llegale Müllablagerungen nehmen auf Formentera deutlich zu – nun reagiert die Inselverwaltung. Nachdem 2025 erheblich mehr Sperrmüll unerlaubt neben Abfallcontainern abgestellt wurde, plant der Consell Insular den Einsatz von Überwachungskameras an besonders betroffenen Orten.
Nach Angaben des Entsorgungsunternehmens PreZero wurden zwischen Januar und November 2025 rund 470 Tonnen Sperrmüll eingesammelt, die illegal im öffentlichen Raum entsorgt worden waren. Das entspreche einem Anstieg von fast 74 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bei den Abfällen handele es sich vor allem um Altmöbel, Matratzen und Elektrogeräte.
Dabei existieren laut Inselverwaltung klare und kostenfreie Entsorgungswege. Sperrige Abfälle müssten entweder im Wertstoffhof im Industriegebiet von Sant Francesc abgegeben oder über einen kostenlosen Abholservice entsorgt werden. Das Abstellen neben Containern für Glas, Papier oder Restmüll sei unzulässig und könne mit Bußgeldern von bis zu 3000 Euro geahndet werden.
Reguläre Entsorgung bleibt stabil
Um das „zunehmend rücksichtslose Verhalten“ einzudämmen, bereitet der Inselrat derzeit eine Ausschreibung für die Installation von Videokameras vor. Geplant sind Standorte in Bereichen, an denen sich besonders viele illegale Ablagerungen häufen, darunter die Cala en Baster, die Kurve bei Sa Revista, Es Cap sowie der Bereich Porto-salè/Can Marroig. Das Projekt befinde sich noch in einer „frühen Phase“, solle aber im Laufe des Jahres 2026 umgesetzt werden.
Während die illegalen Ablagerungen stark zunahmen, blieb die reguläre Entsorgung von Sperrmüll stabil. Bis November 2025 wurden im Wertstoffhof rund 1150 Tonnen abgegeben – ein nahezu unveränderter Wert gegenüber 2024.
Insgesamt wurden auf Formentera in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 rund 9309 Tonnen Abfall eingesammelt, knapp ein Prozent weniger als im Vorjahr.



