Der Duft von frisch zubereiteter Sepia lag am Samstag über Sant Joan de Labritja – und lockte trotz grauer Wolken zahlreiche Besucher in den Norden der Insel. Bei der sechsten Ausgabe der Fira de sa Sèpia drehte sich alles um das beliebte Meeresprodukt, das in dieser Saison besonders reichlich gefangen wurde: Allein im Februar kamen rund 1.400 Kilo zusammen, fast doppelt so viel wie im Vorjahr.
Beste Voraussetzungen also für den traditionellen Kochwettbewerb, bei dem elf Teams gegeneinander antraten. Die Vorgabe: Die Sepia musste aus lokalem Fang stammen – ein klares Bekenntnis zur Unterstützung der Fischer und regionaler Produkte.
Die Vielfalt der Gerichte konnte sich sehen lassen. Neben Klassikern wie Fideuá zeigten die Teilnehmer auch kreative Neuinterpretationen. Besonders ausgefallen: ein Tempura-Roll aus schwarzem Reis, gefüllt mit Sepia, Frischkäse, karamellisierter Zwiebel und Sriracha – eine Kombination, die auch den experimentierfreudigen Charakter des Wettbewerbs unterstrich.
Das Wetter spielte in diesem Jahr mit: Regen blieb aus, auch wenn sich die Sonne nicht zeigte. Für die Veranstalter ein Glücksfall, nachdem im vergangenen Jahr ein Regenschauer die Feierlichkeiten getrübt hatte. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch die Gemeinde.
Am Ende überzeugte das Team „Sa Sèpia d’Abril“ die Jury mit seiner Fideuá und sicherte sich den ersten Platz. Vor dem Stand bildete sich schon früh eine lange Schlange neugieriger Besucher.
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