Mietwagen vergleichen auf Deutschlands grtem Mietwagen-Preisvergleich

Ibiza HEUTE Ibiza Nachrichten, tägliche News, Ibiza Urlaub, Reise, Live Webcam, Ibiza Wetter, aktuelle Termine, Events, Ibiza Adressen, Ibiza Informationen, Ibiza Clubs, Szene, Kleinanzeigen, Reportagen, Service

Chris Zippel (r.) meets George Solar (l.)

Chris Zippel meets George Solar – oder „Die Wiederentdeckung der Langsamkeit“

Diesmal traf ich (Chris) mich auf Ibiza mit George Solar, dem Erfinder des „Comfy Dub“ – einer „gemütlich“-groovigen Klang-Aura mehrerer Dimensionen – mal den Musik-Stil frei übersetzt:

George, kannst du uns ein bisschen über deine musikalische Laufbahn erzählen?
George Solar: Ich habe seit Anfang der 1990er so ziemlich alle Stationen von Musik- und Medienbiz durchlaufen, vom Jazz-Labelmanager und Tourbooker über Musikfernseh-Produzent (Viva Zwei) bis Radio- und Printjournalist (Intro, Jazz Thing). Als Musiker (ausgebildeter Perkussionist), Produzent und DJ bin ich professionell ebenso lange und parallel unterwegs. Als Teil der Kölner Downtempo-Formation mit „Solar Moon“ (seit 1994), zu 50 Prozent der Chin Chillaz sowie von Beach Messiah & George Solar (Music For Dreams). Auf den Balearen lebe ich seit 2009 und habe hier als Resident-DJ der Blue Bar auf Formentera angefangen. Danach ging’s quasi nahtlos nach Ibiza ins Babylon Beach (Santa Eulària), dort war ich bis vor zwei Jahren Resident.

Wie du sagst, hast du lange Zeit auf Formentera gelebt, warum nun Ibiza?
Das war eher ungeplanter Zufall. Als mein guter Freund Ease (Nightmares On Wax) von Leeds nach Ibiza zog, hat er mir hier einen Job in seinem Label angeboten. Und obwohl ich viele Vorurteile gegenüber Ibiza hatte, konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Leben auf Ibiza ist schön, aber sterben möchte ich definitiv auf Formentera!

Du hast dich nie verbogen und immer deinen Downbeat und Entschleunigung proklamiert. Gab es auch mal Unverständnis und musstest du Überzeugungsarbeit leisten? 
Anfangs haben mich die Kollegen ausgelacht. Es hat schon ein paar Jahre gedauert bis die Nische geschaffen war. Erstmal gab’s viel Unverständnis, und ein paar mal sogar allen Ernstes konkrete Androhung körperlicher Gewalt. Das hat mich aber eher in meiner Meinung bestärkt, dass Techno und 98 Prozent aller Housemusic am Strand – zumindest tagsüber – absolut fehl am Platz sind. Ibiza hat da im Laufe der Rave-Jahre ein bisschen das Gefühl für Dynamik verloren. Die Kollegen haben‘s schon ziemlich übertrieben mit dem Bumm-Bumm. Aber wenn wir auf der Insel „sustainable“ (nachhaltig) sein wollen, dann sollte die Musik am Strand nicht hinten anstehen: Weg von der Lärmbelästigung und diesem lästigen „Party-um-jeden-Preis“-Geballer, hin zu adäquater Beschallung je nach Lage, Publikum und Tageszeit. Zum Glück hat da auch unter den Ladenbetreibern ein Umdenken eingesetzt.

Was sind die durchschnittlichen „bpm“ (beats per minute) bei deinen Sets?
Hmm, also ich fange meist so bei 75 bis 80 bpm an, meine Grenze liegt knapp über 100. Das Meiste darüber empfinde ich als unnötigen Stress.
(Zum Vergleich: Techno liegt etwa zwischen 120 und 140 bpm.)

Seit der Lautstärkenbeschränkung der Insel-Regierung für Strandbars und öffentliche Lokale auf maximal 65 Dezibel: Hat sich dadurch etwas geändert, vielleicht sogar mit einem Comeback des berühmten Balearic Sounds? 
Naja, Balearic ist auf eine Art immer präsent und erlebt durchaus eine Art Revival. Die Leute hören wieder verstärkt zu. Mit den Dezibel hat das aber weniger zu tun, ich finde die Regelung einfach sinnlos. Wenn der Meereswind oder stärkerer Wellengang schon lauter als 65dB sind und die Limiter triggern, bevor der DJ überhaupt angefangen hat, ist das schon was zum Nachdenken…

Gibt es eine Partyreihe, die du empfehlen kannst?
Ja klar, die eigene: „Dubtropical“ in der Mezcaleria. Mein DJ-Buddy Sadeedo und ich treffen jamsession-mäßig auf eine fantastische Band aus begnadeten Musikern. Das ist immer ein großer Spaß für alle Beteiligten – und natürlich für die Gäste!
(Aktuelle Termine unter: www.facebook.com/dubtropical/)

Was sind deine neuen Projekte? 
Unser neues Solar Moon-Album „Blackbook“ ist grade erschienen. Seit Anfang Mai gibt es als Bonus eine Remix-EP dazu, mit Mixen von unter anderem den „Café Del Mar“-Compilern Gelka. Auch habe ich mit dem Beach Messiah ein paar nette Remixes gemacht, wie für Massivan und Jazz Against The Machine. Mitte Mai erscheint auf Echo Beach ein Projekt namens „Yoga In Dub“, zu dem ich ein bisschen beigetragen habe. Und ich arbeite an meinem Soloalbum, aber das dauert noch.

Diese Saison bin ich vertraglich Resident-DJ im El Chiringuito (Es Cavallet) und lege ab und zu auch im Experimental Beach (Cap Des Falco) sowie im Chiringuito Blue in Santa Eulària auf. Obendrein habe ich eine wöchenliche Radioshow beim dänischen Balearic-Sender „Music For Dreams Radio“ – immer dienstags, um 22 Uhr.

Nenne mir fünf Dinge, die du dir für diese Saison auf Ibiza (musikalisch) wünschen würdest …
Mehr DJ-Kollegen mit der den jeweiligen Umständen angebrachten Dynamik. Bessere Bezahlung für DJs, weniger DJ-Poser. Mehr Venues, wie Hostal La Torre, die die Leute wieder zum Zuhören bringen. Und weniger Plastikmusik.

Und bitte drei Ibiza-Klassiker oder drei Titel, die gerade HOT sind! 
Naja, ich trinke aus total anderen Wasserlöchern als die meisten meiner Kollegen, also hab ich dazu ganz andere Ansichten als die wahrscheinlich gängigen oder die, die du jetzt hören willst. Am besten mal meine Mixcloud oder Soundcloud antesten, die würde ich als hot empfehlen.

www.mixcloud.com/georgesolar
www.soundcloud.com/george-solar
www.instagram.com/georgesolaribiza
www.facebook.com/georgesolarmusic

Einsortiert in den Kategorien:

Aktuelle Berichte App-nachrichten Musik & Kultur

Ihr direkter Zugang zu News und Service

Aktuell
  • IbizaHEUTE auf Instagram

  • Aktuelles Magazin

    Aktuelles Magazin
  • IbizaHEUTE auf Facebook

    Facebook Pagelike Widget