Trotz zeitweiliger Steuersenkungen auf Grundnahrungsmittel müssen Verbraucher auf Ibiza und Formentera zuletzt wieder tiefer ins Portemonnaie greifen. Nach einer Auswertung der Verbraucherorganisation Facua-Consumidores en Acción sind mehrere Lebensmittel innerhalb eines Jahres deutlich teurer geworden – allen voran Eier.
Im März 2026 lagen die Preise für Eier im Durchschnitt um 22,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit seien sie das Produkt mit dem stärksten Preisanstieg unter den untersuchten Waren, so die Verbraucherschützer. Facua wertete nach eigenen Angaben die Preisentwicklung zwischen Februar und März 2026 in acht großen Supermarktketten aus. Analysiert wurden typische Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse, Nudeln, Eier, Mehl, Linsen, Reis sowie Oliven- und Sonnenblumenöl.
Preissprung bei Eiern
Besonders stark verteuerten sich mittelgroße Eier. In der Supermarktkette Dia etwa stieg der Preis für eine Zwölferpackung der Eigenmarke von 2,10 auf 3,10 Euro – ein Plus von 47,6 Prozent binnen eines Jahres. Auch bei Gemüse zeigt der Preistrend deutlich nach oben: Karotten kosteten im Jahresvergleich 21 Prozent mehr, Zwiebeln 13,5 Prozent. Weitere Preisanstiege registrierten die Verfasser der Studie bei Zitronen (plus 11,5 Prozent), Vollmilch (4,4 Prozent), Sonnenblumenöl (4,3 Prozent) und Äpfeln (4,1 Prozent). Reis und Weizenmehl verteuerten sich dagegen nur minimal um jeweils 0,2 Prozent.
Einige Produkte wurden allerdings günstiger. Am stärksten sank der Preis für Olivenöl. Ein Liter kostete im Schnitt 11,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch Champignons (minus 9 Prozent), Kartoffeln (minus 5,2 Prozent) sowie Birnen, helle Trauben und Knoblauch (jeweils minus 4,1 Prozent) verbilligten sich.
Facua nennt Supermärkte beim Namen
Beim Blick auf den kurzfristigen Trend zwischen Februar und März 2026 registrierten die Verbraucherschützer erneut deutliche Bewegungen. Am stärksten verteuerten sich Karotten, Birnen und Kartoffeln. Der Kilopreis für Karotten stieg im Durchschnitt um 15 Prozent. Besonders kräftig fiel der Anstieg laut Facua bei den Ketten Mercadona, Aldi und Eroski aus, wo der Preis von 1,15 auf 1,35 Euro pro Kilogramm kletterte.
Günstiger wurden im gleichen Zeitraum unter anderem Vollmilch, Linsen, helle Trauben, Zitronen sowie Eier und Äpfel. Insgesamt zeichnet die Untersuchung damit ein gemischtes Bild der Lebensmittelpreise: Während einzelne Produkte spürbar teurer werden, sinken die Preise bei anderen wieder.



