Vor den Küsten der Balearen sind in der Nacht zum Sonntag erneut Migranten aufgegriffen worden. Wie die Regierungsdelegation auf den Inseln mitteilte, haben Einsatzkräfte der Guardia Civil aus Sant Josep gemeinsam mit der Seenotrettung Salvamento Marítimo 16 aus dem Maghreb stammende Menschen aus einem kleinen Boot geborgen. Die sogenannte Patera sei um 2.28 Uhr rund 60 Seemeilen südlich von Formentera entdeckt worden.
Nach Angaben der Behörden handelt es sich bereits um die vierte Ankunft eines Migrantenbootes an den Küsten der Pityusen im laufenden Jahr 2026. Insgesamt seien damit seit Jahresbeginn 65 Migranten auf diesem Weg nach Ibiza und Formentera gelangt.
Formentera: Kleine Insel mit hoher Migrantenzahl
Die Entwicklung knüpft an einen deutlichen Anstieg irregulärer Migration im Vorjahr an. 2025 hätten sich die Küsten von Ibiza und Formentera zu einem der wichtigsten – und zugleich gefährlichsten – Einfallstore für Migranten auf dem Weg nach Spanien entwickelt, hieß es aus Regierungskreisen.
Mehr als 7.300 Menschen erreichten nach offiziellen Zahlen an Bord von rund 400 Booten die Inselgruppe. Davon steuerten 2.683 Menschen Formentera an, weitere 482 seien auf Ibiza an Land gegangen.



