Die jüngste Ankunftswelle von Migrantenbooten aus Nordafrika hat am Sonntag auf den Pityusen ihre Fortsetzung gefunden. Drei weitere Boote erreichten nach Angaben der Regierungsdelegation auf den Inseln Formentera mit insgesamt 58 Migranten an Bord. Damit stieg die Gesamtzahl der Ankünfte in diesem Jahr auf über 2.100 Personen an. Es ist also genau so, wie unser Chefredakteur Dieter Abholte gestern in seinem Editorial schrieb. Hier sein Editorial
Am Sonntagnachmittag wurden zunächst um 14.14 Uhr 19 Personen maghrebinischer Herkunft sechs Seemeilen südlich von Formentera aus einem Boot gerettet. Die Guardia Civil und die Seenotrettung übernahmen die Rettungsmaßnahmen.
Schlag auf Schlag
Nur wenige Minuten später, gegen 14.35 Uhr, griff die Polizei 13 weitere Migranten im Bereich von Pilar de la Mola an Land auf. Auch diese stammten nach Behördenangaben aus dem Maghreb. Diesen Einsatz leitete die Guardia Civil in Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei.
Am Abend um 18.00 Uhr folgte ein drittes Boot: 26 Personen aus Ländern südliche der Sahara wurden nur eine halbe Seemeile südlich von Formentera aufgegriffen.
Acht Boote an einem Wochenende
Bereits am Samstag und Freitag registrierten die Behörden auf und um Formentera insgesamt 78 illegale Bootsflüchtlinge. Damit summierten sich über das zurückliegende Wochenende 136 Migranten, die auf acht Booten die Pityusen erreichten.
Seit Jahresbeginn sind nach aktuellen Behördenzahlen insgesamt 2.132 Migranten über den Seeweg aus Algerien illegal auf Ibiza und Formentera angekommen – eine Zahl, die die 2.000er-Marke deutlich überschreitet.
Neue Zeltlager in den Häfen
Um auf den weiteren Zustrom vorbereitet zu sein, hat die Regierungsdelegation neue Notunterkünfte angekündigt, die in den Häfen der Inseln errichtet werden sollen. Diese neuen Zeltanlagen sollen laut Behördenangaben für die Arbeit der Sicherheitskräfte „bequemere und besser ausgestattete Räume“ bieten.



