojeda und Julio Bauzà auf: Es sei ein Rowdytum und eine Verschandelung der Skulptur, heißt es seitens der Familie Hormigo, die man so auf keinen Fall lassen könne. Die drei Künstler schufen Anfang der 1990er Jahre die Statue zu Ehren von Christoph Kolumbus. Denn einer örtlichen Legende zufolge soll Kolumbus auf Ibiza geboren sein. Im Loch in der Mitte des Eies steht eine Nachbildung der Santa Maria, Kolumbus’ Flaggschiff auf seiner Fahrt nach Westindien. Seit 1992 ist das Ei des Kolumbus offiziell im Besitz der Stadt Sant Antoni. Und es sei auch nicht das erste Mal, dass die Skulptur für Festivitäten geschmückt werde, so die Stadt. Trotzdem will sich die Bürgermeisterin, Pepita Gutiérrez, mit den drei Erschaffern des Eies noch einmal zusammensetzen, um die Gemüter zu besänftigen … 

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