Dass es immer wieder schlecht um die Grundwasser-Reserven auf Ibiza steht, ist keine Neuigkeit. Dass angesichts dieser Tatsache das Trinkwasser einer sprudelnden Quelle seit Jahrzehnten verschwendet wird, ist unbegreiflich.
90.000 Liter pro Stunde
IbizaHEUTE hat am 18. September 2024 berichtet über die kolossale Wasserverschwendung mitten in Eivissa. Seit 40 Jahren sprudelt unter der Tiefgarage eines Wohnhauses ein Wasserlauf und schickt bis zu 500 Tonnen Wasser täglich oder 90.000 Liter stündlich über die Kanalisation ins Meer.
Zwei Pumpen arbeiten rund um die Uhr, eine dritte steht für den Notfall bereit, sonst würde sich die Tiefgarage im Handumdrehen in einen Teich verwandeln. Die Kosten zahlen die Wohnungsbesitzer und Mieter. Sie zeigen die Verschwendung seit Jahrzehnten an. Auf dem Gelände der Tiefgarage, die 192 Wagen Platz bietet, stand zuvor eine Noria, eine Wassermühle. Die Quelle müsste also bekannt gewesen sein.

Jordi Grivé, Umweltstadtrat der jetzigen konservativen PP-Regierung, bat im September noch um etwas Geduld. Bis zum kommenden Sommer würden die Arbeiten abgeschlossen sein, um das kostbare Nass zu nutzen. Nun hat die Tageszeitung „Diario de Ibiza“ über Kanalisationsarbeiten berichtet, die in der Nähe der Straßen Canarias Ecke Bisbe Gonzàlez Abarca vorangehen. Das Wasser wird in große unterirdische Depots geleitet und dient der Straßenreinigung und der Bewässerung von Grünanlagen, etwa dem Parc de la Pau. Bei früheren Analysen galt es als Trinkwasser, aber die Qualität sei ohne chemische Behandlung nicht mehr gegeben.
Arbeiten bald abgeschlossen
Wenn alles gut geht, sind die Arbeiten am 22. März, zum Weltwassertag, abgeschlossen. Jordi Grivé bedauert, dass es 40 Jahre gedauert habe, bis ein Rathaus endlich die Arbeiten finanziert und die Verschwendung auf der von Trockenheit geplagten Insel beendet habe. 2012 hat das damalige Rathaus Baumaßnahmen zur Wassernutzung abgelehnt, weil 300.000 bis 400.000 Euro Kosten zu hoch erschienen. Über die jetzigen Kosten ist nichts zu erfahren.



