Ibizas herzhafte Oster-Spezialität. Das Blattgemüse Mangold ist dabei mit von der Partie. Es steckt in Ibizas berühmten Eintopf „Cuinat„, der traditionell neben anderen verschiedenen Gemüsesorten und Hülsenfrüchten von Paprika bis Bohnen in der Semana Santa seinen großen Auftritt hat.
Ibizas herzhafte Oster-Spezialität
Herzhaft lecker ist das Süppchen, das es in sich hat. Und auch wenn es vielleicht nicht den kulinarischen Schönheitspreis bekommt, ist es vor allem eine gute, gesunde Abwechslung zu all den Süßigkeiten, die an den Feiertagen so angeboten werden.
54 Jahre Cuinat: Das nennt man Erfahrung!
Eine, die das Kochen des Cuinats aus dem Effeff beherrscht ist Catalina Riera vom Restaurant Ca n’Alfredo in der Vara de Rey in Eivissa. Sie köchelt es dort emsig mit jeder Menge Know-how. Nämlich genau seit 54 Jahren, ununterbrochen! Das nennt man Erfahrung.
Und niemals würde sie sich das Ostern nehmen lassen. Obwohl sich die ältere Dame ansonsten weitestgehend aus der Küche des Ca n’Alfredo zurückgezogen hat.
„Die Leute lieben das Cuinat“
„Das Cuinat ist ein typisches Gericht aus Ibiza“, schwärmt Catalina Riera. „Das hat man schon immer Ostern gekocht. Und die Leute lieben es!“ Verrät sie das Geheimnis ihres Cuinats à la Catalina?
Das tut sie – und zählt sogleich die Zutaten auf: viel Mangold, Taubenkropf-Leimkraut, Knoblauch, kleine, knallrote, runde Ñora-Paprika, Paprikapulver, jede Menge Öl, dazu Bohnen und Speiseplatterbsen.
„Letztere verleihen dem Gericht Substanz“, ist Catalina Riera überzeugt. Im Grunde ist die Zubereitung ganz leicht. „Man muss alles waschen, schneiden, kochen“, erzählt sie. Das Traubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris) heißt auf Ibiza „collejas“. Dabei handelt es sich um eine mediterrane Wildpflanze, dem Spinat nicht unähnlich, das im Frühjahr geerntet wird.
Wer es übrigens gern scharf mag, wie Cataline Riera, fügt noch etwas Tabasco und pikant aromatisiertes Öl hinzu. Dazu schmeckt Brot. So einfach, so köstlich wärmt ein Cuinat Körper und Seele.
Cuinat gibt’s auch als Take-away
Wer keine Lust hat, das Gericht selbst zuzubereiten, kehrt also ins Ca n’Alfredo ein. Es gibt auch die Möglichkeit, es portionsweise mit nach Hause zu nehmen. Aber Achtung: „Cuinat geht weg wie warme Semmel“, sagt Catalina und lacht. „Egal, wieviel man davon macht, es ist im Nu verkauft.“
Aber es gibt auch im Forn Can Bufí, zehnmal in verschiedenen Orten auf Ibiza vertreten, diese Oster-Spezialität als Take-away …




