Die Rallye Dakar 2026 ist am Samstag mit einem technisch anspruchsvollen Prolog in Yanbu eröffnet worden. Die kurze Auftaktprüfung der 48. Auflage des vermeintlich härtesten Offroad-Rennens der Welt diente weniger als reiner Geschwindigkeitstest, sondern vielmehr als erste Standortbestimmung in Sachen Navigation, Konzentration und Fehlervermeidung.
Für den aus Ibiza stammenden Fahrer Toni Vingut und seinen Co-Piloten Gerard Farrés verlief der Start vielversprechend. Das Duo steuerte sein SSV (Side-by-Side-Vehicle) kontrolliert durch die 23 Kilometer lange Sonderprüfung und belegte am Ende Rang 17. Der Rückstand auf die Spitze blieb mit etwas mehr als einer Minute überschaubar – ein Resultat, das vor allem angesichts der zahlreichen navigativen Fallstricke als solides Signal gewertet werden darf.
Kurz, aber anspruchsvoll
Ziel sei es gewesen, Risiken zu vermeiden und sich eine vernünftige Ausgangsposition für die erste lange Etappe zu sichern, hieß es im Anschluss an das Rennen aus dem Umfeld des ibizenkischen Teams. Der Dakar sei, so der Tenor, „vor allem ein Ausdauerrennen“.
Der Prolog rund um das Biwak von Yanbu erwies sich trotz seiner weniger Kilometer als anspruchsvoll. Wechselnde Untergründe, enge Canyons und steinige Passagen verlangten höchste Aufmerksamkeit. Mehrere Schlüsselstellen, an denen der korrekte Kurs entscheidend war, trennten früh die Spreu vom Weizen.
Erste „echte“ Etappe über 500 Kilometer
Auch sportlich setzte der Auftakt erste Maßstäbe. In der Motorradwertung fuhr der Spanier Edgar Canet die Bestzeit. Bei den Autos eröffnete Mattias Ekström mit einem Sieg für Ford die Rallye. In der SSV-Klasse war der US-Amerikaner Brock Heger der Schnellste, das Feld präsentierte sich insgesamt dicht beisammen.
Mit dem Prolog im Rücken richtet sich der Blick nun auf die erste Etappe, die ebenfalls in Yanbu startet und endet. Über 500 Kilometer stehen auf dem Programm, mehr als 300 davon als Wertungsprüfung. Für Toni Vingut und Gerard Farrés beginnt damit der erste echte Härtetest – und die Gelegenheit, ihre Rolle im weiteren Verlauf der Dakar 2026 zu schärfen.



