Ab dem 1. September darf der begehrte Raor – zu deutsch: Schermesser-Fisch – wieder in den Gewässern rund um Ibiza und Formentera gefangen werden.
Die Schonfrist ist dann beendet. Sogar einen Tag früher dürfen die Fischer von Mallorca und Menorca zum Fang dieser balearischen Spezialität hinausfahren. Sie gehört zu den teuersten Fisch-Delikatessen im Mittelmeerraum.
Maximal 300 Fische pro Boot
Für die Jagd auf die Tiere gelten strenge Regeln. So weist die Fischerei-Abteilung des Inselrats von Ibiza darauf hin, dass der Fang auf 50 Fische pro Person und Tag limitiert ist. Jedes Boot darf zudem maximal 300 Fische aus dem Meer holen.
Die Behörde weist darauf hin, dass die zuständige Abteilung schon in den Tagen zuvor Kontrollen durchführen wird, um die Einhaltung der Frist und der Quoten zu überwachen.
Schonfrist zeigt Wirkung
Studien haben gezeigt, dass die Schonfristen maßgeblich dazu beitragen, dass sich der Bestand an Schermesser-Fischen im balearischen Meer erholt. Mehr noch: Die Tiere werden größer, widerstandsfähiger und vermehren sich besser.
Die deutsche Bezeichnung des Raors beruht auf seinem Aussehen. Er erinnert von der Form her an ein Rasiermesser.



