Santa Eulària treibt die Einführung der Biomülltrennung weiter voran: Noch vor dem Sommer sollen über 19.000 belüftete Haushaltsbehälter („cubos aireados“) und kompostierbare Beutel an die Bevölkerung verteilt werden. Parallel dazu hat die Installation der neuen braunen Container bereits begonnen – erste Sammelstellen sind schon in Betrieb.
Bei der Präsentation des neuen Systems am gestrigen Montag betonten Bürgermeisterin Carmen Ferrer, Umweltstadträtin Mónica Madrid sowie Vertreter des Entsorgungsunternehmens Valoriza, dass die getrennte Sammlung von organischen Abfällen nicht nur ökologisch sinnvoll sei, sondern auch die gesamte Abfallwirtschaft effizienter mache.
Einführung läuft bereits – schrittweise Umsetzung
Die Einführung erfolgt schrittweise – zunächst in ländlichen Gebieten und entlang von Verkehrsachsen, bevor die Maßnahme auf alle Orte ausgeweitet wird.
Zu den ersten Bereichen zählen s’Aigua Blanca, Pou des Lleó und Cala Boix, gefolgt von kleineren Orten wie Sant Carles und Santa Gertrudis. Danach wird das System auf Es Canar, Cala Llonga, Puig d’en Valls und Jesús ausgeweitet, bevor schließlich Santa Eulària und die zentralen Bereiche folgen.
Insgesamt werden 291 neue Container installiert, sodass künftig rund 99 Prozent der Sammelstellen im Gemeindegebiet alle fünf Müllfraktionen anbieten. Für die Sammlung stehen zudem zwei spezielle Müllfahrzeuge bereit.
Verzögerung bei der Einführung
Die Einführung der Biomüllsammlung hätte ursprünglich bereits mit Beginn des Vertrags mit Valoriza starten sollen. Nach Angaben des Unternehmens kam es jedoch zu Verzögerungen, da die neuen Container verspätet geliefert wurden.
In den übrigen Gemeinden der Insel wird die Müllentsorgung von einem anderen Unternehmen organisiert – die braune Tonne ist dort bereits seit dem vergangenen Jahr im Einsatz.
Haushalte im Fokus
Ein zentraler Bestandteil der Kampagne ist die Information der Bevölkerung. Neben Infoständen wird ein Team aus Umweltpädagogen und Beratern eingesetzt, um die richtige Mülltrennung zu erklären.
Zusätzlich werden 19.300 belüftete 10-Liter-Behälter sowie 15.000 Rollen kompostierbarer Beutel verteilt. Die Ausgabe erfolgt in allen Ortsteilen, beginnend unter anderem in Sant Carles, Es Canar und Santa Gertrudis.
Wichtig: Es dürfen ausschließlich kompostierbare Beutel verwendet werden – herkömmlicher Plastikmüll würde die Sammlung verunreinigen.
Anreize und Zielsetzung
Langfristig ist ein freiwilliges Identifikationssystem geplant: Haushalte, die ihren Biomüll korrekt trennen, könnten künftig finanzielle Vorteile bei der Müllgebühr erhalten.
Ziel der Maßnahme ist es, die Qualität der getrennten Abfälle zu verbessern und gleichzeitig die Restmüllmenge deutlich zu reduzieren.
Feste Zeiten für die Entsorgung
In den städtischen Gebieten darf Biomüll künftig zwischen 19 und 24 Uhr entsorgt werden, um Geruchsprobleme zu vermeiden. In ländlichen Gebieten ist die Entsorgung rund um die Uhr möglich.
Referenz bei der Biomülltrennung
Santa Eulària verfügt bereits über umfangreiche Erfahrung in der getrennten Sammlung von organischen Abfällen, insbesondere bei größeren Abfallerzeugern wie Betrieben und Gastronomie. Dieses System ist seit rund zwei Jahren im Einsatz und hat sehr positive Ergebnisse erzielt.
Aktuell gilt die Gemeinde als führend in der Qualität der Biomülltrennung auf Ibiza und liegt beim Gesamtvolumen auf Platz zwei der Insel. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 2.589.660 Kilogramm organische Abfälle gesammelt.







