Das Gesetz, das ab Juni eine gewisse Beschränkung der Fahrzeuge auf die Insel vorsieht, sorgt für Kritik. Zuletzt haben sich die Fährgesellschaften gegen die regulierende Maßnahme ausgesprochen. Sie befürchten wirtschaftlichen Schaden und glauben nicht, dass sich die Überfüllung der Straßen so beheben lässt.
Inselrat und Reeder beraten
Der Inselrats-Präsident Vicent Marí, der Vizepräsident und Inselrat gegen unlauteren Wettbewerb, Mariano Juan, und der Verkehrsdirektor Roberto Algaba haben am Mittwoch mit dem Dachverband der Reedereien (ANAVE) gesprochen. „Wir suchen keine Schuldigen für die Überlastung der Insel während der Hochsaison, sondern Lösungen, um die nachhaltige, soziale und wirtschaftliche Zukunft unserer Insel zu gewährleisten“, erklärte Vicent Marí.
Lösungen gesucht
Diese Zukunft soll mit verschiedenen Maßnahmen erreicht werden. Etwa durch die künftige Genehmigung des Flächennutzungsplans (PTI), der neue Lizenzen für Ferienvermietungen auf ländlichen Grundstücken verbietet. Durch Interventionspläne in Tourismusgebieten (PIAT) und durch die Vergabe der neue Bus-Konzession auf der Insel. Für die Bekämpfung illegaler Ferienvermietungen und der florierenden Piraten-Taxis stehen in den kommenden Jahren 20 Millionen Euro bereit.
Die Fährgesellschaften Baleària, Trasmapi, GNV und Grimaldi halten die vergangene Woche im Plenum verabschiedeten Quoten für zu restriktiv. Das Computersystem zur Kontrolle der Tickets sei nicht ausgefeilt. Mögliche Informatikprobleme dürfen nicht zu direkten wirtschaftlichen Schäden für Reisende und Unternehmen führen. Adolfo Utor, Präsident von Baleària, befürchtet, dass alle Fortschritte für die Reisenden, Tickets digital zu buchen, durch das System des Consell zunichte gemacht würden.
Daten in Echtzeit
Die Schifffahrtsgesellschaften bieten dem Consell an, Daten zu Ein- und Ausfahrten von Fahrzeugen in Echtzeit bereitzustellen, noch bevor das Gesetz am 1. Juni in Kraft tritt. Denn ihrer Meinung nach blockiert nicht der geringe Prozentsatz an Fahrzeugen, die die Fähren befördern, Straßen und Parkplätze.
Vicent Marí beteuert, dass die Fähren eine absolut notwendige Dienstleistung für den Tourismus und die Wirtschaft auf der Insel bedeuten und das Gesetz ihren Interessen nicht schaden will. Er will die Reeder in die Umsetzung einbinden. Diese hingegen werfen dem Consell vor, dass die Zufahrtsbeschränkung das Problem der überfüllten Straßen auf Ibiza im Sommer nicht verhindern wird. Es wird weiterverhandelt.





