Dichte schwarze Rauchwolken machten Montagmittag auf einen Brand auf einem kleinen Boot aufmerksam, in dem illegale Einwanderer nach Formentera kamen. Die Einsatzkräfte des Umweltamts Ibanat haben das Feuer gelöscht. Ein Mann erlitt eine Fußverletzung, den anderen Insassen ist nichts passiert, schrieb Ibanat auf X.
Viele Boote im August
In den vergangenen Tagen und Stunden sind wieder mehrere Boote mit Einwanderern aus dem Maghreb auf Formentera und Ibiza eingetroffen. Auf der kleinen Pityuse kamen allein im August 500 Personen an.
Die Behörden sind überlastet. Vor allem die minderjährigen Flüchtlinge, die nicht weiterreisen dürfen, müssen auf Ibiza und Formentera versorgt werden. Die Heime sind überfüllt. Wie auf den Kanaren, bitten auch die Pityusen den Staat um Hilfe.
Setzen Leben aufs Spiel
Währenddessen hat der Bürgermeister von Badalona (Katalonien) rassistische Kommentare im Sozialen Netzwerk X geteilt. Er ließ sich über eine Gruppe von Afrikanern aus, die auf der Fähre von Ibiza nach Barcelona mitfuhren. Das hat dem Politiker der konservativen Volkspartei zwar einigen solidarischen Beifall eingebracht, vor allem aber einen Shitstorm aufgebrachter Spanier. Die Immigranten setzten bei der Flucht aus der Misere ihr Leben aufs Spiel, sie als Delinquenten zu verdächtigen, sei miserabel, schrieben sie.