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Die aktuellen News von der Insel

Baptista wird ausgeliefert

Der Portugiese Paulo César Baptista wird voraussichtilch in wenger als zwei Wochen nach Spanien ausgeliefert. Baptista, der unter falschen Namen als Türsteher für das Nachlokal sowie Hotel Ushuaia auf Ibiza arbeitete, hatte am 19. August dieses Jahres den Kellner Abel Ureña niedergeschlagen. Der verstarb nach einem zweiwöchigen Koma im Krankenhaus. Baptista flüchtete, wurde allerdings wenig später in Holland festgenommen. Da zwischen den Niederlanden und Spanien ein Auslieferungsabkommen besteht, kann ihm nun beschleunigt der Prozess gemacht werden. Auch in Portugal erwarten Baptista Haftstrafen. Der Angeklagte arbeitete vor der Türstehertätigkeit auf Ibiza als Valetudo-Trainer in Holland und soll mafiösen Aktivitäten in Portugal nachgegangen sein. „Vale Tudo“ ist portugiesisch und heißt soviel wie „alles zählt“. Es ist eine Kampfsportart mit Vollkontakt und ohne Regelwerk, die ihren Ursprung in Brasilien findet – und eine mögliche Erklärung für den brutalen Ausgang der Auseinandersetzung im Ushuaia.

Zerstückelte Leiche in Sant Josep gefunden

Spaziergänger fanden vor wenigen Tagen eine Plastiktüte mit menschlichen Überresten im Bereich Ibiza Stadt/Sant Josep. Unklar ist, ob der zerstückelte Körper, der sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Verwesung befindet, einem Mann oder einer Frau gehört. Auch sind die Todesursachen bislang nicht zu erklären. Die Entdeckung machte ein Paar am vergangenen Sonntag auf dem Camí de Sa Font des Verger, als sie eingie Hunde beobachteten, die auf einem Müllsack kauten. Die Guardia Civil hat die Überreste nun nach Palma überführt, wo sie in einem forensischen Labor untersucht werden. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage und Wochen sind viele Spuren am Fundort weggespült, was die Spurensuche verkompliziert, laut Guardia Civil.

Pilze sammeln auf Ibiza

Die mallorquinischen Mykologen Josep Siquier und Joan Carles Salom und die ibizenkischen Antoni Serra und Jaume Espinosa veröffentlichen in der nächsten Ausgabe einer katalanischen Zeitschrift über Mykologie die Ergebnisse ihrer Forschung, die die Experten zwischen 2006 und 2010 betrieben haben. Demnach gibt es insgesamt 134 neue Arten und Unterarten von Pilzen, die wissenschaftlich zum ersten Mal auf Ibiza erwähnt werden. Davon haben sich wiederum 15 komplett neue Pilzarten entwickelt. Doch Vorsicht – längst nicht alle sind essbar!

Gefängnis für 314 Marihuana-Pflanzen

Das Strafgericht von Ibiza verurteilte jetzt einen Mann zu einem Jahr Gefängnis. Grund: Die Zucht von 314 Marihuana-Pflanzen in einem Gewächshaus bei Es Figueral. Nach Aussage des Verurteilten sei er Zahnarzt, dem man die Lizenz entzogen habe. Er behauptete, dass die Droge für seinen eigenen Konsum bestimmt war – mit etwa 15 bis 20 Gramm pro Tag. Das Gericht empfand jedoch die Menge von über acht Kilogramm Marihuana, die man bei ihm fand, als zu hoch. Zudem hatte er es in Dosen und Tüten abgepackt verteilt.

Neue Baupläne für Santa Eulària

Die Stadt Santa Eulària stetzt jetzt auf eine neue Stadt- und Gemeindeplanung. In einer außerordentlichen Sitzung des Insel-Bauausschusses der Bezirksregierung (Comisión Insular de Ordenación Territorial, Urbanismo y Patrimonio Històrico-Artístico (Ciotupa)) wurde daher einstimmig ein neuer Bebauungsplan für Santa Eulària beschlossen, der zwar ein Go bedeutet, jedoch mit Einschränkungen verbunden ist. Die Umsetzung der Pläne hätte bereits Anfang 2008 beginnen sollen. Der Plan sieht eine Bevölkerungdichte dieser Region von 62.165 Einwohnern vor, das sind 41 Prozent weniger als noch im allgemeinen städtischen Bebauungsplan von 1984. Die neue Planung ersetzt die vorläufigen Bestimmungen des Inselrats aus dem Jahr 2004, in denen eine künftige Bevökerungsdichte von 61.530 Einwohnern ausgewiesen wurde. Ein eingeschränktes Wohn-Wachstum wird es jedoch weiterhin in den Bereichen der Kläranlage geben. Betroffen sind davon Jesus, Puig d’en Valls, Ca na Negreta und Can Ramon. Dort sollen bis maximal 107 neue Wohnungen entstehen, bis die neue Kläranlage errichtet wird.

Niedrigste Pro-Kopf-Rate der Balearen

Die Rente auf den Pityusen ist die niedrigste der Balearen. Das beispielsweise hat nun der Ratsausschuss in seinem Jahresbericht über Wirtschaft und Soziales (CES) für das Jahr 2010 vorgelegt. Demnach sei gerade die soziale Situation ernst, in der sich die Insel Ibiza befindet, im Vergleich zum Rest der Balearen. Nach Angaben der Studie, belaufen sich die Pro-Kopf-Ausgaben für soziale Dienste der Inselregierung Ibizas in 2010 auf 138 Euro. Das sei „die niedrigste Zahl der gesamten Inselgruppe“, so heißt es im Bericht weiter. 159,60 Euro wurden hingegen pro Kopf im letzten Jahr auf Menorca ausgegeben, 140,20 Euro auf Mallorca. Ibiza liegt damit ganz hinten, was die sozialen Dienste betrifft

Verletzter bei Verkehrsunfall

Ein Mann im Alter von 28 Jahren, ist heute Morgen bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad verletzt worden. Der Unfall ereignete sich auf der Straße E-20 von Ibiza Richtung Flughafen zwischen Can Cifre und Can Misses. Der Verletzte wurde in die Klinik „Nuestra Señora del Rosario“ gebracht.

Sichern des Schiffverkehrs

Der Stellvertreter des Inselratspräsidenten von Formentera, Jaume Ferrer, betonte kürzlich im Parlament, dass die Regierung unbedingt eine minimale Frequenz des Schiffverkehrs zwischen den Pityusen Ibiza und Formentera sowie einen maximalen Tarif festsetzen müsse. Der Transport-Service müsse sichergestellt sein. Die „11 nautischen Meilen“, die Formentera von Ibiza Ibiza trennt, kosten im Moment 27 Euro. Es könne nicht sein, so Ferrer weiter, dass diese Fahrten im Verhältnis umgerechnet, sich zu den teuersten weltweit entwickeln – was sich zudem sehr negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors niederschlägt.

Menschliche Knochen gefunden

Ein außergewöhnlicher Fund wurde jetzt direkt auf der Straße auf dem „Camino de Puig des Molins“ des Geländes sa Berenada entdeckt: Skelettreste eines menschlichen Körpers. Die immer mal wiederkehrenden schweren Regenfälle in den letzten zwei Wochen hatten die Stelle freigelgt.

Lina Sansano, Stadträtin für Kultur, die sich die Fundstelle ansah, begleitete die kommunale Archäologin, Rosa Gurrea. Beide erklärten, dass diese menschlichen Üerreste aus der islamischen Zeit stammen und etwa 1.000 Jahre alt sind. Vor ein paar Jahren fand man, lediglich ein paar Meter von diesem Fund entfernt, ebenfalls Skelettstücke derselben Epoche. Das Ministerium für Kultur will nun so schnell wie möglich die Funde komplett ausgraben lassen und sichern, da die Knochen in der Mitte der Straße liegen.

Wahlbeteiligung

Bei den allgemeinen Wahlen, die heute am 20. November auf den Balearen (und in ganz Spanien) stattfinden, konnte bis zum frühen Nachmittag eine balearische Wahlbeteiligung von 35,15 Prozent ermittelt werden. Das sind fast vier Prozentpunkte weniger als zu derselben Zeit bei den Wahlen in 2008 (39,18 Prozent). Diese Daten gab als erste Vorschau auf die Teilnahme, um 14 Uhr 15 das Innenministerium auf seiner Website bekannt. Landesweit betrug die Teilnahme bisher 35,72 Prozent (Stand 14 Uhr), fünf Prozentpunkte weniger als zur gleichen Zeit im Jahr 2008 mit 40,46 Prozent.

Diabetiker auf den Balearen

120.000 Menschen auf den Balearen haben Diabetes, die Häfte von ihnen sind sich dessen nur nicht bewusst, dass sie unter dieser Krankheit leiden. Das balearische Ministerium für Gesundheit, Familie und Soziales klärt in Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern regelmäßig auf und stellt Informationsmaterial zur Verfügung. Die Zuckerkrankheit, wie sie auch heißt, ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten und beschreibt deren ursprüngliches Hauptsymptom: das Ausscheiden von Zucker im Urin. Zur Erhöhung der Aufmerksamkeit für dieses Krankheitsbild wird deshalb seit 1991 immer am 14. November der Weltdiabetestag begangen.

Drei Jugendliche festgenommen

Lokale Polizisten aus Santa Eulalia nahmen vor einigen Tagen drei Jugendliche fest. Eine Frau wählte zuvor den Notruf 112 und meldete einen Einbruch in ihrem Haus in der Calle Pare Vincent Costa. Sie hatte einige Jugendliche kurz vorm Eintreffen bei sich Zuhause gesehen, die mit Steinen warfen, was ihr suspekt vorkam. Später sah ein Nachbar die Jugendlichen mit derselben Beschreibung in der Nähe seines Grundstücks und rief die Polizei. Sie nahmen sich die Drei vor und fanden Computer, Mobiltelefone, Ausweise, fünf Kreditkarten und eine Geldbörse mit 250 Euro.

Auto beim Wasserlassen abgestürzt

Vor kurzem stürzte ein Ford Mondeo rückwärts etwa 15 Meter in eine Schlucht zwischen Sant Miquel und Port de Sant Miquel. Glücklicherweise saß sein Besitzer nicht im Inneren. Der ging unterdessen einem menschlichen Bedürfnis nach und war  gegen zwei Uhr morgens Wasserlassen. Wie die Rettungskräfte berichteten, sei er unverletzt, stünde jedoch unter Schock. Ein Kran und mehrere Rettungskräfte arbeiteten über eine Stunde am nächsten Morgen, um das völlig zerstörte Fahrzeug aus dem Abgrund zu holen. Obwohl der Fahrer die Handbremse gezogen habe, wie er erklärte, begann sich das Auto offenbar zu bewegen und fiel zwischen mehrere Kiefern, in der Nähe der Kläranlage.

Mehr als 63 Millionen für den Tourismus

Für das Jahr 2012 hat das Ministerium für Tourismus jetzt insgesamt 63,3 Millionen Euro budgetiert. Der Abgeordnete, Carlos Delgado, sprach im Parlament von „realistischen und besonnenen“ Einteilungen des Budgets, das dazu verwendet werden soll, „die Wettbewerbsfähigkeit dieses Sektors zu verbessern.“ Delgado erklärte, dass sich der Gesamtbetrag auf folgende Bereiche aufteilen würde:  Tourismus mit 27,1 Millionen Euro, Sport mit 19 Millionen, die Häfen und Flughäfen mit 11,7 Millionen und das Generalsekretariat mit 5,4 Millionen Euro.

Der Minister erklärte, dass ein neues Tourismus-Gesetz forcieren würde, das die Entwicklung des Tourismus auf den Balearen beeinflussen soll. Denn in den kommenden Jahrzehnten würde eine deutliche Veränderung spürbar, so seine Ausführungen. Weiterhin seien strukturelle Reformen nötig, um den ökologischen Aspekten und damit der Umwelt gerecht zu werden – und so das bestehende Produkt Tourismus nachhaltig zu verbessern.

Schiffbruch vor Sant Antoni

Die Polizei rettete gestern zwei Männer eines gekenterten Katamarans auf halbem Weg zwischen San Antonio und der vorgelagerten Insel Sa Conillera. Der Wind war teilweise so böig, dass die zwei Engländer ihr Gefährt nicht mehr unter Kontrolle hatten. Ein Augenzeuge, der die Sache von Land aus beobachtete, rief über die 112 Hilfe. Obwohl einer der Männer etwas unterkühlt war, sind beide unverletzt.

Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen

Der Bürgermeister von Santa Eulària, Vicent Marí, sagte gestern im Palacio de Congresos bei einer Konferenz über junge Unternehmer, dass im Gegensatz zum etablierten allgemeinen Glauben, „öffentliche Arbeitsverwaltungen im Moment keine Zukunft mehr haben“. Die Verwaltung sei so komplex und kostenintensiv geworden, dass sie sich ebenfalls in der Rezession befände, so Marí weiter. Deshalb forderte der Bürgermeister: „Es ist nun Zeit für die Unternehmer!“ Sie können mit Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen den Weg aus der Wirtschaftskrise und der Arbeitslosigkeit ebnen. Auch wurde über mögliche Finanzierungsprogramme für Unternehmer gesprochen. Marí erinnerte zudem daran, dass die Stadt eine Abteilung namens „Club de Feina“ habe, die den Bürgerinnen und Bürger Initiativen und Hife anbietet, um einen Job zu finden. Er warnte aber auch gleichzeitig, dass der Club de Feina keine Agentur für Arbeit sei, jedoch zur Unterstützung unbedingt herangezogen werden sollte.