Tote Menschen im Meer vor Ibiza sind seit Beginn der Flüchtlingskrise nichts Ungewöhnliches mehr. In diesem Fall handelt es sich aber offenbar nicht um einen Afrikaner, der bei der Überfahrt sein Leben verlor.
Ein Bootsausflügler hat am Wochenende vor der Küste von Santa Eulària auf Ibiza eine Leiche im Meer entdeckt. Der junge Mann war nach eigenen Angaben am Samstag gegen 10 Uhr mit einem Motorboot unterwegs, um nach Wartungsarbeiten dessen Funktion zu überprüfen, als ihm ein „roter Punkt im Wasser“ auffiel.
Bei näherem Hinsehen habe er erkannt, dass es sich um die Schwimmweste eines leblosen Körpers handelte, der auf der Wasseroberfläche trieb. „Wir glaubten, dass es ein Taucher war – wegen der Weste, des Neoprenanzugs und der Messer“, zitierte die spanische Presse Vater und Sohn. Zunächst hätten sie allerdings vermutet, es könne sich um einen verunglückten Migranten handeln, diese Einschätzung später jedoch revidiert.
Keine Details zur Identität des Mannes
Der Mann, dessen Familie ein Charterunternehmen betreibt, verständigte nach dem Fund seinen Vater. Dieser habe ihn angewiesen, umgehend die Guardia Civil zu alarmieren, und sei selbst mit einem weiteren Boot hinausgefahren. Der Sohn habe derweil in der Nähe der Wasserleiche gewartet.
Nach Angaben des Vaters habe es „rund zwei Stunden“ gedauert, bis Einsatzkräfte bei unruhiger See den Fundort erreichten. Die Leiche trieb etwa eine Seemeile vor der Küste zwischen Cala Mestella und Cala Llenya. Zunächst hätten sich die Beamten nach dem Zustand des jungen Mannes erkundigt, anschließend die Ermittlungen übernommen und den Leichnam geborgen.
Auch Spezialkräfte der Tauchereinheit GEAS sowie Ermittler der Kriminalpolizei seien zum Einsatzort entsandt worden. Weitere Details zum Fall, etwa zur Identität des Toten, wurden von der Guardia Civil zunächst nicht bekannt gegeben. Die Hintergründe des Todes sind Gegenstand laufender Ermittlungen.




