Formentera erhält ein See-Radar, das Drogen-Boote und Schiffe mit Migranten schon weit auf dem Meer anzeigt. Am Mittwoch besuchten hochrangige Vertreter der Guardia Civil Formentera, um die Standorte für die Installation eines Radars des Integrierten Außenüberwachungssystems (SIVE) zu prüfen, das auf Ibiza bereits seit Jahren in Betrieb ist.
Bereits in der letzten Legislaturperiode hat der Ministerrat das Innenministerium in einer einstimmig angenommenen Plenarvereinbarung um die Installation des SIVE-Systems gebeten. Dieses System soll nicht nur Schiffe aufspüren. Auch die Identifizierung des Schiffstyps und der Besatzungsmitglieder wird damit ermöglicht, um eventuelle illegale Aktivitäten zu überprüfen.
Mutmassliche Straftäter in der Ferne orten
Die Guardia Civil wird die Verfolgung solcher Schiffe mit Hilfe der ihr zur Verfügung stehenden See-, Luft- und Landressourcen, so in Zukunft besser koordinieren können. Schließlich wird das System eingesetzt, um mutmaßliche Kriminelle abzufangen, insbesondere solche, die in den Drogenhandel verwickelt sind. Die Ortung und Bergung illegaler Einwanderer kann mit dem SIVE ebenfalls optimiert werden, was wichtig für Boote mit Migranten ist, die immer wieder auf die Insel kommen – und oft in Seenot geraten.



