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Die aktuellen News von der Insel

Weniger Verkehrstote

Gurt und Helm sind Präventivmaßnahmen, die auch auf den Balearen obligatorisch sind. Und das hat seinen Grund: Im Jahr 2011 fuhren zwanzig der 48 Verkehrsunfallopfer mit tödlichem Ausgang auf den Straßen der Balearen ohne Sicherheitsgurt oder Helm, so eine Studie der hiesigen Leitung der Verkehrsabteilung. Wahrscheinlich hätte der Tod in diesen zwanzig Fällen vermieden werden können. Allerdings und erfreulicherweise habe sich, nach der Studie, die Zahl der Verkehrstoten auf der Inselgruppe im Vergleich zu 2010 (mit 56 Toten) um 14 Prozent reduziert.

Gewühle in den Läden

Am vergangenen Wochenende sorgten unglaubliche Rabatte bis zu 75 Prozent in den Läden von Ibiza für eine sagenhaft große Kundenfrequenz – und für ein wenig Umsatz. Besonders in Ibiza-Stadt war das Gewühle und Gedränge um die Auslagen riesig. Die Bekleidungsbranche profitiert derzeit am meisten von der heruntergesetzten Ware. Jedoch bleiben wegen des guten Wetters Winterjacken, -mäntel und Parkas wohl Ladenhüter, nach Beobachtungen in den Klamottenläden. Wahrscheinlich wird der Run auf die Schnäppchen auch in den nächsten Tagen nicht abbrechen, so hofft zumindest der hiesige Einzelhandel, der noch im ganzen Januar mit kleinen Preisen lockt.

Angeklagter Baptista entschuldigt sich

Der portugiesische Ex-Türsteher Paulo Cesar Baptista entschuldigte sich jetzt bei der Familie des Abel Ureña Zafra vor Gericht. Baptista, der bereits eine kriminelle Vergangenheit aufzuweisen hat, wird beschuldigt, am 19. August letzten Jahres den jungen Abel Ureña getötet zu haben. Vor dem Richter behauptete er nun, dass er den Kellner Abel beim Rauschgift-Verkauf an zwei Frauen im VIP-Bereich des Hotel Ushuaia, Platja d’en Bossa, überrascht habe. Da Familienmitglieder damit Probleme gehabt hätten und er Drogen deshalb hassen würde, wäre seine Reaktion entsprechend hart gewesen, so sein Anwalt, Andreu Van den Eynde. Der Tod nach dem Faustschlag kam dennoch „unerwartet“ und sei nicht beabsichtigt gewesen. Der Anwalt der Gegenseite plädiert hingegen eindeutig auf Mord. Es gäbe Zeugen, dass Abel Ureña kein Drogenhändler sei und auch keine Drogen an dem Abend verkauft hätte. Jemand, der Drogen verkauft, hätte kein 11-Jahre-altes Auto und gerade mal 2.000 Euro auf dem Konto, fügte der Anwalt der Familie Ureña Zafra hinzu. Es wird mit einer maximalen Haftstrafe von 15 Jahren gerechnet.

40. Jahrestag der Flugzeugkatastrophe

Heute in Gedenken! Heute, am 7. Januar 2012, ist es genau 40 Jahre her, als sich der bisher schwärzeste Tag in Spaniens und Ibizas Luftfahrt ereignete. Damals zerschellte eine Iberia-Maschine an den Bergen der Sierra sa Talaia. Keine Überlebenden. Unsere Redakteurin Katja Müller begab sich auf eine emotionale Zeitreise, recherchierte und sprach mit Betroffenen über diese Tragödie – die Reportage ist in der neuen Januar-Ausgabe IbizaHEUTE veröffentlicht.

„Landeanflug Ibiza: Flug IB-602 von Madrid, mit Zwischenstopp in Valencia, schwebt von Norden aus über Ibiza ein. Dichter Nebel liegt an diesem 7. Januar 1972 in Teilen über der Insel. Es ist etwa 12 Uhr mittags. Wegen der schlechten Sicht bringt Flugkapitän José Luis Ballester Sepúlveda die Iberia-Maschine des Typs SE-210 Caravelle gefährlich tief auf Kurs. Wie gefährlich, scheint ihm in diesen Minuten nicht bewusst zu sein …“ (Lesen Sie weiter in der Januar-Ausgabe IbizaHEUTE 2012, ab Seite 34.)

Rezept Rosco de Reyes („Königskranz“)

Wer die Tradition des Kuchens „Königkranz“ bei sich Zuhause pflegen möchte, der erhält hier das Rezept dazu:

Zutaten für 1 Kuchen

400 g   Weizenmehl

25 g     Hefe

150 ml Milch

120 g   Butter

2          Eier

100 g   Zucker

1          Zitrone – Abrieb

1          Orange – Abrieb

100 g   geriebene Mandeln

Etwas brauner Rum

1          Eigelb

Einige kandierte Orangenscheiben

Einige kandierte Zitronenscheiben

Evtl. Hagelzucker (zum Bestreuen)

Steifgeschlagene Sahne oder Schokosahne

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde machen. In diese Mulde die Hefe krümeln. Mit etwas lauwarmer Milch und einem Löffel Zucker die Hefe glatt rühren und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die angerührte Hefe sichtbar vermehrt hat, sie aufgegangen ist.
Dann mit dem restlichen Zucker, den Eiern, Butter, Zitronen- und Orangenabrieb, Rum, Mandeln und der restlichen Milch zu einem glatten Teig kneten. Diesen ebenfalls zugedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.
Nochmals durchkneten und zu einer Rolle formen. Diese, zu einem Kreis geformt, auf ein gebuttertes Backblech legen. Es sollte aussehen wie ein übergroßer Donut. Nochmals etwa 20 Minuten gehen lassen. Dann mit Eigelb bestreichen und mit den kandierten Früchten belegen und etwas Hagelzucker darauf steuen.
Bei 200 Grad im Backofen etwa 25 bis 30 Minunten goldgelb backen.
Nach dem Abkühlen kann man den Kranz in der Höhe teilen (in Ober- und Unterhälfte) und mit Sahne oder Schokosahne füllen.
Traditionell wird eine Krippenfigur und eine Bohne ein gebacken. Wer die Krippenfigur bekommt hat Glück. Derjenige mit der Bohne „darf“ im nächsten Jahr den Rosco bezahlen.

Heilige Drei Könige – die Bescherung

Auch wenn die spanischen Kinder ihre Geschenke in den letzten Jahren immer öfter (auch) am 24. Dezember bekommen, findet die eigentliche Bescherung erst am 6. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige (Dia de los Reyes oder Reyes Magos), statt. Dieser Brauch geht auf die logische Schlussfolgerung zurück, dass das Jesuskind zwar am 24. Dezember geboren sei, die Heiligen Drei Könige aber erst am 6. Januar eintrafen, um das Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe zu huldigen. Um das Ganze bildlich zu veranschaulichen werden bis zum 5. Januar, soweit vorhanden, die Figuren der Heiligen Drei Könige in der Hauskrippe bewegt, bis sie am 6. Januar vor dem Jesuskind ankommen. Für die Kinder bedeutet dies: Bescherung und Geschenke! Am Abend zuvor stellen sie ihre Schuhe sowie Stroh und Wasser für die Kamele vor ihre Zimmer und erhoffen sich dadurch schöne Dinge. Auch dieser Tag wird in Spanien mit einem Festessen abgeschlossen. Eine Spezialität stellt dabei der „Rosco de Reyes“ (Dreikönigskuchen) dar: Ein Kuchen in Ringform, in dem ein Figürchen und auch manchmal eine Bohne ein gebacken sind. Wer das Figürchen erwischt, wird zum König gekrönt und soll viel Glück im neuen Jahr erfahren. Wer auf der Bohne kaut, muss den Kuchen bezahlen.

Erneuter Waldbrand

Über ein Hektar Wald verbrannte an diesem Mittwoch aus noch unbekannten Gründen in der Gegend von Port de Ses Caletes, wie die Feuerwehr von Ibiza erklärte. Dieses Gebiet liegt in der Gemeinde Sant Joan de Labritja. Eine aufmerksame Nachbarin alarmierte per Notruf 112 die Löschtruppen. Das Feuer sei zwar gelöscht, jedoch würden immer noch einige Einsatztruppen vor Ort das Gebiet sicherstellen, um weitere Ausbrüche zu vermeiden, so ein Feuerwehrmann.

Wohnraumpreise sinken weiter

Jetzt steht es fest: Der Preis für neuen Wohnraum auf den Balearen sank im Schnitt um 4,3 Prozent im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr. Das sind 0,3 Prozent über dem nationalen Durchschnitt, nach dem Marktforschungsinstitut El Boletín. Demnach sind die teuersten Gemeinden und Städte bezüglich neuen Wohnraumes in Palma (Mallorca) mit 2.082 Euro pro Quadratmeter, in Calvia (Mallorca) mit Euro 2.062 Euro und auf Ibiza zu finden. Auf Ibiza muss der neue Hausbesitzer im Schnitt 2.053 Euro pro Quadratmeter hinblättern. Während in Manacor (Mallorca) der Preis dafür mit 1.452 Euro pro Quadratmeter der günstigste sei. Trotz des Preisverfalls bleibt der Wohnraumsektor, neben dem Tourismus, auf den Balearen einer der wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren.

Chaos bei neuer Gesundheitskarte

Patienten mit abgelaufener Krankenkassenkarte (hier „Gesundheitskarte“) sind ab sofort nur noch berechtigt in Notfällen ärztliche Hilfe zu erhalten, so ein Sprecher des balearischen Gesundheitswesens (Servei balear de Salut, kurz Ib-Salut). Anlass ist die seit 2012 in Kraft getretene neue Gesundheitskarte. Sie ist eine Art Smart Card, genannt tarjeta inteligente und kostet den Nutzer 10 Euro. Da dies mit einem umständlichen Beantragungsverfahren verbunden ist, war das Chaos vorprogrammiert. In den vergangenen Tagen wollten unzählige Menschen die Karte in den Gesundheitszentren von Ibiza und Formentera abholen und scheiterten zumeist an der unvollständigen vorgelegten Dokumentation und daran, dass man nach der Beantragung erst zur Bank, die Gebühr einzahlen muss und danach erst die Karte abholen kann. Gerade für Familien soll aber in den ersten Monaten die Regelung etwas relaxter gehalten werden, damit sie in der Übergangszeit trotzdem die Ärzte konsultieren dürfen.

Höherer Umsatz beim Schlussverkauf

Jeder Spanier gibt jetzt im Schnitt 5,8 Prozent mehr beim diesjährigen Winterschlussverkauf aus, als noch im Jahr 2011. Das sind etwa 90 Euro pro Person und bedeute den ersten Umsatzanstieg seit Beginn der Krise, so eine Studie des unabhängigen Verbraucherschutzverbandes (Federación de Usuarios-Consumidores Independientes, kurz: FUCI). Die Umfrage zeigt weiterhin, dass 74 Prozent der Spanier ausdrücklich mehr Geld am Anfang des Jahres im Schlussverkauf auszugeben bereit sind, als noch im vergangenen. Davon positiv betroffen sei beispielsweise die Textilbranche, nach FUCI.

Spanische Silvesterbräuche

Wer Silvester in Spanien, auf den Pityusen verbringt, sollte neben dem Sekt auch mit Weintrauben, einem goldenen Ring sowie roter Unterwäsche rechnen. Wer das Ganze selbst besorgen möchte, bitte spätestens heute, am 31. Dezember, vormittags kaufen, da nachmittags die meisten Geschäfte geschlossen haben, obwohl der Tag nicht als offizieller Feiertag gilt.

Ebenso wie das Weihnachtsfest feiern die Spanier den Start ins neue Jahr bei einem ausgiebigen Essen im Kreise der Familie. Restaurants sind an Silvester meist ausgebucht, da man sich zum festlichen Schmaus gern in Lokalen trifft, die oftmals neben festlichen Gimmicks musikalische Begleitung von Live-Bands bieten. Während der Mitternachtsstunden gehen viele auf die Straße und öffentliche Plätze, um gemeinsam auf das neue Jahr anzustoßen. Großartig Feuerwerk sollte man nicht erwarten.

Ob zu Hause oder auf der Straße, alle Spanier praktizieren an Silvester den besonders reizvollen Brauch des „Glückstrauben-Verzehrens“. Zu jedem der zwölf mitternächtlichen Glockenschläge, die das neue Jahr einläuten, muss eine Weintraube gegessen und sich dabei etwas gewünscht werden. Bis zum zwölften Glockenschlag müssen alle Trauben verzehrt sein, sonst riskiert man Unglück im neuen Jahr. Maßgeblich sind die Glockenschläge der Rathausuhr in Madrid. In Madrid versammeln sich die Feiernden im Allgemeinen am Platz „Puerta del Sol“ im Zentrum der Stadt, wo die Turmuhr das neue Jahr einläutet. Die Schläge der Rathausglocke sind landesweit live im Fernsehen mitzuverfolgen. Das Besondere: Ein Schlag hallt nicht pro Sekunde, sondern alle drei Sekunden. Der Countdown bis Mitternacht fängt demnach nicht zwölf Sekunden vor 0 Uhr an, sondern die Glockenschläge beginnen 36 Sekunden vor Anfang des neuen Jahres. Grund: in den letzten Jahren gab es viele Erstickungstote zu beklagen, die sich beim schnellen Glückstrauben-Essen verschluckten.

Der Brauch des Traubenessens geht angeblich auf das Jahr 1909 zurück. Damals sei die Weinernte so üppig ausgefallen, dass jemand auf die Idee kam, den Traubenberg auf diese Weise abzubauen.

Ab Mitternacht werden die Sektgläser geschwungen, sich umarmt und beglückwünscht. Aber nicht, ohne vorher einen goldenen Ring ins Glas zu werfen. In Spanien lässt man nichts unversucht, um das Glück positiv zu stimmen. Und auch das Liebesglück wird einbezogen: Die Spanier, zumeist die Spanierinnen, tragen am Silvester- und Neujahrstag rote Unterwäsche …

Das IbizaHEUTE-Team wünscht Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und einen erfolgreichen Start in 2012.

Mit Sonne ins neue Jahr

Mit Sonne, wolkenlosem Himmel und 18 Grad wird das neue Jahr auf Ibiza beginnen. So jedenfalls die Vorhersage der Wetterfrösche. Möchten Sie auch wissen, wie das neue Jahr wettermäßig in Deutschland startet? Okay, wir können nichts dafür: frühlingshafte Temperaturen um 15 Grad – und jetzt kommt es – ergiebige Regen. Es schüttet so gut wie in ganz Deutschland. Vielleicht tröstet Sie ja ein Blick auf unsere Live-Werbcam. Einfach auf das Symbol im roten Balken oben drücken, schon sind Sie in der Sonne am Meer.

Kastilianisierung – Teil 2

Der Abgeordnete für die öffentliche Verwaltung, Simon Gornés, versuchte gestern die erhitzten Gemüter über die „Kastilianisierung“ auf den Balearen zu beruhigen: „Nichts liegt uns ferner, die Gemeinden dazu zwingen, die Orts- und Straßennamen nur noch auf Kastilisch zu schreiben“, warf er ein. Die Gesetzesänderung bestehe in einer größeren Freiheit für die Gemeinden, wie er erklärte. Die katalanischen Version würde immer bleiben, so Gornés weiter, es handele sich dabei ausschließlich um eine freiwillige Dualität der Ortsnamen, gerade im Hinblick auf den Tourismus.

Kastilianisierung auf den Balearen

Große Kritik in Sachen Linguistik löste jetzt bei der linken Partei und den balearischen Nationalisten ein Gesetzesentwurf der Regierung aus. Demnach sollen die Gemeinden und Dörfer künftig ihre Orts- und Straßenschilder wieder „kastilianisieren“ dürfen – also die Namen auch auf Spanisch (Kastilianisch), statt lediglich auf Katalanisch benennen und ausweisen. Auch die Amtssprache wäre davon betroffen: Wer in den Verwaltungen arbeiten möchte, müsste dann nicht mehr zwangsläufig Katalanisch könnnen und sprechen. Grund genug für die Opositionisten, katalanische Nationalisten und Linguisten der Inselgruppe auf die Barrikaden zu gehen. Von einem „Attentat auf die Sprache“ und „einer Zerstörung der Bauzá-Regierung“ ist da die Rede. Die Debatte geht vorerst weiter …

Busbahnhofgebühren müssen sinken

Nach dem nun der Busbahnhof Cetis in Ibiza-Stadt fertig gestellt ist, muss auch die wirtschaftliche Seite betrachtet werden, so die Bürgermeisterin Marienna Sánchez-Jáuregui. Momentan ist das Gebäude für einen regen Busverkehr zwar nach den neuesten Standards ausgestattet, jedoch steht es seit Fertigstellung quasi leer. Die Ein- und Ausfahrtgebühren pro Bus seien zu diskutieren, nach den Busunternehmen. Es gehe dabei um eine bis anderthalb Millionen Euro pro Jahr. Sánchez-Jáuregui betonte, dass von Seiten der Gemeinde (Vila) die Gebühren geprüft und gegebenenfalls heruntergesetzt werden, damit das Gebäude schnellstmöglich in Betrieb genommen werden kann.

Wasserpreis steigt auf Formentera

Kaum wurde das Wasser in Trinkwasserqualität auf der Insel Formentera für den allgemeinen Verbrauch freigegeben, da setzt es auch schon nach. Der Inselrat von Formentera hat nun angekündigt, dass sich der Preis für entsaltzes Trinkwasser 2012 um 27 Prozent steigern werde. Gründe: Erhöhte Herstellungskosten und ein Haushaltsdefizit von rund 400.000 Euro beim Wasserversorger Aqualia, dem es gilt schnellstmöglich Herr zu werden, so der Abgeordnete für Finanzen, Bartomeu Escandell.

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