Ibizas Inselrats-Präsident Vicent Marí hat am Mittwoch sofort auf die schwere Regierungskrise in Madrid reagiert und garantiert: Die Inhaber einer Karte für den Nahverkehr auf Ibiza können weiterhin das ganze Jahr über die Busse gratis nutzen.
Das sei im Insel-Haushalt verabschiedet. Ob dem Consell das Geld von der Zentralregierung erstattet wird, steht auf einem anderen Blatt. Marí reagiert damit auf die fehlgeschlagene Abstimmung im spanischen Parlament am Mittwoch über das Omnibus-Dekret. Das heißt so, weil es viele soziale Maßnahmen zusammenfasste, die der Bevölkerung zugutekommen sollten.
Politisches Kalkül
Rentner sollten 43 Euro mehr im Monat erhalten, das Mindesteinkommen um 9 Prozent steigen, Geschädigte des Vulkanausbruchs auf El Hierro und der Unwetter an der Mittelmeerküste Hilfen bekommen. Und vor allem junge Leute, die zu den häufigsten Karteninhabern zählen, die Nahverkehrsmittel gratis nutzen können.
Das ist nun erstmal vom Tisch. Die ultrarechte Vox, katalanische Separatisten (Junts) und Konservative (PP) haben dem Dekret nicht zugestimmt. Dahinter stehen Versuche, der Regierung von Pedro Sánchez zu schaden. Wie Kommentare in den spanischen Zeitungen nahelegen, schadet dieses politische Kalkül aber vor allem der Bevölkerung.



