Auf Ibiza weden fast jeden Tag Verlehrsunfälle gemeldet. In Spanien hat die Zahl so stark zugenommen, dass der Innenminister die Kontrollen verstärkt.
Rebellierender Fahrer in Eivissa festgenommen
In Eivissa haben Orts- und Nationalpolizei Freitagabend drei Verkehrskontrollen durchgeführt. Sechs Fahrer zeigten sie an, weil sie unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen fuhren, drei Autos wurden stillgelegt. Einer der Fahrer rebellierte und wurde festgenommen.
Die Ortspolizei Eivissas warnt auf den Sozialen Netzwerken: „Die Geldbuße ist das am wenigsten Schlimme, was passieren kann“. Das bezieht sich auf die Unfälle und von denen gab es viele auf der Insel am Samstag, noch vor dem Regen.
Drei Unfälle am Samstag
Auf der E-20 beim Kraftwerk Gesa kippte ein Leihwagen nach dem Zusammenprall mit einem anderen Wagen auf die Seite. Die Fahrer wurden in Krankenhäuser gebracht. Die befahrene Schnellstraße war eine Zeitlang gestaut.
In Can Pep Simó (Cap Martinet) war ein Jeep Wrangler vom Weg abgekommen und auf eine Natursteinmauer gekippt. Die Fahrerin wurde nicht verletzt.
Auf der Straße zum Flughafen hat auf dem Parkplatz von Citubo ein Citroen C3 zu brennen angefangen. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf andere Autos übergriffen.

Diese Unfälle am Samstag auf der Insel gingen für die betroffenen Personen glimpflich aus. Aber spanienweit nimmt die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle zu.
Viele Todesopfer in Spanien
Im ersten Vierteljahr 2024 sind auf spanischen Landstraßen, Schnellstraßen und Autobahnen 261 Menschen ums Leben gekommen. Das sind 16 Prozent mehr als in anderen Quartalen. 34 Prozent der Verstorbenen waren nicht angeschnallt. „Nicht zu glauben, oder?“, fragte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska bei der Bekanntgabe der Daten in Madrid.
Mehr Radar und Mausefallen
Er kündigt sehr viel mehr Radarkontrollen an. 150 zusätzliche Guardia Civil-Beamte werden eingestellt. 6 Millionen Mausefallen sollen Alkohol und Drogen am Steuer vermeiden. Besonders die Zahl verunglückter Motorradfahrer hat im vergangenen Sommer um 43 Prozent zugenommen, auch in Regionen wie den Balearen. Deshalb werden vor allem an den Wochenenden mehr Guardia Civil-Motorradfahrer inkognito unterwegs sein.





