Eivissa sagt Kabeln an Fassaden den Kampf an

Ibizas Inselhauptstadt Eivssa hat mit der Entfernung „unansehnlicher Kabelführungen“ im historischen Stadtkern begonnen. Als „ersten Erfolg“ bezeichnete der verantwortliche Stadtrat Jordi Grivé die Beseitigung zweier Strommasten im Bereich der Kirche Sant Elm im touristischen Hafenviertel La Marina, die dort seit zwei Jahrzehnten das Stadtbild beeinträchtigten.

„Wir arbeiten an allen rechtlichen und technischen Wegen, um diese schrecklichen Leitungen entfernen zu können“, sagte Grivé am Freitag gegenüber den Medien. Die Entfernung der beiden Holzmasten sei nach Gesprächen mit dem Energieversorger Gesa „in weniger als einer Woche“ umgesetzt worden.

Deutlich komplizierter gestaltet sich hingegen die Beseitigung der zahlreichen Kabelstränge an den Hausfassaden. Besonders die Leitungen der Telefon- und Internetanbieter hätten das Problem in den letzten Jahren verschärft, wobei laut Grivé hauptsächlich Telefónica für die Situation verantwortlich sei. Deren Kooperation sei für eine ästhetische Aufwertung der Altstadtfassaden unerlässlich.

So manches Kabel könnte schon bald im Boden verschwinden. Für die Stromleitungen prüft die Stadt im Rahmen laufender Umgestaltungsarbeiten derzeit Erdverkabelungen in den Straßen Carrer Alta und Carrer Retiro im Viertel Sa Penya. Allerdings machten Denkmalschutzauflagen dem schnellen Fortschritt mancherorts einen Strich durch die Rechnung, so Grivé. „Der Energieversorger Gesa hat uns mitgeteilt, dass die gesamte Stadt unter Schutz steht, was die notwendigen Genehmigungsverfahren für Erdkabel erheblich verzögert“, sagte Grivé.

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