Nach einer schweren Gewalttat am Strand von Santa Eulària auf Ibiza fahndet die Guardia Civil nach sechs mutmaßlichen Angreifern. Ein 40 Jahre alter Mann erlitt dabei schwere Gesichtsverletzungen, seine 36-jährige Partnerin brach sich mehrere Mittelhandknochen.
Der Angriff ereignete sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge in der Nacht zum 31. Mai gegen 3 Uhr an der Ortsstrand von Santa Eulària. Das Paar hatte sich gemeinsam mit einem Freund am Strand aufgehalten, als eine Gruppe aus fünf Männern und einer Frau nach Angaben der Opfer begann, sie lautstark zu provozieren. Wenig später eskalierte die Situation.
Kiefer verschoben
Wie die Betroffenen schildern, stießen die Angreifer die Frau zunächst zu Boden. Als ihr Partner eingreifen wollte, sei er von mehreren Personen angegriffen worden. „Sie benutzten mich wie einen Boxsack“, sagte der Mann später. Die Täter hätten ihn zu Boden gebracht und wiederholt gegen Kopf und Körper geschlagen. Nach seinen Angaben verlor er zeitweise das Bewusstsein.
Ein Begleiter des Paares alarmierte nach der Attacke die Rettungskräfte. Der 40-Jährige soll Brüche beider Jochbeine sowie weitere Verletzungen im Kopfbereich erlitten haben. Nach eigenen Angaben kann er derzeit „kaum kauen“, zudem sei sein Kiefer verschoben. Nach erster Einschätzung muss sich das Opfer mehreren Operationen unterziehen. Seine Partnerin soll sich Brüche mehrerer Mittelhandknochen zugezogen haben.
Täter sprachen Ibizenkisch
Der Mann äußerte sich erschüttert über die Brutalität des Angriffs. „Mit einer derartigen Brutalität habe ich nicht gerechnet. Weder als Jugendlicher noch als Erwachsener bin ich jemals einer solchen Gewalt begegnet“, sagte er.
Die Täter sind bislang nicht gefasst. Die Opfer und ihre Angehörigen haben deshalb über soziale Netzwerke einen Zeugenaufruf gestartet. Nach ihren Angaben bestand die Gruppe aus fünf Männern und einer Frau im Alter von etwa 16 bis 24 Jahren. Einer der Männer habe blondes Haar gehabt und mit einem osteuropäischen Akzent gesprochen. Mehrere Mitglieder der Gruppe hätten zudem Ibizenkisch gesprochen.
Die Guardia Civil ermittelt. Zeugen werden gebeten, sich bei den Behörden zu melden.





