Ibiza: Immobilien-Preise in 10 Jahren verdoppelt

Die Immobilienpreise auf Ibiza und Formentera sind im gerade vergangenen Jahr weiter kräftig gestiegen. Im landesweiten Vergleich liegen diese weit über dem Durchschnitt – und werden wohl immer teurer!

Die günstigste Gegend auf den Pityusen, um eine Immobilie zu kaufen, ist Ses Figueretes-Platja d’en Bossa, wo der Quadratmeter 5.040 Euro kostet, so die kürzlich vom Immobilienportal Idealista.com veröffentlichten Daten. Günstig sollte man jedoch in Anführungszeichen setzen, denn dieser Preis ist 2,5 Mal höher als der spanische Durchschnitt (147 % mehr), der sich auf 2.042 Euro pro Quadratmeter beläuft. Innerhalb eines Jahres sind die Wohnpreise in diesem Viertel um 9,5 %, d. h. um 440 Euro, gestiegen.

Preise vielerorts deutlich gestiegen

Der Durchschnitt der Gemeinde Eivissa liegt bei 5.962 Euro, das sind 13,5 % mehr als im Vorjahr, was bedeutet, dass man heute rund 700 Euro mehr pro Quadratmeter für eine Wohnung zahlt als im gleichen Zeitraum des Jahres 2022. Das teuerste Viertel in dieser Gemeinde ist Marina Botafoc-Talamanca: 7.021 Euro pro Quadratmeter, 18,2 % mehr als vor einem Jahr. Wer also in dieser begehrten Gegend wohnen möchte, muss heute rund 1.100 Euro pro Quadratmeter mehr bezahlen als noch vor 12 Monaten, was nicht wenig ist, denn für eine 80 Quadratmeter große Wohnung bedeutet das 88.000 Euro mehr als im Dezember 2022. In Dalt Vila beträgt der Quadratmeterpreis 6.873 Euro, 8,3 % mehr als vor einem Jahr (700 Euro mehr als damals).

Sant Josep liegt an der Spitze

Deutlich teurer ist es in der Stadt Sant Josep (nicht in der Gemeinde insgesamt): 3.000 Euro mehr, denn dort kostet der Quadratmeter (der höchste auf der Insel) 8.254 Euro (911 Euro mehr im Vergleich zum Dezember 2022). Der Durchschnitt in der Gemeinde Sant Josep liegt bei 6.971 Euro, 962 Euro mehr als vor 12 Monaten, mit anderen Worten, es gab einen durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 16%.

Die teuerste Gegend Ibizas ist die zwischen Cala Vadella, Cala Tarida und Cala Comte, wo ein Haus (es gibt viele Einfamilienhäuser, Villen und Chalets) 7.614 Euro pro Quadratmeter kostet, 13 % mehr als 2022 (etwa 900 Euro mehr). Es folgt Sant Jordi (6.555 Euro, 16,8 % mehr als im Dezember 2022, d.h. etwa 900 Euro mehr), während Sant Agusti-Cala de Bou mit 5.421 Euro pro Quadratmeter das günstigste Gebiet ist, obwohl der Preis innerhalb eines Jahres um 21,2 % gestiegen ist, also um fast 1.000 Euro pro Meter.

Nur Formentera ist noch teurer

Sant Josep (Stadt) ist nicht der teuerste Ort auf dem Archipel. Dieser Platz wird von Formentera mit 8.532 Euro pro Quadratmeter eingenommen, obwohl die Preise hier vor einem Jahr noch teurer waren: 9.487 Euro pro Quadratmeter. In 12 Monaten ist der Preis um 955 Euro oder 10 % gesunken.

Die Villen in der Gegend um Cala Vadella gehören mit zu den teuersten.

Die günstigste Gemeinde ist Sant Antoni, wo der Quadratmeter trotz einer Wertsteigerung von 8,3 % 5.305 Euro kostet (rund 400 Euro mehr als im Dezember 2022). In Sant Joan ist der Quadratmeterpreis mit 7.547 Euro innerhalb eines Jahres um 7,1 % gestiegen (500 Euro mehr).

Der Durchschnitt der Gemeinde Santa Eulària liegt bei 6.581 Euro, etwa 450 Euro mehr (+7,3 %) als im Jahr 2022. In der Gegend von Sant Carles steigt er auf 6.654 Euro und liegt damit fast 16 % über dem Preis von vor einem Jahr (911 Euro mehr), während er in Villa del Río selbst auf 5.419 Euro sinkt. In diesem Stadtgebiet beträgt der Anstieg 3,4 % (rund 180 Euro mehr) und ist damit der niedrigste auf der Insel.

Preise haben sich in 10 Jahren mehr als verdoppelt

Es ist schwindelerregend, wenn man nur 10 Jahre zurückblickt, als der Kauf eines Hauses bereits eine kolossale Investition war. Der seitherige Preisanstieg ist außergewöhnlich: Im Dezember 2013 kostete ein Quadratmeter in der Gemeinde Eivissa 2.756 Euro, also 3.200 Euro weniger als heute. Innerhalb von zehn Jahren ist der Preis um 116 % gestiegen, d. h. er hat sich mehr als verdoppelt. Im Fall der Gemeinde Sant Josep ist der Unterschied sogar noch größer: Sie kostet heute rund 4.300 Euro mehr als damals (vor zehn Jahren lag sie bei 2.687 Euro), hat also um 160 % an Wert gewonnen. Und in Santa Eulària kostet er jetzt 3.743 Euro mehr (vorher waren es 2.838 Euro pro Meter), also 132 % mehr.

Der Durchschnittspreis in der Autonomen Gemeinschaft der Balearen liegt unter dem Durchschnitt aller Gebiete Ibizas und natürlich auch Formenteras: Er beträgt 4.083 Euro. In Palma liegt er bei 3.877 Euro.

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