Tiefdruckgebiet Harry hat seit Montag die Baleareninseln Ibiza und Formentera fest im Griff und beeinträchtigt auch am Dienstag weiterhin den maritimen Verkehr. Starke Regenfälle, heftige Windböen und hoher Seegang haben dazu geführt, dass der Fährverkehr zwischen den Inseln sowie zum spanischen Festland größtenteils eingestellt worden ist.
Für Montag hatte Aemet für Ibiza und Formentera Wetterwarnungen der Stufe Gelb ausgesprochen. Vor allem über Ibiza gingen ergiebige Regenfälle nieder, mit einer Intensität von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Begleitet wurde das Unwetter von starkem Nord- bis Nordostwind mit Böen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde.
Fährverbindungen eingestellt
Der Mix aus starkem Wind und heftigem Niederschlag traf den Fährverkehr besonders hart. Die Reederei Baleària setzte nach eigenen Angaben ab Montagabend sämtliche Fährverbindungen zwischen dem spanischen Festland und den Balearen sowie die meisten innerbalearischen Routen aus. Die Kurzstrecke zwischen Ibiza und Formentera blieb zunächst in Betrieb, allerdings mit dem Hinweis auf mögliche kurzfristige Änderungen.
Auch die Reederei Trasmed aus der Grimaldi-Gruppe bestätigte die Streichung aller für die Abendstunden geplanten Überfahrten. Damit waren die maritimen Fernverbindungen zu den Pityusen zeitweise nahezu vollständig unterbrochen.
Behörden mahnen Bevölkerung zur Vorsicht
Nach Einschätzung von Aemet sollte sich der Seegang in den Morgenstunden des Dienstags weiter verstärken. Erwartet wurden Wellenhöhen von vier bis fünf Metern sowie Nordostwind der Stärke sieben bis acht.
Die Behörden riefen die Bevölkerung und Reisende dazu auf, besondere Vorsicht walten zu lassen, Aktivitäten auf dem Meer zu meiden und sich vor Überfahrten über den aktuellen Stand der Fährverbindungen zu informieren. Aufgrund der Wetterlage sei am Dienstag mit weiteren Stornierungen zu rechnen.



