Der an ausländische Urlauber in Not gerichtete Service SATE (Servicio de Atención al Turista Extranjero) hat auf Ibiza erneut seinen Betrieb aufgenommen. Das gemeinsame Angebot der Stadt Eivissa und der Nationalpolizei unterstützt internationale Besucher, die während ihres Aufenthalts Opfer einer Straftat werden.
Der Dienst ist bis zum 31. Oktober in den Räumen des Polizeireviers (Comisaría de la Policía Nacional) der Inselhauptstadt an der Umgehungsstraße verfügbar. Zwei Mitarbeiter betreuen die Urlauber während der Hauptsaison montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 15 Uhr. Das gab Bürgermeister Rafael Triguero zu Wochenbeginn bekannt.
Triguero betonte den hohen Stellenwert des Angebots. Wenn Urlauber nach einer „negativen Erfahrung“ die Polizeiwache aufsuchen müssten, hätten sie dank des SATE die Gewissheit, dass „alles unternommen werde, um sie angemessen zu betreuen“. Auch Polizeichef Manuel Hernández hob die Entwicklung des Angebots hervor. Der Service habe sich als „Instrument der persönlichen Betreuung“ etabliert und werde von den ausländischen Gästen „sehr positiv“ bewertet. Zu dieser Erkenntnis sei man anhand anonym durchgeführter Befragungen gelangt.
Die Zahlen der vergangenen Saison unterstrichen die Bedeutung des Angebots, so Hernández. In der Sommersaison 2025 verzeichnete der SATE demnach insgesamt 1.655 allgemeine Beratungen und Hilfestellungen. Hinzu kamen 326 Einsätze im Bereich der Anzeigenaufnahme sowie 164 weitere Unterstützungsleistungen für Reisegruppen oder ausländische Staatsangehörige.
Vielseitige Unterstützung für Ibiza-Besucher
Am häufigsten wandten sich Urlauber wegen verlorener Dokumente oder Gegenstände an den Dienst. Diese Fälle machten 43,2 Prozent aller Vorgänge aus. Auf Diebstähle entfielen 37,4 Prozent. Deutlich seltener ging es um Einbruchsdelikte oder andere Vorfälle.

Die meisten betreuten Besucher stammten aus Großbritannien. Es folgten Deutschland, Italien und Frankreich. Darüber hinaus nutzten auch Reisende aus den USA sowie aus Ländern wie Tschechien, Japan, Kolumbien, Südafrika und Israel das Angebot.
Der SATE unterstützt Betroffene nicht nur bei der Erstattung von Anzeigen. Die zwei Mitarbeiter stehen zudem bei Fragen zu Verwaltungsangelegenheiten, Bescheinigungen oder Aufenthaltsdokumenten zur Verfügung. Stadtverwaltung und Nationalpolizei sehen darin einen „wichtigen Baustein der Betreuung ausländischer Gäste“.
Seit seiner Einführung im Jahr 2015 habe sich der Dienst zu einer festen Anlaufstelle für Touristen entwickelt und werde von den Nutzern überwiegend sehr positiv bewertet, so Bürgermeister Triguero.





