Das Rathaus Santa Eulària fordert von den Besitzern eines Anwesens an der Landstraße nach Sant Miquel 1,37 Millionen Euro und die Zurückversetzung des Gebäudes in den Urzustand.
Schützenswertes Kulturgut
Die Besitzer hatten Genehmigungen für kleine Arbeiten beantragt und erhalten, dann aber Grunderneuerungen und aufwendige Ausbauten vornehmen lassen. Als die Inspektoren mehrmals den Baustopp verordneten, haben sie das ignoriert.

Das Gebäude am Polígono Ca Na Palava ist vor 1956 errichtet, deshalb gehört es zum schützenswerten Kulturgut. Der Abriss des Dachs und die Neugestaltung sind deshalb ein besonders schweres Vergehen. Hinzukommen zwei schwere Vergehen wegen des Ausbaus der Garage und Umwandlung eines Anbaus in ein komplettes Apartment.
Nicht nur hohe Geldbuße, sondern auch Rückbau
Die Höhe der Sanktion richtet sich nach Prozentsätzen der Umbaukosten. Diese werden auf 544.000 Euro veranschlagt. Die Besitzer haben zwei Monate Zeit, um das Gebäude in den Zustand vor den Eingriffen zurückzuversetzen. Geschieht das nicht, kann das Rathaus die Buße in Höhe von 1,37 Millionen Euro um bis zu zwölf Raten à zehn Prozent der Umbaukosten erhöhen. Oder das Rathaus lässt den Rückbau vornehmen und stellt den Eigentümern die Kosten in Rechnung.




