Die Polizei hat in der Nacht zum Freitag den Kapitän eines Segelbootes gerettet, das in der Cala Llonga auf Ibiza gestrandet war. Das etwa 16 Meter lange Boot „Dream Weaver“ war aufgrund starker Winde und hoher Wellen manövrierunfähig geworden und schließlich nahe der Küste auf Grund gelaufen.
Der Vorfall ereignete sich den Behörden zufolge kurz nach Mitternacht. Demnach hatte sich der Kapitän, der sich allein an Bord befand, durch die heftigen Schiffsbewegungen eine Kopfverletzung zugezogen. „Er war recht orientierungslos“, sagten Augenzeugen aus. Kritisch wurde es, als der verletzte Mann versuchte, trotz des hohen Seegangs das Boot zu verlassen.
Kapitän stundenlang bewusstlos an Bord
„Die beiden Beamten haben ihr Leben riskiert“, hieß es im Anschluss an die Rettungsaktion aus der Pressestelle der Guardia Civil. Als die Polizisten am Unfallort eintrafen, hätten sie bemerkt, dass der Kapitän „sichtlich benommen war“ und im Begriff war, ins aufgewühlte Meer zu springen. Zwei Beamte sprangen daraufhin ins Wasser, um den Bootseigner zu retten. Dabei habe sie ein Anwohner unterstützt, so die Polizei.
Nach der Rettung berichtete der Kapitän, er sei durch den starken Wellengang mit dem Kopf aufgeschlagen und mehrere Stunden bewusstlos gewesen. „Er war desorientiert und klagte über starke Kopfschmerzen“, so die Einsatzkräfte. Der Mann wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus Can Misses in Ibizas Inselhauptstadt Eivissa gebracht.
Bei der Polizei war der Notruf um 23.08 Uhr eingegangen. Bei ihrer Ankunft fanden die Beamten das Segelboot etwa 20 Meter vom Ufer entfernt.



