Wer im Internet zur Zahlkarte greift, geht immer ein Risiko ein. Diese Erfahrung musste jetzt eine Gruppe von Schweizer Urlaubern machen. Nach der Zahlung von mehr als 7.000 Franken musste sie feststellen, dass es die Unterkunft gar nicht gibt.
Eine Gruppe junger Erwachsener aus der Schweiz ist Opfer eines Betrugs auf der Online-Buchungsplattform Booking geworden. Die zehn Freunde im Alter von 19 bis 24 Jahren hatten für ihren Sommerurlaub eine Villa auf Ibiza gebucht und dafür mehr als 7.000 Franken überwiesen. Später stellte sich nach Darstellung der Onlinezeitung 20minuten heraus, dass die Unterkunft gar nicht existierte.
„Der Plan war, dass wir im Sommer alle zusammen nach Ibiza reisen“, sagte die 19-jährige Kristina. Die Gruppe aus Luzern und Zug hatte bereits im Februar eine Villa im Ortsteil Jésus (Santa Eulària) für sechs Nächte im Juli gebucht. Von dem Betrug sollen die Freunde erst erfahren haben, als ihre Bank sie wegen eines verdächtigen Vorgangs kontaktierte. Bei eigenen Nachforschungen auf Google Maps hätten sie dann festgestellt, dass es die gebuchte Unterkunft nicht gab.
Opfer warten seit vier Wochen auf Rückerstattung
Obwohl Booking die Buchung kostenfrei stornierte,äußerte sich Kristina enttäuscht von der mangelnden Unterstützung durch die Plattform: „Trotz mehrfacher schriftlicher und telefonischer Kontaktaufnahme erhielten wir nur ausweichende Antworten oder wurden weiterverwiesen.“ Zwar habe Booking vor zwei Wochen eine Rückerstattung zugesichert, das Geld sei jedoch bislang nicht eingegangen.
Auf Anfrage der Zeitung soll Booking lediglich darauf verwiesen haben, dass die betrügerische Unterkunft inzwischen von der Plattform entfernt worden sei. Das Unternehmen will am 23. März 2025 eine vollständige Rückerstattung veranlasst haben. Zudem scheint der Anbieter die Kunden um eine Zahlung außerhalb der Plattform gebeten zu haben. Booking rät seinen Nutzern dringend, in solchen Fällen keine persönlichen oder finanziellen Daten zu teilen.
„Wir hatten vollstes Vertrauen in Booking“, sagte Kristina. „Uns war klar, dass es Scams gibt, dachten aber nicht, dass es uns treffen würde.“ Besonders bitter sei die Situation für jene Freunde, die noch in der Ausbildung sind und sich keine weiteren Ferien leisten können.



