Die Balearen führen die Preisrallye auf dem spanischen Immobilienmarkt unangefochten an. Mit einem Anstieg von über 82 Prozent in den letzten zehn Jahren verzeichnet die Inselgruppe den landesweit stärksten Preisanstieg für Wohnraum.
Das Ministerium für Wohnen und Stadtentwicklung veröffentlichte jetzt aktuelle Daten, denen zufolge der durchschnittliche Quadratmeterpreis auf den Balearen von 1.927 Euro im Jahr 2015 auf mittlerweile über 3.518 Euro gestiegen sei. Dies bedeutet einen Aufschlag von fast 1.600 Euro pro Quadratmeter und macht die Region – zusammen mit Madrid – zu einer von nur zwei Comunidades Autónomas, in denen der Durchschnittspreis die 3.000-Euro-Marke überschreitet. Die spanische Hauptstadt verzeichnet mit 3.631 Euro/m² die höchsten Preise im Land.
Landesweiter Durchschnittspreis: 2.093 Euro/m²
Landesweit betrachtet ist der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Spanien in den letzten zehn Jahren um über 40 Prozent gestiegen und überschritt mit 2.093 Euro/m² erstmals seit der Immobilienblase von 2008 die Schwelle von 2.000 Euro. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 1.476 Euro/m² aus dem Jahr 2015.
Die aktuellen Preise nähern sich damit den historischen Höchstständen. Experten sehen die Ursache für die Entwicklung primär in einer akuten Angebotsknappheit bei gleichzeitig starker Nachfrage. Dies erschwere insbesondere jungen Spaniern den Zugang zu Wohneigentum, heißt es. Auch in anderen Regionen des Landes müssen Häuslebauer deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahrzehnt: Auf den Kanaren beträgt der Anstieg 52 Prozent, in Katalonien 49 Prozent und in der Region Valencia 46 Prozent.



