Die Gemeinde Santa Eulària auf Ibiza droht dem Betreiber eines nicht genehmigten Campingplatzes mit einer hohen Geldstrafe. Wie ein Rathaussprecher am Freitag mitteilte, sei ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Eigentümer eines Grundstücks in Santa Gertrudis eingeleitet worden. Dem Betreiber drohe wegen illegaler Gewerbetätigkeit eine Geldstrafe von bis zu 300.000 Euro. Die Höhe der Strafzahlung könnte bis zu 250 Prozent des Wertes der nicht genehmigten Einrichtungen betragen.
Das Sanktionsverfahren geht nach Behördenangaben auf eine Kontrolle im Juli 2024 zurück. Damals hätten Beamte der örtlichen Polizei auf dem etwa 11.000 Quadratmeter großen Gelände mehrere Zelte und Wohnmobile entdeckt. Das Grundstück war seinerzeit mit Sichtschutzplanen umzäunt gewesen.
„Suelo rústico“ schließt Bebauung aus
Nach dem geltenden Raumordnungsplan ist das betreffende Areal als „ländlicher Grund“ (suelo rústico) eingestuft. Eine Genehmigung für einen Campingplatz und ähnliche Bauvorhaben könne dort grundsätzlich nicht erteilt werden, hieß es aus dem Rathaus.
Die Gemeinde ordnete nach der Inspektion die sofortige Einstellung des Betriebs und den Stopp aller Bauarbeiten an. Bei Zuwiderhandlung drohte sich dem Betreiber mit rechtlichen Schritten. Erst vor wenigen Tagen hatte Santa Eulària gegen den Betreiber einer irregulären Barackensiedlung vor den Toren der Inselhauptstadt Eivissa (Can Rova) eine Strafe von mehr als 905.000 Euro verhängt.



