Über das Chaos gestern im Hafen haben wir ja heute schon aktuell berichtet. Hier geht es zum Bericht: Chaos. Dazu haben wir zwei Fotos unserer Leserin Rosi erhalten, die wir gerne zeigen. Wie viele unserer Stammleser wissen, kämpfen wir gegen den Gigantismus im Hafen der kleinen Insel seit Jahren an.
- Wir deckten auf, dass die angebliche Lösung, nur noch zwei Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig in den Hafen zu lassen, Augenwischerei und ein Eigentor war. Denn die Reedereien schickten prompt ihre größten Kreuzfahrtschiffe mit 7000 Passagieren und mehr. Die Belastung wurde noch größer.
- Jetzt gilt die begrenzte Zahl der Passagiere mit der Obergrenze von 3000 abgefertigten Passagieren pro Stunde. Das sind in zwei Stunden 6000, die von Bord dürfen, wären in drei Stunden 9000.
- Eigentlich dürfen auch nicht mehr als zwei Schiffe in den Hafen, gestern waren es drei!
- Dazu deckten wir mithilfe von Lesern auf, dass einer der Ozeanriesen (5000 Passagiere, zwei Pools) mit kostbarem Brunnenwasser von Ibiza versorgt wurde – mit bis zu 15 Tankwagen. Und das von einer Insel, die unter Wasserknappheit leidet. Das Schiff ist bisher dem Hafen ferngeblieben. Mal sehen, ob das auch bleibt.

Das Fazit: Die großen Kreuzfahrtschiffe bringen der Inselwirtschaft kaum Geld – dafür aber reichlich Chaos und Belastung der Menschen, die hier leben. Es verdienen dabei:
- Die Reederei, die mit dem Traum-Ziel Ibiza Passagiere an Bord lockt.
- Die Hafenbehörde in Palma, die teure Hafengebühren kassiert. Wieviel? Darüber schweigt man höflich. Sie liegen aber in Bereichen von 30.000, 50.000 Euro oder noch mehr…
- Die Verlierer des Geschäfts ist Ibiza – und die Inselpolitik ist machtlos, weil mal wieder die Behörden in Palma das Sagen haben – wie so oft…





