Ibizas Entsalzungsanlagen bereits auf Hochtouren

Der Wasserverbrauch auf Ibiza ist schon jetzt enorm. Während in den vorherigen Jahren im Juni oder Mai der hohe Konsum von Wasser aus den Entsalzungsanlagen begann, mussten sie in diesem Jahr bereits im April auf 80 Prozent ihrer Kapazitäten hochgefahren werden. Der Verbrauch war schon im ersten Vierteljahr höher als sonst. Ostern, Anfang April, hatte die frühe Saison eingeläutet – und das ist auch am Wasserverbrauch spürbar.

Auch die Entsalzungsanlage in Santa Eulària lauft bereits auf 80 Prozent ihrer Kapazität. Foto: Rathaus Santa Eulària

Wenn die Entsalzungsanlagen auf Hochtouren laufen und das nicht ausreichend ist, bedeutet das, dass auf der Insel verstärkt auf Wasser aus den Brunnen zurückgegriffen werden muss. Keine gute Option. Denn der Wasserstand in den Grundwasser führenden Schichten ist teilweise so niedrig, dass bereits Salzwasser eindringt oder sich Chlorid bildet und die Qualität mindert. Das betrifft vor allem die Gemeinde Sant Josep.

Inselrats-Präsident Vicent Marí schlägt drei Maßnahmen gegen die Wasserknappheit vor, die allerdings nicht sofort greifen: Die Entsalzungsanlagen sollen ausgebaut werden, gereinigtes oder Grauwasser für die Landwirtschaft genutzt sowie Grauwasser in den Haushalten verwendet werden. Und letzter Punkt: Die Rathäuser müssen noch mehr investieren, um Lecks in den Leitungen zu flicken.

Im vergangenen Jahr erreichten die drei Entsalzungsanlagen auf Ibiza 99,5 Prozent ihrer Kapazität im Juli. In diesem Jahr wird das früher sein.

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