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Balearen: Mehr Geld für Rettungsschwimmer

Ibiza News

Rettungsschwimmer auf Formentera ziehen Bilanz. Foto: Consell de Formentera

Bisher wurden die Rettungsschwimmer an den Stränden und in Freibädern der Inseln eher mies bezahlt. Das soll sich im kommenden Jahr ändern und gibt den Frauen und Männer der Strandwacht finanzielle Sicherheit. Vielleicht sorgt die neue feste Bezahlung auch für mehr Rettungsschwimmer an den Stränden. Die Bilanz, die Formentera-Rettungsschwimmer jetzt zogen, zeigt wie wichtig ihre Aufgabe ist. Sie hatten 1329 Einsätze und retteten 40 Menschen aus dem Meer.

Die Balearen haben am 2. November als erste spanische Region für die kommende Saison einen Tarifvertrag für Rettungskräfte abgeschlossen. Rund 4000 arbeiten in den Sommermonaten an Stränden und Schwimmbecken der vier Inseln. Sie werden mit dem Abkommen ab 2023 25 Prozent mehr Lohn erhalten, in den darauffolgenden beiden Jahren je drei Prozent mehr. Somit wäre ihre Leistung, die bislang nur mit dem Mindestlohn vergütet wurde, besser gewürdigt. Auch werden die bisherigen unsicheren Gelegenheitsjobs für die Rettungsschwimmer zu Festverträgen mit Unterbrechungen. Mit 1400 Euro künftig für Strandwache und 1200 am Pool, lässt sich der bisherige Personalmangel vielleicht eher lösen – denn alle Inseln hätten gerne mehr Rettungskräfte über einen längeren Zeitraum.

Formenteras Rettungsschwimmer ziehen Bilanz

Auf Formentera haben die Rettungsschwimmer und Rot-Kreuz-Posten ihre Arbeit am 31. Oktober beendet. 1329 Einsätze haben die Männer und Frauen geleistet, in den meisten Fällen wegen Verletzungen durch Qallen und Seeigeln. 22 Personen mussten allerdings ins Krankenhaus gebracht werden. 40 wurden aus dem Meer gerettet. Eine der Personen verstarb.

Insgesamt sollten 25 Rettungsschwimmer ab 1. Mai arbeiten, wegen Personalmangel standen aber nur 20 zur Verfügung. Das bedeutete für diese Überstunden und Überlastung. Den ganzen Tag am Strand zu verbringen, ist für sie harte Arbeit und kein Vergnügen, denn die Verantwortung ist immens.

Zu den Aufgaben gehört auch die Betreuung von Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit. 35 Badegäste haben an den Stränden Es Arenals und Es Pujols die Einrichtungen und die Hilfe der Rettungskräfte dafür in Anspruch genommen.