Vor der Küste von Ibizas Nachbarinsel Formentera ist am Sonntagmorgen eine Leiche angespült worden. Das bestätigten Behördenvertreter gegenüber Medien. Auch Augenzeugen berichteten von dem makabren Fund. Die Identität des Toten ist bislang ungeklärt. Nach ersten Einschätzungen könnte es sich um einen Migranten handeln, der bei dem Versuch ums Leben kam, von Nordafrika aus die Balearen per Boot zu erreichen.
Spaziergänger entdeckten Behördenangaben zufolge den Körper im Osten der Insel, zwischen der Cala en Baster und Es Carnatge. Aus der Ferne hätten sie den leblosen Körper zunächst für einen Müllsack oder Treibgut gehalten, berichteten Zeugen. Erst aus der Nähe sei ihnen klar geworden, dass es sich um einen Toten handele. Nach ihren Angaben ist es ein Mann.
Gesonderter Bereich auf Friedhof
Offizielle Stellen bestätigten den Fund, machten jedoch zunächst keine weiteren Angaben zur Identität. Alles deute darauf hin, dass der Mann die Überfahrt über das Mittelmeer nicht überlebt habe, hieß es lediglich. In den vergangenen Tagen waren, begünstigt durch ruhigeres Wetter nach einer Phase anhaltender Stürme, zahlreiche Migranten in Flüchtlingsbooten auf Ibiza und Formentera angekommen. In den Wochen zuvor hatte schlechte See potenzielle Migranten von der Überfahrt abgehalten.
Dass Leichen von irregulären Migranten an die Küsten der beiden Inseln gespült werden, ist kein Einzelfall. Immer wieder erreichen die Balearen die Körper von Menschen, die die gefährliche Überfahrt aus Nordafrika nicht überleben. Auf dem Friedhof von Sant Francesc auf Formentera gibt es mittlerweile einen eigenen Bereich für jene, die bei dem Versuch starben, Spanien auf irreguläre Weise über das Mittelmeer zu erreichen.





